RainerSeiner

Privates von Rainer B.


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2 Stieglitze

2 Stieglitze im Garten

Erstmals sah ich in unserem Lebensraum Weststadtgarten einen Stieglitz — genau genommen natürlich 2 Stieglitze. Erste bewusste Wahrnehmung meinerseits, vorher kannte ich nur den Namen.

Eines „unserer“ beiden Kaninchen-Jungen

Kaninchen

Und an unseren beiden Kaninchen-Zwergen haben wir immer noch viel Spaß, es sieht zu drollig aus, wenn die beiden zum Mümmeln losziehen. Leider haben sie immer noch keinen wirklichen Anschluss zum Clan auf der anderen Hausseite, aber öfters ist wenigstens ein „Alter Hase“ an ihrer Seite. Und sie sind jetzt schon deutlich selbständiger und umsichtiger als die ersten Tage, ihre Überlebenschancen steigen.


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Angepaddelt istʼs 🛶

Entweder war das Wetter schlecht oder ich musste arbeiten, mal war ich von Martina zum Eselchenstreicheln nach Essehof eingeladen, mal war ich zu faul – irgendetwas stand einer ersten Paddeltour bisher immer im Weg. Dann las ich etwas über eine Auszeit auf der Wupper-Talsperre und nahm mir vor (versprach?), endlich auch den Twist wieder aus dem Winterschlaf zu holen.

Dienstag war das Wetter dann doch sehr unsicher, also Mittwoch morgen stilecht mit dem Bus Linie 443 von der Havelstraße (300m vor der Haustür) zur Haltestelle Goslarsche Straße (gut 50m vorm „Bach“).

Wie gewohnt saß ich keine viertel Stunde nach der Ankunft im Boot, und los ging es, einmal im Uhrzeigersinn auf der Oker rund um Braunschweig. Richtig aufregendes gibt es nicht zu berichten, höchstens

  • Üblicher Okerromantik-Kitsch
    • Entenmütter mit vielen winzig kleinen Küken
    • Ein Gänseclan mit schon halbstarkem Nachwuchs — wobei „Gänseclan“ ja die braunschweiger Aussprache für eine Art Gänsegeschnetzeltes ist  😉
    • Blüte bei Kastanien, Goldregen, Bärlauch, Rosen
    • ein Eichhörnchen nimmt einen Schluck Okerwasser
    • Teichhühner hüpfen am Ufer entlang.

Und was man sonst auch immer wieder zu sehen bekommt. Einfach nur toll und schön!

Nennenswerte Strömung gab es nur zwischen den Wehren, der Wasserstand war wohl 10 … 20 cm unter Normal.

Der Einstieg an der lästig hohen Wand klappte schon mal prima, ich nahm mir auf dieser Fahrt trotzdem viel Zeit, über den Winter evtl. eingerostete Fähigkeiten wieder zu trainieren: ein- und aussteigen (ʼrausrollen, aufstehen und aussteigen, nach links, nach rechts, wieder einsteigen),  durch herabhängende Baumkronen genau da entlang fahren wo ich will, ohne mich mit den Paddeln zu verhaken — wer weiß, wann manʼs mal braucht. Die Örtze lockt 🙂

Noch mal Umtragen am Petriwehr, wir sollen dort eine kombinierte Fischtreppe und Bootsgasse bekommen. Umtragung Wendenwehr sind 600 m, kein Problem mit dem leichten Twist. Aber gleich dahinter die sehr niedrige Brücke, da ist mein Bauch immer sehr im Weg … .

Unter einigen Brücken roch es unschön.

Und weiter ging es.

Ende der Tour — Ausstieg!

Bei uns gibtʼs ja praktisch ausschließlich Ringeltauben, an einer Brücke in der Innenstadt sah ich auch mal andere hocken. Stadt-, Feld-, Sonstwas-Tauben? Ich kann Nicht-Ringeltauben nur schwer auseinanderhalten.

Auf dem Anlegesteg vor dem Steigenberger Hotel rastete eine Mädchen-Truppe mit 2 Kajaks vom Bootsverleih Kurt Schumacher Straße und wollte wissen, wie weit sie es denn noch hätten auf ihrer Braunschweig-Umrundung. Ich konnte nur „noch ziemlich“ sagen und ihnen Mut für die Wendenwehr-Umtragung machen — sie hatten schon 2/9 der Strecke auf der Karte geschafft. Ich hatte sie aber bei meinem Päuschen auf der Bank vorbeifahren sehen, um die Tour richtig auszukosten(?) fuhren sie ordentlich Zick-Zack, werden am Ziel wohl deutlich mehr als 9km „auf dem Tacho“ haben.

Ich ließ etwas Wasser aus dem Boot laufen, bevor ich es verpackte (richtig trocknen lassen ist hoffnungslos), während ich packte fuhr einer der halbstündlichen 443er-Busse Richtung Heimat vorbei. Statt mit Fahrt zum Rathaus zu tricksen in der Hoffnung, dort gleich in eine 5er-StraBa nach Hause umsteigen zu können, setzte ich mich noch eine Weile an die Bushaltestelle, wartete auf die nächste 443, trank meinen Rest-Tee und sah einer Blinden-Lauflernschulung zu. Thema der Schulung: Zurechtfinden und eindeutiges Verhalten im Straßenverkehr. Gar nicht uninteressant!

Dann kam meine Direktverbindung, ab nach Hause zum Mittagssnack!

Hier zum Schluss noch der GPS-Track zur Tour“

Während ich gestern Abend anfing zu schreiben zog draußen ein recht heftiges Gewitter durch. Eines der 2 verbliebenen Kaninchenkinder mümmelt seelenruhig vor der Haustür – hat schon Schlimeres erlebt 😉

Das


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Ith-Höhenweg-Wanderung 🚶

Damit wir Fuß-Knie-Sonstwie-Kranken auch mitkommen konnten einigten wir uns dieses mal auf eine etwas kürzere Wanderung (oder längeren Spaziergang, je nach Temperament), eine Etappe Ith-Kammweg auf dem Ith-Hils-Wanderweg. Ich war auch wegen der aufwendigen und langwierigen Begrüßungszeremonie,  die Luzy und ich stets absolvieren, lieber ¼ Stunde früher bei Tina und Carsten (Mitfahrgelegenheit), es blieb noch Zeit, mich über verschiedene Hunde-Arthrose-Mittel zu informieren. Wir kamen pünktlich los und waren nach problemloser Anreise mit reichlich Zeitreserve am Treffpunkt Wanderparkplatz Lauensteiner Platte – man verfehlt ihn leicht, kein P-Schild an der Straße, als wir kamen erst ein von der Straße aus fast unsichtbares Auto dort.

Aus nicht allzu großer Ferne waren viele Schüsse (?) zu hören, nach einigen Kraxlern, die nach Luzys Einschätzung leckere Wurschtsemmeln dabei hatten, kamen auch Katrin, Simone, Deti und Moni + Arnulf, letztere von einem Stau aufgehalten. Wir mussten noch ein Mäuschen aus einem Papierkorb retten. Die war wohl leicht außen an der Holzverkleidung  hochgeklettert, leichtsinnig in den Blecheimer gesprungen, aus dem sie dann aber nicht wieder ʼrauskam. Unsere Hilfsangebote mit der Hand herausheben, auf ein großes Blatt steigen und sich herausheben lassen, Stöckchen-Kletterhilfen benutzen waren ihr wohl nicht geheuer, sie bestand darauf, dass wir den Bleicheimer herausnehmen und umkippen, dann machte sie sich mit noch etwas zittrigen Knien davon und war nach wenigen Augenblicken im Laub verschwunden.

Erst mal ging es konsequent in 2 Etappen von 290m Höhe erst auf 350m und dann auf gut 400m über NN. Von dort oben immer wieder tolle Aussicht in den Krüllbrink-Steinbruch und in die Landschaft mit Rapsfeldern, kleinen Orten, … . Das noch helle Laub der Bäume sorgte für ein tolles Licht, der meist schmale Pfad führte durch riesige Flächen mit duftendem und blühendem Bärlauch —  Maiglöckchen und sonstige evtl. mit Bärlauch zu verwechselnde Pflanzen sahen wir nicht. Der Weg ist toll, am Wegrand immer wieder Moos-berwachsene Felsbrocken, am Abfall zum „Remte-Tal“ (über den Bach fand ich nicht viel) immer wieder imposante Klippen!

Auf dem Weg zum Ith-Turm legten Simone und Moni noch eine kleine Schnitzeljagt nach einem Handy ein, am Turm machten wir unsere Mittags-Brotzeit, nachdem einige von oben, einige von unten die Aussicht genossen hatten. Dabei hatten wir unsere Ruhe, bei einer Zigi-Rast davor beanspruchten entgegenkommende Wanderer bald die Sitzbank („… ihr kommt ja gleich zum Ithturm-Rastplatz …“).

Die Mountain-Biker, die dort anscheinend ebenfalls rasteten, kamen uns auf dem weiteren Weg nicht ins Gehege.

An der Adam & Eva – Felsenformation betätigte sich Katrin als Schamanin und erlaubte jedem von uns einen Wunsch beim Verkokeln der überlassenen Weihrauch-Duftperle.

Nach einer Weile zogen wir weiter, es ging allmählich bergab durch einen zartgrünen Wald. Leider endete der Pfad bald und wir setzten den Rückweg auf einer Forststraße fort, das ist langweiliger, zudem entfiel der Schatten — bald brauchten wir noch mal eine kurze Verschnaufpause. Nach (wie geplant) ca. 10 km Wanderstrecke (oder Spaziergang, je nach …) waren wir zurück am Parkplatz und zelebrierten das rituelle Wanderschuhausziehen. Simone fuhr mit uns, wie ich auf der Kinderrücksitzbank — mit Kindersicherung für Tür und Fenster —  weiter, es dauerte etwas, bis ich die raffinierte Mittelsitz-Dreipunktgurt-Konstruktion verstanden hatte. Bei so einem Hitech-Komfort-Cruiser sollte eigentlich der Beifahrer den Passagieren eine Stewardessen-like Einweisung in Bedienung von Gurten, Sitzlehnen, Fenstern und Türen sowie Hinweise zu Bordkino-Programm und Menükarte geben 😉

Wir hatten unterwegs gesehen:

  • Viele Sehenswürdigkeiten wie
    • Eine Präsidentengrotte (fragt mich nicht …)
    • Eine Ziege? Schnucke? Ähnliches? Ich war nicht dabei. Die suchte genervt von Luzys Gekläff das Weite.
    • Den Mönchstein, ein Naturdenkmal
  • viele Pflanzen, neben Bärlauch auch

und bewunderten Detis tadellos selbst gefärbte Hose.

Die Suche nach einem Abschluss-Kaffee-und-Torte-Café war nicht einfach, Lauenstein erschien uns als etwas ödes Nest, auch vom verbreiteten Einkehr-Sterben heimgesucht. Gut, dass wir das Okal-Café fanden (nichts sensationelles, aber empfehlenswert), wo wir uns zum Tourabschluss noch mit Kaffee & Kuchen oder Hefeweizen stärkten, ehe sich unsere Wege trennten. Dabei unterhielten wir uns über Fertig- oder Typenhäuser, frischten unser Wissen über Sepsis auf (gewürzt mit persönlichen Erlebnissen der Mitreisenden), beurteilten die Ästhetik der Musterhäuser, …

Die Rückfahrt verlief ohne Aufreger, dicke Gewitterwolkne gab es überall außer auf unserem Weg. Nur Maja war nervös, Tina informierte sich mit Fußballtor-App über Tore bei den Samstags-Fußballspielen, und jedes neue Tor wurde mit einem Trillerpfeifen-Pfiff des Smartphones signalisiert, worauf Maja dann stets irritiert den Kopf hob oder gar aufsprang, um zu klären, ob der Pfiff sie betraf.

Tina und Carsten ließen sich von Simones dringendem Spaziergangswunsch nicht beeindrucken und setzten sie nahe bei Katrins Wohnung, wo ihr Auto stand, ab — vielen Dank noch mal an Tina & Carsten für die Mitfahrgelegenheit!

Ich sah zu, dass ich gleich nach Ankunft in der Wiedebeinstraße für die Heimfahrt auf das Fahrrad kam, die Wetteraussicht wurde zunehmend bedrohlich; ich kam aber trocken nach Hause.

Hier der GPS-Track zur Wanderung, nun endlich auch mal mit Höhenprofil —  nicht vom Tracker aufgenommen, der speichert keine Höhen, sondern aus der Karte übernommen.

Nach der Wanderung

Ich war  noch nicht lange zu Hause, als ein sehr heftiges Ungewitter loslegte. Ich habe es lange nicht mehr erlebt, dass es so ununterbrochen blitzte und donnerte. Es gab noch heftigen Regen und Hagel, aber bei uns — anders als in manchen anderen Orten in der Region — gab es keinen Schaden. Wir beobachteten das Schauspiel vom Balkon aus,  in der Ferne hörten wir Martinshörner. Eines „unserer“ Kaninchen (mir fällt Tinas Schilderung aus dem Arbeitsalltag während der Hinfahrt wieder ein) erlebte das Inferno unter einer Gartenbank.


Eine einzelne Zecke
entfernte ich sofort
nachdem ich sie entdeckte.


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Der Westen fährt ab: Radtour nach Wolfenbüttel 🚴🏻

Ist das nun mehr „rein privat“ oder doch eher ein Weststadt-Thema?

Braunschweig - Weststadt

Die (Meine) erste Tour dieses Jahres führte nach Wolfenbüttel. Die Abfahrt am Alsterplatz verzögerte sich etwas, wir warteten auf eine Teilnehmerin, die fest zugesagt hatte, so blieb mir noch Zeit für eine Gute Tat — Gelegenheit gibt es dort ja leider reichlich.

Mit 10 Minuten Verspätung waren wir vollzählig (13 Teilnehmer), es gab keine Gegenvorschläge zu „Nach Wolfenbüttel“ unseres Tourguides Wolfgang Weber,  und so fuhren wir los. „Fahrradtour“ trifft es nicht mehr so ganz, nicht zuletzt dem Altersdurchschnitt (ich war mit 60 wohl der jüngste männliche Teilnehmer) geschuldet hatten wir in der Truppe 8 oder 9 Pedelecs. Nichts gegen einzuwenden, das Tempo bleibt insgesamt trotzdem gemütlich, aber bergauf drehen die dann einfach am Gasgriff …

Zunächst ging es über bekanntes Terrain: Muldeweg → über den „Hochspannungspark“ → über die Weserstraße → Huntestraße → Timmerlahstraße. Gegenüber Wiglo war überdachtes Ponyreiten, wir ließen das rechts liegen und unsere Drahtesel…

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Wieder Nachwuchs bei Kaninchens

Die Katzen aus der Nachbarschaft hatten mal wieder den richtigen Riecher, als sie sich so auffällig für den Kaninchenbau im Garten vor dem Haus gegenüber interessierten – dort gibt es Kaninchennachwuchs, heute sah ich die 3 (Emile, Francine und Géraldine 😉) zum ersten Mal.

 

Beschützerinstinkt
Nun ist mein Beschützerinstinkt wieder geweckt, 3x musste ich heute schon eine Katze vom Bau vertreiben.


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Paten-Taten

Wie geplant, habe ich einen neuen Blog ins Leben gerufen, in dem ich und hoffentlich auch andere zu speziellen Weststadt-Themen Stellung nehmen — hier auf Rainerseiner konzentriere ich mich zukünftig wieder aufs rein Private.

Braunschweig - Weststadt

Das Kerngeschäft

Martina — ihr grüner Daumen ist nur mit dem kleinen Balkongarten nicht ausgelastet — hatte ja schon die Arbeit in unserem „Paten-Garten“ aufgenommen. Schraffiert: okkupiertes Patenland Das „Areal“ ist für 2 zum Austoben doch etwas zu klein, so habe ich meine Idee wieder aufgegriffen, den Grün- und Gebüschstreifen diesseits des Parkplatzes vor meinem Bürofenster zukünftig im Auge und einigermaßen Unrat-frei zu halten – Auch wenn mir der direkte Blick darauf schon bald von den Bäumen vor dem Fenster versperrt sein wird.

Vorher habe ich Anfang April noch schnell 2 kleine Müllbeutel Kleinkram und einen arg ramponierten Badmintonschläger in „unserem Waldrand“ hinter dem Haus aufgesammelt, dieselbe Menge fand ich auch im „Patenland“, obwohl die Schüler beim Stadtputz 2 Wochen vorher auch schon ordentlich etwas aufgesammelt hatten. Stückzahlmäßig ganz oben auf der Hitliste: Leere Hundekacketüten, Meisenknödel-Netze, Capri-Sonne-Tüten.

Mein Plan: während der Brut- und Setzzeit lasse ich das Areal…

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