RainerSeiner

Privates von Rainer B.


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Schwärmerisch-astronomischer Morgenspaziergang

Morgens vor dem Frühstück (05:30 Uhr) spaziere ich zum wach-werden meistens eine schnelle Runde durch den Hochspannungspark, heute mit ein paar astronomischen „Auffälligkeiten“.

Zum einen die geradezu gleißend helle (Magnitude -3,84) Venus am noch schwarzen Osthimmel! Mars und womöglich Merkur waren wohl auch zu sehen (mir kam der Venus-Stand höher vor als aus der Sternkarte ersichtlich), da ich aber erst hinterher auf die Sternkarte geschaut habe wusste ich nichts davon, habe nicht darauf geachtet.

Seit Tagen jammere ich ja schon über das wohl baldige Sommerende, allmählich wird das zur Gewissheit: heute sah ich erstmals nach dem Sommer bewusst (über der Altmühlstraßen-Schule) das Wintersternbild Orion, mit dem hellen Sirius unten links daneben. Auch die Plejaden waren deutlich zu sehen (nicht schlecht für eine Großstadt), auf den Stier habe ich nicht geachtet.

Beim Anblick von Sirius fiel mir dann sofort der große, schwarze, bei Herrchenabwesenheit oft sehr traurige Hund mit Namen Major ein, der seit kurzem schräg über uns wohnt. Wer als erster rät warum hat gewonnen 😉

Sternkarte von heavens-above.com

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Supermond …

… und wir waren dabei, vom Balkon aus war der große Mond hinter den kahlen Bäumen gut zu sehen. Ist nicht so gewaltig, aber ich finde, dass man den Unterschied schon sehen kann. Von „Supermond“ spricht man, wenn der Vollmond bei größter Erdnähe (Perigäum) des Mondes auf seiner elliptischen Umlaufbahn um die Sonne eintritt, dann ist er mit ca. 356.410 km Entfernung von der Erde etwa 14 % näher als am Erd-fernsten Punkt (Apogäum) mit  406.740 km Erdabstand (Quelle: Planetenkunde, ich las auch andere Daten), und dementsprechend erscheint sein Durchmesser dann auch ca 14% größer. Die scheinbar 30% größere Scheibenfläche (1,14*1,14 = 1,30) führt auch zu einer 30% größeren scheinbaren Helligkeit  (Verweis auf den astronomischen Begriff nicht ganz korrekt, und mit entsprechender tatsächlich größeren Beleuchtungswirkung)

Ich finde (anders als im größten Teil der Literatur, dass der scheinbare Größenzuwachs im Perigäum ganz gut sichtbar ist. Er entspricht in etwa dem Größenunterschied zwischen 1-Euro-Münze und 2-Euro-Münze (Quelle: euro.raddos.de), und ich glaube, diesen Unterschied auch ohne direkten Vergleich zu sehen.

Den aktuellen Supermond als „Jahrtausendereignis“ einzustufen ist beim noch jungen Jahrtausend schon etwas reißreisch :-/
Ich hab‘ mich trotzdem über den großen Mond gefreut   🙂

Eine ganz brauchbare Beschreibung gibt es auf spektrum.de, wenngleich auch dort arg schlampig oft nur von „Größe“ ohne genauer Unterscheidung zwischen Durchmesser und Querschnittsfläche die Rede ist.

 


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Merkur-Transit in Braunschweig (vom Trockenboden aus)

So, nun habe ich doch noch Zeit gefunden, mein 1969er Quelle Spiegelteleskop auszupacken und einen Blick auf  Sonne + Merkur zu werfen. Draußen war’s sehr windig, die billige Konstruktion zittert bei solchen Bedingungen wie Espenlaub, also habe ich das Teleskop einfach auf dem Wäsche-Trockenboden aufgestellt. Weiterlesen


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Sonnenfinsternis neulich und Merkur-Transit demnächst

Nicht so spektakulär wie Sonnenfinsternis aus dem Flugzeug

Sonnenfinsternis aus dem Flugzeug

(Ton abstellen- sonst wird man wahnsinnig — oh my god)

Aber vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr, mir den Merkur-Transit am 9. Mai anzusehen? Es ist sehr lange her, dass ich mal einen Venus Transit mit meinem Teleskop beobachtet habe. Ob die Sternwarte Hondelage offen haben wird?