RainerSeiner

Privates von Rainer B.


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Frühling macht Fortschritte, Gerüstbauer begrüßen ihn tanzend

Schon vor ein paar Tagen fiel mir eine Weile nach Sonnenaufgang unser Ahorn im Garten mal wieder auf – der Fortschritt ist unverkennbar.

Und später führten Gerüstbauer am Haus gegenüber ein kleines Abbau-Ballet auf, es sah zu-und-zu-schön aus wie die Leute — alle in rotem Overall — sich im Takt der Reihe nach bückten und wieder aufrichteten, um so ein Gerüstteil nach dem anderen nach unten durchzureichen.

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Tod in unserem kleinen Paradies

Dass Anfang der Woche eine Freundin plötzlich und unerwartet starb, das ist einfach zu schrecklich, als dass ich hier etwas darüber schreiben könnte.

Heute war mein Plan: Krakauer naschen, vorher noch schnell umherfliegenden Plastikmüll aufsammeln, der sich immer auf der Haustürseite am Zaun zum Donaupark sammelt, dann zur Öffentlichen Bücherei radeln, eine DVD abgeben.

Beim Plastiktütenaufsammeln sah ich dann eine der hier umherstreunenden Katzen (die grau-getigerte, die mir vorher schon aufgefallen war, weil sie vom Rasen aus irgend etwas in den Bäumen beobachtete) etwas unbeholfen einen Baum jenseits des Zaunes ‚runterklettern und – ein zappelndes Eichhörnchen vom Boden aufsammeln. Sie muss wohl im  Baum gelauert haben, bis ein unvorsichtiges Hörnchen vorbei kam (das ist dort eine Eichhörnchenrennstrecke). Als sie mich sah suchte sie das Weite, und ich kletterte über den Zaun, mal schauen, ob ich dem Eichhörnchen helfen könnte. Es lag da wild mit den Vorderpfoten zappelnd, vermutlich Hinterbeine gelähmt. Kenne ich aus der Kindheit, als wir einige streunende Katzen regelmäßig zu Besuch hatten und die Alte gelegentlich kleine Wildkaninchen anschleppten, denen Sie irgendwie die Hinterbeine gelähmt hatten, um damit ihre kleinen Katzen zu trainieren.

160423_002_Eichhoernchen_LSIch habe das Eichhörnchen vorsichtig auf ein Taschentuch gepackt, in der Wohnung in einen Pappkarton gelegt und dann zum Tierheim gebracht, wo die Findeltier-Annehmerin nur meine wg. vermuteter Querschnittslähmung wenig optimistische Zukunftsprognose  bestätigen konnte — das Tierheim und ein Tierarzt werden sich kümmern, so oder so.

Und ich fürchte, ich habe dem kleinen nicht einmal einen Gefallen getan, sondern nur seine Qualen verlängert.


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Die Hummelwiese

Gestern gab es allerlei neue Erkenntnisse:

Die öffentliche Bücherei hatte die CD mit dem Alhambra-Konzert (Nights from the Alhambra) von Loreena McKennitt (anhören oder angucken?) und die DVD Good Help the Girl  (sonst immer gerade verliehen) und ein Energieverbrauchs-Messgerät. Unsere 1989er Kühl-Gefrier-Kombi … .

Und auf der Wiese vor meinem Bürofenster blühte irgendetwas, was ich im Vorbeiradeln gestern erst mal als Klee ansah.

Sonnenscheinspaziergang heute: das ist definitiv kein Klee, aber ich tappe bei der Bestimmung bisher noch im Dunklen. Harri Garms (Pflanzen und Tiere Europas. Ein Bestimmungsbuch, meine Ausgabe von 1969, 6 Mark 90 damals) konnte mir nicht weiterhelfen. Wer weiß Rat?

Und die erwarteten Hummeln hielten sich wohl lieber an die Sonntagsruhe, nahmen nur ein Sonnenbad auf einem ausgetrockneten Maulwurfshaufen.

 

Am Spätvormittag hatte ich noch eine merkwürdige Auseinandersetzung beobachtet: Ein Eichhörnchen (doch nicht etwa Hansi?), an der gegenüberliegenden Fassade unterwegs zum Balkon seines regelmäßigen Walnuss-Spenders, wurde von einem Vogel (ob Amsel oder Star konnte ich ohne Fernglas bei dem wilden Geflatter nicht erkennen) heftig attackiert. Ursache Nesträuberei?


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Heimatkundliche Radtour entlang des Ringgleises

Tourankündigung im Internet

Am Dienstag Abend habe ich erstmals eine Radtour des „Bürgervereins Weststadt“  mitgemacht, um Braunschweig besser kennen zu lernen. Zum Treffpunkt am Alsterplatz sind es von hier aus ja nur 5 Minuten fahrt, vorher musste ich noch am Fahrrad basteln um die lautesten Klappergeräusche abzustellen, nicht dass ich ‚rausfliege, weil man bei dem Geschepper den Tourguide nicht mehr versteht. Weiterlesen


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Frühlingsboten

Mit der Poesie ist es im heutigen Leben ja auch nicht mehr weit her. In der Antike war Zephyr (Ζέφυρος, der vom Berge Kommende) Frühlingsbote.

In neuerer Zeit dachte man dann eher an Blumen wie Schneeglöckchen, Frühlings-Krokus oder auch Salweide; oder ein Gemälde von Hubert Salentin. Oder Kraniche als späte Vollfrühlings-Bringer

„Frühlingsboten“ von Jean Reinartz, unbekannte Aufführung, Standard Youtube Lizent

Unsere Frühlingsboten

Unsere Frühlingsboten

Heutzutage läuft das prosaischer, eine voll mechanisierte Gärtnerbrigade mit viel Verbrennungsmotor-betriebenem Gerät vom Rasenkantenschneider über Laubbläser bis zum Traktor-Rasenmäher fällt in den Garten ein und wirbelt lärmend ordentlich Staub auf.

Andererseits, wenn ich meine Schwester über die viele Gartenarbeit klagen höre — so schlimm scheint’s mir dann auch wieder nicht.


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Vogelbeobachtungs-Rundfahrt

Eigentlich wollte ich am Samstag die Paddelsaison eröffnen, aber um 09:30 Uhr hatten wir erst gut 5°C, und in Anbetracht des vielen Wassergetropfes auf die Hosenbeine beim Twist beschloss ich, das lieber noch einmal zu verschieben.

Ersatzhalber kleine Radrundfahrt, wollte ich vom Fernsehturm aus mal schauen, ob ich irgendwo nah oder fern Vogelschwärme sehe (Kraniche?), war aber nix, auch wegen Diesigkeit. Auch in die andere Richtung erfolglos. Also mal schauen, wo der kleine Feldweg hin führt, aber nach wenigen Metern schon Schluss. Es war ein Höllenlärm von Lerchengesang (ich sag‘ jetzt mal – Feldlerchen), aber ich sah nie mehr als eine. In recht großer Höhe zog noch ein Rotmilan vorbei, keine Falken am Fernsehturm zu sehen, also zog ich weiter. Hätte mir gern mal den Fuhsekanal angesehen, aber ab hier war Weiterfahrt wegen Trinkwasserschutz verboten. Also ab nach Hause.

Vielleicht sollte ich zum besseren Kennenlernen der Heimat am Dienstag mal das nächste  Bürgerverein-Feierabendradeln mitmachen — statt morgens auf dem Heimtrainer? Mal schauen, wie das Wetter wird, bei Regen könnte ich ja was Liegengebliebenes erledigen 😉

Und ich sollte vorher noch das lästige Kettenschutzblechklappern abstellen, sonst bekommt niemand etwas von der Routenerklärung mit.