RainerSeiner

Privates von Rainer B.


Ein Kommentar

Oker-Paddeltour von Wolfenbüttel nach Braunschweig

Rossmanntüte

Rossmanntüte

Die Tour bin ich schon gelegentlich gefahren, aber noch nie seit unserem Umzug in die Weststadt.

Am Samstag Abend habe ich noch das Boot geflickt, Busverbindung herausgesucht, am Sonntag ging es dann gegen 09:30 viel später als eigentlich für eine Sonnenaufgangs-Paddeltour“ geplant los. Meiner neuen „Packrafting“-Leidenschaft folgend mit Straßenbahn und Bus nach Wolfenbüttel, Einstieg dieses mal nicht an der Kenosha-Brücke (bei dem derzeit geringen Wasserstand hätte ich das Boot wohl die ersten 300m hinter mir herziehen müssen), sondern an der Sèvres-Brücke  am Ostufer des Hauptarms (ein paar hundert Meter mehr zu laufen). Bei niedrigem Wasserstand geht das besch….. (jedenfalls wenn man keine nassen Füße mag) — ich schob die vordere Hälfte des Boots in das Abwasser(?)-Rohr, wo ich trockenen Fußes einsteigen konnte, und ohne sonderlich viel Bodenberührung dann in die Oker zurücksetzen konnte. Nicht schön, aber am Seitenarm wäre es noch schwieriger gewesen.

Müll + Entengrütze

Müll + Entengrütze

Schon auf dem ersten Kilometer sah ich aus relativ naher Distanz (gut 20m?) wie erhofft einen Eisvogel auffliegen, damit war dieser Programmpunkt schon mal erledigt. Wie vermutet war der Wasserstand über weite strecken ca. 20cm niedriger als normal, es reichte aber, um überall problemlos durch zu kommen. Die Landschaft war noch weniger herbstlich als bei der letzten Fahrt, aber auch schön. Die Fahrt in der Nähe von Autobahnbrücken ist und bleibt nervig, und leider sieht man jede Menge Müll (zumeist aus Plastik) auf der Oker schwimmen. Gemütlich fuhr ich nach Leiferde, wo ich an einem schon gelegentlich genutzten Steg ein Päuschen einlegte. Zu meiner Überraschung kam nach wenigen Minuten ein Stand-Up-Paddling – Paar aus Richtung Wolfenbüttel. Wir tauschten kurz woher-wohin aus, sie erkundeten für andere SUPer die Fahrt WF-BS. Einen Unterschied zum „normalen Kajaken“ sah ich sofort – ich musste bei der Durchfahrt unter der Fischerbrücke  nicht den Kopf einziehen 😉

Wenige Kilometer weiter machten die beiden Pause und ich überholte sie. Bis dahin kam mit noch ein anderes SUP-Paar entgegen, auf einem Brett fuhr ein Hund mit – kaum zu glauben! Auch andere Kajaks traf ich (aller stromaufwärts fahrend, seltsam!).

Durch die Bootsgasse am Wehr bei Rüningen führte mehr Wasser als erwartet, Durchfahrt war problemlos. Der Bootsverkehr nahm weiter zu, besondere Naturschauspiele sah ich keine, hier nahm ich die Abkürzung. Auffällig waren die Unmengen an „Entengrütze“ — kann man angeblich auch essen … . Auch sonst (unter der Wasseroberfläche) fand ich die Oker „zugewachsener“ als ich sie sonst für diese Jahreszeit in Erinnerung hatte.

Am Anleger bei Schloss Richmond fand gerade ein Foto-Shooting mit prächtig gekleidetem Brautpaar statt, ob echte Hochzeit oder Fotos für Brautmodenwerbung konnte ich nicht ergründen, die Gespräche über die Oker hinweg waren auf Russisch.

Nach kurzem Beobachtungs-Halt (ohne Auszusteigen)  bei den Okerbienen inspizierte ich per Pedes die Befahrbarkeit der Bootsgasse am Eisenbüttler Wehr. Die war grenzwertig, viele der Bürsten schauten deutlich aus dem Wasser, richtig gut geht es, wenn alle von Wasser bedeckt sind. Die Kajaker-Truppe, die kurz vor mir Flussabwärts dort angekommen war, entschied sich für Umtragung und hatte die für mich nicht ohne weiteres nachvollziehbare Hypothese, mit einem Luftboot wäre das ja risikoärmer, weil nichts kaputt geht, wenn man damit gegen einen Felsen kracht. So weit richtig, aber Nägel, Bleche und Glasscherben auf dem Grund oder in den Bürsten verfangen … ! Ich befand die Gasse für gerade so noch befahrbar und lag richtig damit. An einer stelle musste ich im Twist etwas „hüpfen“, über die restlichen Borstenhindernesse kam ich langsam aber sicher ohne Tricks hinweg.

An der Drachenbrücke dann ein kleiner Aufreger, die Durchfahrt war wegen des Entenrennens auf der Oker per Netz vorübergehend gesperrt, wer höflich fragte wurde aber durchgelassen.

Bald darauf erreichte ich meinen Standard-Ausstieg für Heimfahrt mit der Straßenbahnlinie 5. Auf der Astgabel meines Ausstiegs-Baums saßen 2 Jugendliche im frühen Studentenalter, hörten Musik und philosophierten über gesamtgesellschaftliche Fragen. Ich schwang erst den Po auf den waagrecht liegenden Baumstamm und balancierte dann unter leicht hämischen Kommentaren etwas unsicher zum Ufer. Das Balancieren wird im Alter nicht besser, und nach dem langen Sitzen sind die Beine auch erst mal immer etwas Taub. Ging aber alles gut, und nach wenigen Minuten hatte ich das Boot verpackt und ging zur Straßenbahn, die nach 10 Minuten pünktlich kam.

Das war schön.

Und hier der GPS-Track zur Tour.


Hinterlasse einen Kommentar

Oker-Spaziergang — auf dem Wasser

Wegen einer Unwetterwarnung bleibe ich noch lange nicht zu Hause

Mann, es ist schon fast August, und heute erst schaffe ich (nach wenigen Vatertag-Fahrten auf der Weser) endlich die erste kleine Tour auf  der Oker. Es war zwar Sturm angesagt, aber erst ab Mittag, also ging ich kurz entschlossen los.

Einstieg nach wenigen Minuten Anmarsch mit verpacktem Boot und kurzem Aufpumpen noch mal gegenüber der ehemaligen Oker-Terrassen, dann die übliche kleine Standard-Tour: Eisenbüttler Wehr → Etwas rumgetrödel + Unterbodenwäsche → Zurück nach Hause.

Weiterlesen


Ein Kommentar

Okerfahrt von Wolfenbüttel nach Braunschweig

Naturgemäß etwas ähnlich wie diese Fahrt, und doch wegen der anderen Jahreszeit ganz anders!

Fahrt nach Wolfenbüttel natürlich zünftig mit dem Bus, auf den Wiesen waberte gegen 08:00 Uhr noch der Morgennebel. Meine Ausstiegshaltestelle habe ich verpasst, also musste ich wenige Minuten zurück zur Kenosha-Brücke zum Einstieg. Ursprünglich wollte ich an der Bushaltestelle einsteigen, das Morgentau-nasse Gras am sehr steilen Ufer mit Matsch am Einstieg war mir aber nicht geheuer, ich habe mir das gar nicht erst angesehen, sondern bin wieder über das Brückengeländer geturnt und hinter der Brücke am linken Ufer eingestiegen, nachdem ich den Twist eben aufgepumpt hatte. Die Bootsgasse unter der Brücke schien mir heute befahrbar, sieht aber mit den dicken Felsen nicht ganz einfach aus, links sollte es am besten gehen.

Pegel Groß Schwülper: Normal 260 cm a.P. / NN + 58,59 m

Pegel Groß Schwülper: Normal 260 cm a.P. / NN + 58,59 m

Gegen 08:40  war ich auf dem Wasser. Das erste Stück war dieses mal wegen des höheren Wasserstands (den Zusammenhang zwischen den Pegelmesswerten und den tatsächlichen Wasserständen im Raum Braunschweig habe ich immer noch nicht verstanden) angenehmer als beim letzten Mal, ohne Grundberührungen. Die Fahrt ging dann bei sonnig-kühl-herbstlichem Morgenwetter (9°C) unspektakulär bis zur Pause in Leiferde, wo ich ein Schnittchen vertilgte.

Von hier an stand die Sonne dann hoch genug, um angenehm zu wärmen. Die Herbstlaub-Farbenpracht war toll, ich sah zwei Kranichschwärme (einer direkt über mich hinweg, einer ca. 200m vor mir) – spektakulär!

Die Bootsgasse in Rüningen war gut befahrbar, hinterher war der Wasserstand dann sehr niedrig, das Wehr Eisenbüttler Straße musste ich wegen zu niedrigen Wasserstands umtragen – vorher hatte ich mir bei Schloss Richmond noch kurz die Beine vertreten.

Hinter dem Eisenbüttler Wehr stiegen 2 Stand-Up-Paddler ein, die dort wohl ihre Fahrt begonnen hatten, sie kamen von der Straße.

Der Bootsverleih hat die Saison bereits beendet, kein kleines Verleihboot mehr im Wasser.

Auch noch spektakulär: Mitten in Braunschweig sah ich vor mir 3x einen Eisvogel auffliegen, erste Sichtung hier; wollte mir wohl den Heimweg zeigen 😉

Gegen 13:30 war ich am Ausstieg, 13:45 Mittags-Snack mit Martina im Wohnzimmer!

Ich hatte den Twist mit zur Wohnung hoch genommen, um ihn in der Badewanne mal ordentlich abzuduschen. Auf der Wiese sieht das Boot immer so klein aus, aber für die Wanne war er mir dann doch zu groß, die Schweinerei wollte ich mir ersparen. Also habe ich auf dem Hof mit Wasser & Microfaserlappen versucht, den Schmutz der Saison abzubekommen – hoffnungslos! Der Dreck klebt auf der Teflon-Antihaftbeschichtung wie angeklebt. Eine interessierte Dame fragte mich im Vorbeigehen noch nach meinem Paddel-Erfahrungen, bevorzugten Revieren etc.

Wenn das Wetter mit spielt werde ich sicherlich noch die eine oder andere Herbst-Winter-Fahrt machen, auch wenn sich das mit den Gamaschen doch nicht recht bewährt hat, die Hosenbeine darunter waren bei Aussteigen doch wieder paddelnass.

Hier der GPS-Track zur Tour!

Und was habe ich da um den 24.10. herum für ein Hochwasserereignis verpasst?


Hinterlasse einen Kommentar

Oker-Gamaschen-Testfahrt

Kurzausflug zum Eisenbüttler Wehr, ausprobieren, ob ich bei kaltem Wetter mit Langlaufgamaschen das Hosenbeinnasspladdern reduzieren kann. Im Prinzip ja, allerdings ist zumindest die linke nicht ganz wasserdicht (ist ja für Langlauf auch nicht unbedingt Zielsetzung).

Werde ich weiter verfolgen!


Ein Kommentar

Bei den Okerbienen

Mein Twist brauchte mal wieder eine Unterbodenbürstung, Wetter sah so aus, als könnte es noch ein Weilchen dauern bis zum ersten Schauer, also los! Dabei habe ich gleich noch

  1. Den Kennel-Steg provisorisch repariert
  2. Die Okerbienen besucht, bin an der Treppe kurz ausgestiegen und habe mir den Betrieb (hinter der „Ortsfeuerwehr Innenstadt“) angesehen. Als ich letztes mal vorbei fuhr reges Brummen schon von Ferne, dieses mal nur ein paar wenige Bienen unterwegs.
  3. Einen Angler am Wehr über den Twist-Preis informiert
  4. Mich von Floßtouristen bewundern lassen – ganz schön schnell … 😉
  5. Davon abgesehen, Martina einige der Champignons am Ufer für den Abendessen-Gulasch mitzubringen.

 

Nette kleine Tour.


Ein Kommentar

Oker-Kurztrip zum Eisenbüttler Wehr

Ich hatte heute morgen die Wahl: Entweder die ärztlich verordneten 30 km auf dem Ergometer oder eine kleine Twist-Spritztour. Ich entschied mich für den Twist, mit dem ersten Sonnenstrahl, der durch die Wolken blitzte (9:30 Uhr oder so?), ging es los, 1x Eisenbüttler Wehr und zurück.

Ich sah wieder keinen Eisvogel, aber

  • Eine Entenmutter mit mehreren Küken, eines habe ich spontan Arnulf getauft, weil es immer wieder ausprobierte, wie gut es rückwärts voran (oder wie sagt man dann?) kommt
  • Ein Eichhönchen beim Essen am Boden (das sich aber verzogen hatte, als die Kamera bereit war)
  • Eine Schildkröte (vermutlich Gelbwangenschildkröte)
  • Einen Stand-Up_Paddler (wenn man es kann sieht das ziemlich cool aus)
  • Ein Schild, das Klarheit verschaffte, dass die Fischtreppe am Eisenbüttler Wehr zugleich Bootsgasse ist.
  • Vieles andere mehr

Klar, dass ich an der Wehranlage noch etwas herum turnte.

Ich hätte geschworen, dass ich das länger Paddelteil auch unter das Netz geschoben hatte. Und man sollte wirklich Paddel-bereit sein, wenn man das Boot losgebunden hat (ich war es natürlich), die Wehrströmung zieht einen dann zügig Richtung Dusche.