RainerSeiner

Privates von Rainer B.


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Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 4 🏕

Montag, 07.08.2017 — Tag 4

Mit dem Twist nach Celle! Die Fahrt ist unspektakulär, aber die Ruhe während der Fahrt phantastisch. Aufbruch-Impressionen von Martina:

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Und meine Bilder:

 

Für das Wehr Osterloh müssten der Twist und ich noch etwas zusammen üben, durchfahrt verboten.

In Celle ist dann am Torplatz-Wehr der Fluss „mit Brettern zugenagelt“ (siehe GPX-Track), ich beendete die Paddeltour dort. Die ÖPNV-Rückfahrt war dann ein echter Hit! Ich klärte telefonisch von der Ausstiegsstelle schon mal die Bürgerbus-Fahrmöglichkeiten, der Herr am anderen Ende verstand zunächst nicht, dass ich erst mal von Celle zu einer Bürgerbushaltestelle kommen müsste, konnte mir dann aber den Tipp „Celle-Schlossplatz — Linie 500 — Wienhausen am Kiosk in den Bürgerbus“ geben. Auf der Brücke sprach ich einen Passanten auf mein Rückreiseproblem an, der gab zu, vom örtlichen ÖPNV keine Ahnung zu haben, konnte mir aber den Weg zum Schlossplatz sagen — Katzensprung! Boot eingepackt, losgegangen, am Schlossplatz 7 Minuten Wartezeit auf die Linie 500, endlose, aber interessante Sightseeing-Jökelei rund um Celle, direkt Anschluss zum Bürgerbus in Wienhausen (Kioskhaltestelle muss man erst mal finden, ist von CeBus-Endstation aus nicht sichtbar). Ich habe da aber auch ein Talent 🙂 Hätte ichʼs gewusst hätte ich sogar in Celle eine Fahrkarte für die ganze Fahrt lösen können. Hier der GPX-Track! Der Bus fuhr noch in die Einfahrt zum Campingplatz, der Fahrer erkundigte sich, ob der Tender Donau noch in Dienst sei (wg. meiner Schirmmütze), wozu ich zunächst keine Auskunft geben konnte

Pünktlich zum Kaffeetrinken war ich wieder auf dem Zeltplatz.

Nachmittags wollten wir in Wienhausen Grilladen für den Abend beim Fleischer und ein frisches Brot für den nächsten Tag beim Bäcker kaufen — beide haben Montag-Nachmittag geschlossen. Den 2. Fleischer scheint es nicht mehr zu geben, Schaufenster leer. Martina war geknickt.

Der Edeka-Laden ist witzig: Post, Lottoannahme, Getränkemarkt, erweitertes Warenprogramm mit allem was man so braucht, womöglich gar Landmaschinen 😉

Abends wieder das übliche Programm, nach Penny-Steaks Feierabendbierchen, Abendrot, Fledermäuse und Myriaden von Mücken.

 


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Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 2 🏕

Samstag, 05.08.2017

Flüchtlinge? Hier?

Morgens beim Frühstück erst mal eine merkwürdige Begegnung (siehe Bild rechts)! Außerdem hörte ich mehrfach einen Vogel,dessen Gesang wie „Katze der man auf den Schwanz tritt“ klang — gut-Amsel groß, sehr scheu, Amselweibchen-mit grün-gepudert-Farbe — keine Ahnung! Außerdem einen sehr großen Greifvogel! Unser „Kühlschrank“-Thermometer zeigte auf dem Kühlbox-Boden 2,5°C an. Kaffeewasser mit unserem alten Wasserkocher (1,2 kW, Campingstrom-tauglich) gebrüht — dekadent! Ein versuchter Wespen-Suizid im Kaffeebecher brachte Martina etwas aus der Fassung. Die neulich von Ulrike „geerbten“ kleinen Schraubverschluss-Gläschen waren prima für Marmeladen und Leberwurst in Campingwochen-Portionen.

Dann musste ich natürlich mal zu einer Bootsgasse fahren, ich entschied mich für die oberhalb des Platzes, um ein paar Proberutschen zu fahren. Der „Aufstieg“ war doch etwas zeitraubend, die stärkere Strömung wegen des Aller-Hochwassers schien mir noch spürbar, auch wenn der „Flutberg“ (Pegel Langlingen) weitgehend abgelaufen war.

Oberhalb des Wehrs begegnete mir eine Gruppe sturzbetrunkener Kanuten. In jedem Canadier ein mehr oder weniger vollständig geleerter Bierkasten und ein stark dezimierter Spirituosenvorrat. Die Leute waren zu betrunken, um aufrecht im Boot zu sitzen, ein Canadier lag (voll Wasser) tief im Wasser, wurde von einem Schwimmer gezogen, während ein zweiter ehemaliger Insasse nebenher schwamm. Ein 2. Canadier kippte 30m vor dem Steg in völlig ruhigem Wasser „einfach so“ um — hatten sich alle Insassen zur gleichen Seite zum Kotzen über die Bordwand gelehnt? Ich schaute erst hin, als ich es planschen hörte. Was für ein Bootsverleih lässt das denn zu, dass vor der Abfahrt solche Mengen Alkoholika ins Boot geladen werden? Auch auf dem Wasser gilt eine Promillegrenze, ist auf Gewässern und in Bundesländern unterschiedlich geregelt, aber stets an STVO angelehnt. Verantwortungslos! Die Truppe begegnete mir später noch wieder — die feierten vom Nachmittag bis tief in die Nacht nebenan lautstark einen Junggesellenabschied.

Meine 3 Abfahrten machten mir Spaß, die Schaummengen auf der Aller fand ich doch etwas verdächtig. Meistens sind das allerdings nur „zerkloppte“ Kleinstlebewesen, deren Reste dann mit (am Wehr bei Hochwasserströmung vermehrt ins Wasser eingetragenen) Sauerstoff reagieren und diese Schaumberge bilden. Dazu kommt oft ein „irgendwie fäkaler“ Geruch.

Wer aus dem Boot fällt …

… nimmt ein unfreiwilliges Schaumbad

Ich war pünktlich zum Mittagssnack wieder am Zeltplatz, anschließend nutzten wir Regenschauer-bedingte Zwantspause für ein Mittagsnickerchen im Zelt. Zum Um-Die-Ecke-Denken sind wir nicht gekommen.

Abendessen: Miracoli  (252g Nudeleinwaage) mit vorgewärmten Wasser aus dem elektrischen Wasserkocher!

 


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Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 1 🏕

Wir waren mal wieder ein paar Tage zum Ausspannen in Schwachhausen.

Freitag, 04.08.2017

Eigentlich wollten wir ja mit fertig gepacktem Auto zum Mittags-Notartermin — der sich dann als nervig erwies, ich gewann den Eindruck, man sollte den Notar feuern, seine Demission ein paar Tage später machte diese Überlegung gegenstandslos — aber wie das so ist, plötzlich gibt es doch noch tausend Dinge zu tun … So kamen wir dann doch erst am mittelspäten Nachmittag los, einigermaßen groggy vom Auto-packen.

Anreise zum Allerstrand-Campingplatz problemlos, „unsere“ Zeltwiese war frei, gehörte uns ganz allein. Schnell das Zelt aufgebaut, die neu erstandenen Mobicool Kühlbox  mit etwas Mühe angeschlossen, da der Stecker der CEE Adapterleitung reichlich lang war, sich nur mit roher Gewalt in die Campingstrom-Anschlussbox quetschen ließ.

Nach dem musste ich natürlich noch schnell eine Twist-Probefahrt auf der Aller zur Brücke oberhalb des Campingplatzes machen. Mein alter Einstieg war praktisch unbenutzbar, da das Ufer von den Regenfällen der vergangenen Wochen noch weich und glitschig war. Ich saute mich ganz schön ein, wäre fast in die Aller gerutscht, benutzte dann doch lieber den Steg bei den Wohnwagen-Nachbarn. Zum Abendessen gab es Nackensteaks + Bratwürste vom Grill (während der Anreise beim örtlichen Schlachter erstanden). Das Anfeuern war etwas schwierig, die 15 Jahre alten Anzünder aus dem Grillkarton erfüllten inzwischen höchste Brandschutzanforderungen, gut das Martina sicherheitshalber noch neue gekauft hatte.

Anschließend gab es Feierabendbierchen mit phantastischem Abendhimmel.

Später sahen wir noch tolle Wolkenspiele um den Fast-Vollmond herum. Am Sanitärhäuschen sahen die Laternen-angestrahlten Bäume vor pechschwarzem Nachthimmel wie eine mystische Märchenoper-Kulisse aus.


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Paddeltour mit Hindernissen von Braunschweig nach Watenbüttel

Das Wetter war vielversprechend, also entschied ich mich Samstag früh spontan für eine Paddeltour. Erst dachte ich an Wolfenbüttel-Braunschweig, aber bei den niedrigen Pegelständen (überall wenige zig cm unter Normal) wusste ich nicht, ob das ab Kenosha-Brücke klappt, und zur Sèvres-Brücke muss ich vom Bus aus immer noch ein ganzes Stückchen laufen, wozu ich nach fast 10km Hundespaziergang am Vortag noch keine Lust wieder hatte. Also BS → Watenbüttel, für Direktanreise mit der Buslinie 4-4-3 (so spricht man das hier)  zur Einsetzstelle erst gegen kurz vor 09:00 Uhr.

… nahe der Einsetzstelle

Bei Aldi und Netto geklaute Einkaufswagen …

Der Twist war dort dann schnell aufgepumpt, 2 Photos von Einkaufswagen, die am Ufer lagen, gemacht (morgen informiere ich die Eigentümer), beim Einsteigen kackte mir ein Vogel im Überflug auf die Hand, ein untrügliches Vorzeichen, dass es eine ganz phantastische Fahrt wird. Und los ging es. Schon nach kurzer Fahrt erreicht man (auch bei heute „fast 0 Strömung“) die erste Umtragung am Petriwehr, wo sich ein kleines Mädchen (frühes Vorschulalter) von der Brücke aus unbedingt meine komplette Umtragung anschauen wollte, und vom Vater vorher nicht zum Weiterfahren zu bewegen war. Vielleicht das Schlüsselerlebnis für eine Hobbypadderlinnen-Karriere?

Weiter ging es, die Vegetation war nun schon viel weiter als bei meiner Braunschweig-Umrundung neulich, und die Rosskastanienminiermotte treibt schon wieder ihr schädliches Unwesen; die Seerosenblüte ist auch schon in vollem Gange. Sonst bin ich ja bei einer Beeren-Naschgelegenheit am Ufer selten abgeneigt, aber die hier waren mir zu eklig eingepackt. Keine Aufreger, einfach nur schön — die Oker begeistert mich immer wieder. Auf dem weiteren Weg zum Ölper Wehr kam ich wieder unter der neuen Ringgleisbrücke entlang. Am linken Ufer ist immer noch eine Baustelle, die Boote werden wohl nicht mehr regelmäßig benötigt 😉

Ich sah noch Falschen Jasmin, eingesponnene Weidenzweige — Gespinstmotten (womöglich die Weiden-Gespinstmotte (Yponomeuta rorrella) am Werk? Ich kann mich nicht erinnern, das schon mal so oft und eindrucksvoll (einige Bäume — immer Weiden — waren fast komplett zugesponnen) gesehen zu haben.

Die Bootsgasse am Ölper Wehr wollte ich mir erst mal anschauen — nicht dass ein Scherzkeks einen Einkaufswagen darin verkeilt hat, oder was sonst noch an Ungemach drohen könnte. Zunächst kam mir über die Entchenrampe (darüber findet man in der Fachliteratur zum Wehrbau wieder gar-nichts) eine Entenmama mit vielen Küken entgegen. Ich hatte sie schon unterhalb des Wehres auf die Rampe zuschwimmen und „aussteigen“ gesehen. Erst war ich denen unheimlich, sie drehten stante pede um, als ich mich dem oberen Ende der Bootsgasse näherte. Aber ich setzte mein treuherzigstes Gesicht auf, und die Entenmama war überzeugt, setzte den Weg fort. Die kleinen schnabulierten noch etwas Ufergras am oberen Steg, verschmähten die Entengrütze. Die Entenmutter war noch einen interessiert-fachmännischen Blick auf den Twist, dann rief sie die kleinen zur Weiterreise zusammen, und weg waren sie. Süüüüß 🙂

Inzwischen war ein Vater mit Tochter und Sohn im späten Vorschulalter (vermute ich alles mal so) aufgetaucht, während ich zusah, weiter zu kommen, der von mir bewusst gewählte leicht zu lösende Knoten hatte sich selbst gelöst. Die Kinder bekamen „Das Wehr“ erklärt und die Nachdenkaufgabe, wofür denn wohl der schnell abwärts schießende kleine Bach neben dem Wehr sein könnte. Pflichtgemäß setzte ich eine Spoiler-Warnung ab: „Gleich führe ich vor, wofür das ist“, und fuhr 2 Minuten später (nach der vielen Übung neulich) selbstsicher wie Graf Kox die Bootsgasse herunter, machte den Vater von unten noch kurz darauf aufmerksam, dass er noch gar nichts zur Entchen-Rampe gesagt hatte (hoffentlich bekommt das Petriwehr bei der Umgestaltung auch so etwas 😉)  und fuhr weiter.

Es gab nun richtig etwas Strömung (1 … 2 km/h), so dass ich erst mal flott voran kam.

Bis hier! Ich dachte natürlich gleich „Scheiß A2“, aber es war natürlich die A391, wo ich unmittelbar vor der Autobahnbrücke die erste „Vollsperrung“ erlebte. Ich erzähle ja öfters, wie ich — wenn ein in den Bach gestürzter Baum den Wasserweg blockiert — „mit dem Twist zwischen den Zähnen durch eine Baumkrone klettere“. Hier etwas weniger dramatisch: Aussteigen → Lage peilen → Boot herausziehen und wenige Meter weiter wieder einsetzen → Weiter fahren! Ich muss mal wieder etwas balancieren üben, ich war (auch Alters-bedingt) etwas ängstlich und tatsächlich unsicher, das gab sich aber schon während der Aktion weitgehend. So eine Umsetzaktion dauert normalerweise keine 5 Minuten, hier dieses Mal wegen der Photos etwas länger. Jedenfalls geht das so meistens sehr viel schneller als auf dem letzten halben Kilometer am steilen, hohen, mit Brennnesseln bewachsenen Ufer (ist bei Hindernissen meistens so) einen Ausstieg zu finden, von dem dann noch ein passierbarer Weg zu einer geeigneten Einsetzstelle möglichst dicht hinter dem Hindernis führt … . Bei der Baumstamm-Kraxelei kam mir zu zupass, dass die Waage nach dem Aufstehen zum ersten mal seit 2014 wieder nur eine 2 vor dem Komma angezeigt hatte 🙂

Die Alte Landwehr bei Veltenhof (Nr. 15 im PDF) habe ich vor lauter anderen Sehenswürdigkeiten gar nicht bemerkt.

Ärgernis Verpackungsmüll – hier für Angel-Köderwürmer.

Weiter ging es unter der Okerbrücke bei Veltenhof durch, bei der ich immer wieder staune, dass ich vor etlichen Jahren mal bei einem Hochwasser dort entlang kam, bei dem ich mit dem Junior (damals noch) nur mit Getrickse flach im Boot liegend drunter durch kam, durch schöne Flusslandschaft mit Klatschmohn, Bäumen mit und ohne Schwefelporlingen, Seegras (😉? oder hat da nur wieder jemand seine Gartenabfälle in die Oker gekippt?), und leider immer wieder auch mal an (Hauptsächlich: Verpackungs-) Müll vorbei. Im Abschnitt Veltenhof mit größter Stückzahl vertreten: Verpackungen von Angelköder-Würmern (Tauwurm aus Kanada) — viel zu viele , als dass das alles versehentlich in die Oker gewehte Verpackungen sein könnte. Was für ein hirnverbrannter Armleuchter von Angler muss man sein, um diese Verpackungen in den Fluss zu werfen? Wahrscheinlich kacken die zu Hause auch in die Küche 😠.

Irgendwo ein gutes Stück hinter Veltenhof kam dann eine Blockade, die nicht „mit dem Boot zwischen den Zähnen duchklettern“ zu meistern war: lose zusammengeschwemmte Balken, Äste, Zweige, sonstiger Krams, nichts, auf das man steigen könnte, aber viel zu fest, um einfach mit Karacho durchzufahren — schon gar nicht mit einem IK.

Das war etwas für meinen Spieltrieb! Zunächst schleppte ich an der Achterleine des Bootes einige größere Pflöcke, Balken und Äste aus der Insel, dann stieg ich direkt vor der angeschwemmten Insel am flachen rechten Ufer aus und knotete noch einen größeren Ast aus dem Gewirr. Immer, wenn ich einen weiteren Schritt im schwarzen Schlamm tat, stiegen verdächtige Bläschen aus dem Grund. Dann hatte die Insel keinen halt mehr und schwamm, sich allmählich auflösend, davon. Die Durchfahrt war wieder frei.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hier ist vorbeischieben angesagt.

Ich sah zu, dass ich die Inselreste überholte, nicht dass der ganze Kladderadatsch sich vor mir an einer Engstelle zu einer neuen Sperre zusammenballt. Und tatsächlich kam schon wenige hundert Meter weiter die nächste „Vollsperrung“. Weder Drüberklettern noch Zerlegung waren aussichtsreich, also war Rechts-dran-vorbeikraxeln angesagt. Prallhang, die Oker schon direkt am Ufer viel zu tief, um drin zu stehen, das Ufer steil und glitschig … . Das war gar nicht so einfach! Aber wie schon der Filmtitel suggerierte, Rainer kam durch.

Am Ziel!

Ohne nennenswerte weitere Hindernisse erreichte ich das Ziel, den Okerdüker bei Watenbüttel. Boot etwas gereinigt und kurz trocknen lassen, eingepackt, in den Ort gegangen, 2 Minuten später kam der Bus, und heimwärts ging es. Leider hatte ich nicht daran gedacht, auch das Portemonnaie in den wasserdichten Beutel zu packen, und im Twist sitzt man öfters mal in eine Pfütze. Schon mal versucht, eine paddelnasse Fahrkarte vom Zehnerstreifen in den Entwertungsstempler zu schieben? Nach einigem Gepruckel gelang es mir dann doch. Am Donauknoten noch schnell etwas Abendessen gekauft (der Kassierer betrachtete etwas irritiert mein Boot im Einkaufswagen — 💭 „War da was im Angebot …?“ 💭

Das war eine tolle Fahrt, auch wenn ich dieses mal keinen einzigen Eisvogel sah — dafür aber 2 Rehe beim Trinken am Ufer. Kein Beweisphoto, die sind viel zu scheu, ehe ich überhaupt daran denken kann, die DigiCam einzuschalten, sind Rehe immer schon wieder im Dickicht verschwunden.


Ein paar Fakten zur Tour:

  • Fahrstrecke vom Einstieg in Braunschweig am Wilhelmitorufer bis zum Ausstieg am Okerdüker: gut 14  km. Hier der GPX-Track (geringfügig nachbearbeitet)!
  • Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: gut (nur jeweils wenige Minuten Fußweg bis zur nächsten Bushaltestelle)
  • Umtragungen: 1 am Petriwehr
  • Bootsgassen: 1 am Ölper-Wehr
  • Sohlschwellen, Stromschnellen etc.: keine nennenswerten
  • Temporäre (unpassierbare) Hindernisse durch umgestürzte Bäume oder ähnliches: 3 zwischen A391 und Ziel
  • Schwierigkeit: Außer bei temporären Hindernissen (oder besonderen Bedingungen wie Hochwasser) gering, auch für weniger geübte Fahrer leicht zu meistern. Keine überdurchschnittliche Kondition erforderlich. Da aber immer mit unpassierbaren Hindernissen zu rechnen ist darf Ein- und Aussteigen auch bei schwierigen Bedingungen kein Problem sein.

 


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Busfahrt mit digitaler Fahrkarte

Mit selbstgedruckten DB-Fahrkarten aus deren Onlineshop fahre ich ja schon seit vielen Jahren, aber gestern wollten Martina und ich es wissen und mal mit einer „Fahrkarte auffem Handy“ fahren – Martina schickte mich als Tester für eine 2er-Tageskarte vor.

face-angry Martina erhielt die Info, die App gäbe es nur ab iOS 7. Nun stehe ich der Entwicklung, dass man für jeden Furz eine gesonderte App braucht, obwohl sich derselbe Vorgang auch seit Jahrzehnten bequem in einem Browser erledigen ließ, eh ablehnend gegenüber. Und so wird ein Anreiz (oder gar Zwang) geliefert, ein eigentlich noch gut funktionierendes Gerät auf den Müll zu werfen, weil es für Alltagstätigkeiten nicht mehr zu gebrauchen ist.

face-smile Aber für Android 4 (auf meinem Tablet) gibt es eine App – ausprobiert habe ich sie noch nicht.

face-smileUnd das alles soll auch im Browser funktionieren. Also in meinem SeaMonkey frohgemut die Kontoeröffnung per Kartenkaufversuch gestartet.

face-plainDie Kontoeinrichtung finde ich in manchen Details nicht richtig geglückt, man kann (wenn ich nichts übersehen habe) nicht gleich alle Angaben wie beispielsweise bevorzugte Zahlungsweise vollständig hinterlegen, Kreditkartennummer etc. wird erst beim ersten Kartenkauf abgefragt. Rechtsklick auf Hyperlink funktioniert oft nicht, man muss ein Popup öffnen, und wer weiß, ob alle Blocker damit umgehen können, …

face-plainDer Bestellvorgang selbst ist nicht allzu kompliziert, allerdings gibt es immer wieder unklare Formulierungen und Funktionen, beispielsweise hatte ich schon „Download/Email“ gewählt, wurde an anderer Stelle aber nach Postversand hierhin oder woandershin (per Radio-Buttons) gefragt, was dann doch wieder Zweifel weckt, ob das wirklich mit dem Email-Versand klappen wird. Auch in der endgültigen Bestellung steht dann ein Dwonload/Email an eine Postanschrift — seltsame Sache.

face-angryDen versprochenen Email-Versand gibt es nicht (oder er ist so gut versteckt, dass ich ihn nicht fand). Und das war schon etwas verhängnisvoll, da mein SeaMonkey bei Klick auf Fahrkarte drucken ein Download startete und eine Datei security2.php auf die Festplatte schaufelte. Spätere Klärung zeigte, dass die heruntergeladene Datei eine „%PDF-1.3“ ist und nach Umbenennung einfach mit Adobe-Reader geöffnet werden kann. Aber wenn in 5 Minuten der letzte Bus kommt fehlt einem etwas die Ruhe für solche Nachforschungen … . Dasselbe Problem bestand auch im Firefox unter Android 4, und da weiß ich als Gelegenheitsnutzer nicht einmal, wie ich eine Dateinamenserweiterung ändere, damit Android kapiert, dass die Datei als PDF geöffnet werden soll. Um solchen Schwierigkeiten von vornherein aus dem Weg zu gehen wäre ein simple PDF-als-Email-Versand sicher sinnvoll — Ich schlage das mal vor.

face-sadIm übrigen ist Fahrkarte drucken keine besonders glückliche Formulierung für die tatsächlich vorgesehene Funktion Fahrkarte im Browser anzeigen.

Wie man sieht hätte ich mit dem Zeitaufwand für diesen Erstkauf (Ersparnis gegenüber 4 Fahrkarten vom 10er-Streifen: in diesem Fall 0,70 €) locker die 700m zum Kiosk und zurück spazieren können, aber wir wollen ja gewappnet sein.

Und hier ist unser Erstling:

security2

Wir sahen niemand anderen per Handyvorzeigen seine Fahrberechtigung nachweisen und fühlten uns cool 😉

Meine Jungfernfahrt in Buslinie 443 mit dem kürzesten Anmarsch (ab Lechstraße) aller ÖPNV-Verbindungen hier brachte noch 2 Erkenntnisse:

  1. Martina schimpft immer über die lauten und rücksichtslosen Schüler vormittags, aber die abendliche Rentnertruppe war auch  nicht ohne. Die meisten schon ein wenig schwerhörig(?), brüllten sie ihre Unterhaltung(en) quer durch den Bus, als wenn sie allein auf der Welt wären,  und wenn zusätzlich zur Lautstärke noch Nähe für die Verständigung nötig war, stellte sich auch gern einer der Gesprächspartner in den Mittelgang  —  dezente Bitten um Durchlass neuer Passagiere konnten sie bei dem Höllenlärm natürlich nicht wahrnehmen.
  2. Die 443 fährt ja bei meinem „Mit Boot-und-Fahrrad-zum-Fluss-und-dann-lospaddel-Einstieg“ vorbei. Das eröffnet völlig neue Paddelmöglichkeiten, gegenüber meinem Standard-Einstieg-mit-StraBa-Anfahrt am Botanischen Garten hat der an der Hohetorbrücke einige Vorteile, beispielsweise gesparte Wendenwehrumtragung bei Fahrten nach Norden.

Auch sonst war der Abend nett.

@Irene: das mit der Werkstattrückfahrt-ÖPNV-Verbindung habe ich leider letzten Sonntag vergessen.

 

 

 


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Twist Luftkajak: Ausrüstungstest

Schulter-Tragekomfort

Schulter-Tragekomfort

Ich will ja diesen Sommer noch die letzte Oker-Etappe von Volkse bis zur Mündung der Oker in die Aller fahren – lange ÖPNV-Strecken und Fußmärsche dabei, da muss man sich auf seine Ausrüstung verlassen können. Deshalb habe ich am Sonntag einen Ausrüstungstest gemacht, auch, um zu sehen, ob der um die Verschlussschnur des Bootsbeutels gewickelte Waschlappen wirklich verhindert, dass die Schnur unangenehm auf der Schulter einschneidet. Eine Fahrt nach Leiferde (Track: nur Rückfahrt) schien mir dafür gerade richtig. Weiterlesen