RainerSeiner

Privates von Rainer B.


Ein Kommentar

Eichhörnchen-Imbiss „zum fröhlichen Hansi“

Eichhörnchen-Imbiss: passt, wackelt und hat Luft

Unser neuer Eichhörnchen-Imbiss feierte heute endlich am geplanten Aufstellort Einweihung. Schon seit langem legen wir für die Eichhörnchen immer mal eine Walnuss raus – und manchmal auch mal 2. Mit einer (für unsere Vorstellungswelt) waghalsigen Kletterei kommen sie dann aus dem Hochspannungspark-Randwäldchen auf die Fassade und problemlos auf unseren Balkon. Gelegentlich korrigieren sie dann noch Martinas Gärtnerei in den Balkonkästen, bevor sie sich mit der Nuss wieder auf und davon machen.

Allerdings kamen auch öfters Krähen vorbei, und wenn die so etwas erst mal spitz gekriegt haben … . Mit einer Krähen-Futterstelle würden wir uns bei den Mitbewohnern nicht beliebt machen. Verschiedene Krähenabwehr- Schikanen bewährten sich nicht, also schafften wir das Häuschen an. Konnten es aber nirgends so recht montieren (Wärmedämmfassade!). Die kleinen hatten das mit der Futterstelle schon kapiert (bisher ohne Scheibe), aber einmal fiel das Häuschen dann herunter, als das Eichhörnchen Absprang.

Schon länger lag das Material für eine solide Halterung am Balkongeländer hier herum, aber irgendwie ergab es sich nie. Also ging ich dann doch mal zu unseren talentierten Handwerkern in der Nachbarschaftswerkstatt (Nachbarschaftszentrum Elbestraße 45). Die Nachbarschaftshelfer gingen mir bei ein paar einfachen Kleinigkeiten zur Hand (messen, anzeichnen, sägen, feilen, …), ich erledigte die schwierigen Arbeiten (Sägespäne aufsaugen, aufräumen), und bald waren die Teile zugesägt. Man machte mir Mut, die Eichhörnchen kapieren das, auch mit eingebauter Scheibe und Dach hochklappen. Einer wusste sogar zu berichten, dass sich einige Nachbarn inzwischen über das dauernde Deckel-Klappern beschweren …

Heute Vormittag kam ich endlich zum Zusammenbauen  der Halterung, sitzt bombenfest.

Jetzt müssen nur noch die Gäste kommen 🙂

Advertisements


Ein Kommentar

Es muss nicht immer Goethe sein …

Heinz-Dieter Vonau und Karl W. Haak mit „Neues und noch nicht Gehörtes …“ im Kulturpunkt West

Am letzten Sonntag (14.01.18) besuchten wir die oben genannte Veranstaltung, da uns die vorangegangene aus der Reihe (Papiertheater Fabula: Mathemärchen am 10.12.17) sehr gut gefallen hatte.

Von Heinz-Dieter Vonau hatte ich ehrlich gesagt noch nie vorher gehört.

Karl W. Haak kenne noch aus der Zeit, als er die eine Hälfte des Duos Twice war — zumindest einigen Hörern von Radio Okerwelle dürfte das etwas sagen, da werden gelegentlich Titel der beiden gespielt („You’re Gonna Make Me Lonesome When You Go“ von Bob Dylan, „Circle“ von  Edie Brickell & New Bohemians (wenn ich mich recht erinnere) …). Auch wenn er jetzt allein spielt wirkt sein Gitarren-Spiel noch mit demselben Zauber auf mich: nach wenigen Augenblicken überkommt mich eine wohlige Ruhe und Gelassenheit, es ist einfach schön.

Heinz-Dieter Vonaus Geschichtchen passten gut in den fast (Groß-) familiären Rahmen des KPW. Es hatte fast etwas wie bei einer Familienfeier, wenn einer der Verwandten etwas vorträgt. Nein, nicht der, bei dessen Auftritt man vor lauter Fremdschämen nicht weiß, wohin man schauen soll, sondern der, auf dessen „Auftritt“ man sich zu recht schon lange vorher gefreut hat. Es war ein buntes Potpourri mit Geschichtchen wie aus dem Leben, natürlich etwas überspitzt. Bei manchen glucksten alle im Saal vor Lachen, mit manchen konnte ich wenig anfangen, andere machten nachdenklich, einige schienen nicht nur mich an Situationen zu erinnern, die man fast genau so selbst schon erlebt hat. Wir fanden es hinreißend.

Leider hatte die Familiäre Atmosphäre und der Aufbau des Zuschauerbereichs mit Stühlen und Tischchen auch Nachteile. Besonders nach der Pause verspeisten Zuschauer unter vernehmlichen Besteckklappern Kuchen oder Krakauer-Würstchen, unterhielten sich gar darüber, ob nun letztere oder die auf dem letzten Weihnachtsmarkt schmackhafter waren — lästig! Auch, dass manche Zuschauer die Musik-Einlagen für Pausen-Hintergrundgeklimper zu halten schienen und die Zeit für Toilettengang, Geschirr-Zusammenstellen oder ein kleines Schwätzchen nutzten, hat mich sehr gestört.

Lieber so – oder doch die Tischchen beibehalten?

Obwohl wir beide von der Veranstaltung einigermaßen begeistert waren bleibt so doch leider auch ein wenig Verdrießlichkeit. Martina fände eine klassische Zuschauer-Reihenanordnung wie im Kino —  ohne Tische — als Problemlösung besser, während ich die Zwanglosigkeit der gewählte Anordnung mit Tischen im Raum schon schöner finde — es gibt wohl keine Patentlösung.

Wir gehen auf jeden Fall wieder hin, wenn es im KPW wieder heißt: „Es muss nicht immer Goethe sein“.

 

 

Ein Herz für Wildschweine

Hinterlasse einen Kommentar

Da denke ich aber sowas von genau so drüber …

Deister Hiking Trails

Das Wildschwein als Bauernopfer!

Im Deister leben viele Wildschweine und ich bin bereits zahlreichen Tieren begegnet. Immer mit RESPEKT! Mir ist bewusst, dass diese sehr faszinierenden Tiere bei uns stark bejagt werden, um den Bestand einzudämmen. Bei der aktuellen Diskussion um die Afrikanische Schweinepest und Forderung von Wildschweinabschüssen (70 % des Bestandes!) platzt mir die Hutschnur! Für ein hausgemachtes Problem durch Menschen wird mal wieder eine Wildtierart zur „Verantwortung“ gezogen! Müssen immer gleich Massentötungen stattfinden? Gibt es keine andere Strategien, um Seuchen einzudämmen?

Hier Fotos von meiner letzten aufregenden Begegnung mit einer Wildschweinfamilie im Deister. Die Bildqualität ist zwar nicht besonders gut gelungen, aber dafür war das Erlebnis im August 2017 etwas Besonderes. Empörte Grüße aus dem Deisterland!

Link zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung: Das Wildschwein als Bauernopfer

Ursprünglichen Post anzeigen

This gallery contains 5 photos


Hinterlasse einen Kommentar

🌬 Neujahrsradeln 🚴

Ich wollte gestern das Jahr nicht faul angehen, sondern gleich beginnen, die Feiertagspfunde wieder abzustrampeln. Vormittags-Wetter zeigte steigende Sonnigkeitstendenz, also ʼrauf aufs Rad zu einer kleinen Fernsehturm-Umrundung. Auf der Straße vor der Haustür und in Broitzem war die Aussicht eher weniger erfreulich, …

… von oben am Fernsehturm dann aber phantastische Fernsicht! Dann gleich am ersten Tag des Jahres ein Novum, der Gegenwind war so heftig, dass ich mich die Abfahrt nach Geitelde gegen den Sturm im ersten Gang herunter-kämpfen musste. Das hat mir die letzten Reste 2017 bestimmt aus den Klamotten gepustet.

Auf der Rückfahrt durch das Geitelder Holz hatte ich mit einem anderen Problem zu kämpfen, die Mischung aus Matsch und Blättern pappte stets nach wenigen Metern zu dicken Brems-Pfropfen zwischen Reifen und Schutzblech zusammen, so dass ich nicht weiter kam, erst mal die Räder wieder gängig bekommen musste. An Weiterfahrt war im Wald nicht mehr zu denken, schieben ging auch immer nur für wenige, bestenfalls zig Meter, ich war schon drauf und dran, das Fahrrad zu tragen. Aber dann zeigte sich: rückwärts schieben ging problemlos. Ich war ja voriges Jahr öfters auf matschigen Waldwegen unterwegs, hatte dabei ein solches Problem aber nie erlebt — kein Laub im Matsch halt.

Zuhause in der Lechstraße erwartete mich vor der Haustür dann der mutige kleine Winterling 🙂

Das war schon mal gar kein schlechter Jahresanfang, ich zitiere jetzt aber mal nicht aus Hermann Hesses Stufen, sondern lasse mich einfach nur vom neuen Jahr anlächeln.