RainerSeiner

Privates von Rainer B.


Hinterlasse einen Kommentar

Kanuten unterstützen Feuerwehr bei Einsatz auf der Oker

Ungewöhnlicher Einsatz auf dem Wasser: nicht alltägliche Hilfeleistung der Paddler zweier Kanus auf der Oker zwischen der Drachenbrücke und der Badetwete im Bürgerpark Braunschweig!

Quelle und weiterlesen auf regionalbraunschweig.de: Kanuten unterstützen Feuerwehr bei Einsatz auf der Oker

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Erkundungen in Northeim

Bei einem Besuch in Northeim wolle ich am Samstag „vom Bach aus“ mit meiner Schwester mal einige Stellen erkunden, von denen eine ihr aus etwas Entfernung (bei einer Radtour) wie ein Strand vorgekommen war.

Vormittags standen wir beim Bootsverleih vor verschlossener Tür, so hatten wir Zeit, noch unsere Weizenbier-Vorräte dort zu ergänzen, und ich konnte nach einem kurzen Mittags-Snack noch eine kleine Sultmer-Erkundung einlegen. Eigentlich wollte ich mir die Graureiher-Brutbäume mal genauer ansehen, zumindest  1 Nest ist vom Balkon meiner Schwester mit dem Fernglas gut zu sehen. Aber wen man so direkt vor dem Wald steht … .

Egal, es gab auch so einiges zu erkunden. Das Pflegeheim hatte wohl Sommerfest, laute Musik tönte vom Gelände. Ich zog den Waldrand-Weg entlang weiter in Rkichtung Campingplatz, kurz danach bog ich rechts in den Wald ein, um in einem kleinen Bogen wieder nach Hause zurückzukehren. Mir fiel auf, dass etliche Waldwege, die ich von der Kindheit her kenne und die vor 20 Jahren im wesentlichen noch existierten, verschwunden sind. Im wesentlichen wohl einfach wegen Nichtbenutzung. Sitzen die Leute alle auf dem Sofa und daddeln mit dem Smartphone, statt sich auch mal draußen in der Natur zu bewegen?

Ich schlug mich irgendwie durch, wir machten einen kleinen Mittags-Kaffee-Snack, und dann ging es wieder an den Rhumekanal zu unserer Paddeltur. Der Verleiher wiegte bedenklich das Haupt, als ich nach einem Boot für uns drei fragte. Glücklicherweise verleiht mir meine Schirmmütze so eine Erfahrener-Skipper-Aura, so dass er uns dann doch ohne lange Diskussion einen Canadier („eigentlich gebe ich die nicht mehr ʼraus“) ins Wasser setzte. Auch bei meiner Bootsfahrt Rund um Braunschweig neulich war mir aufgefallen, dass bei keinem der Bootsverleiher ein Canadier  im Wasser war. Es scheint sich die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass man diese Boote Kunden nicht ohne eine Minimal-Schulung anvertrauen kann. Leider scheint weder bei Kunden noch bei den Verleihern Interesse an solchen Schulungen zu bestehen, dabei sollte man das nach 1/2 Stunde im wesentlichen können, und mir macht Canadier-Fahren besonders viel Spaß (und es bekommt meinen alten Knien besser als die tiefe Sitzposition in einem Kajak).

Ulrike war das leichte Gekankel des schmalen Bootes anfangs unheimlicher, als ich bei ihrer Drachenbootrennen-Erfahrung vermutet hätte, Martina bewältigte das alles cool, und so schipperten wir los.

Der Wasserablauf, an dem ich als Kind oft spielte.

Drei in einem Boot.

Ich hatte die Geographie der Gegend am Rhumekanal noch ganz gut in Erinnerung, an dem Wasserablauf in den Rhume-Seitenkanal, der jetzt bei Niederschlagsmangel völlig trocken lag und wie ein Badestrand wirkt, habe ich als Kind oft gespielt. An den östlichsten, eigentlich dem Ursprung des Seitenkanals, hatte ich keine Erinnerung, auf dem Seitenkanal war ich auch noch nie per Boot.

Nach punktgenau 1 Stunde legten wir beim Bootsverleih wieder an, klönten noch etwas mit dem Bootsverleiher. Er bietet keine Touren ab Katlenburg mehr an, weil allgemeiner Leichtsinn und Besäufnisse beim Bootfahren zu viele Schäden an den Booten anrichteten und ihm auch zu gefährlich erscheinen. Die Canadier verleiht er „eigentlich“ nicht mehr, weil es kaum (noch) Leute gibt, die damit hinreichend gut umgehen können. Er brachte den schönen Begriff „Bewegungs-Legastheniker“ ins Spiel … .

Anschließend waren wir noch kurz am Badesee, ich wollte erkunden, ob es für den nächsten Northeimbesuch dort eine schöne stelle gibt, wo ich mal üben kann, aus dem Wasser in den Junior einzusteigen. Parkschein bekamen wir geschenkt, ich fühlte mich gleich wie zu Hause (mówi po polsku), für mein Anliegen erscheint mir der Badestrand ungeeignet, ein unachtsamer Mensch, der seinen Einweggrill direkt auf dem trockenen Gras angeworfen hatte, wurde von einem DLRG-Aufseher berechtigter Weise, aber unnötig lautstark und unfreundlich, zurechtgewiesen.

Vor der Heimfahrt stärkten wir uns auf dem Balkon noch mit einem „kleinen“ (😉😂😀)   Grill-Imbiss — das war ein schöner Tag!

Nachtrag: am Sonntag habe ich auf OSM eine Anmerkung zur gesperrten Brücke am Bootsverleih eingetragen.


2 Kommentare

Erste Okerfahrt 2018 🛶

Beim Vatertagscamping in Schwachhausen bin ich schon ein paar schöne Touren gepaddelt, aber auf der Oker war ich dieses Jahr erstmals am Pfingstsonntag.

Eigentlich hatte ich mir eine Art Sonnenaufgangspaddeltour vorgestellt, aber mit diesem guten Vorsatz schlafe ich immer besonders gut und lange.

Mit dem Fahrrad war ich gegen kurz nach 8:00 Uhr an meiner Lieblings-Einsetzstelle an der Hohentorbrücke, gegen viertel nach 8 ging’s los, dieses Mal gegen den Uhrzeigersinn. Für Sonntags ist das noch recht früh, und es ist noch schön ruhig.

Okercabanaausstig, links hinter dem Twist unter dem Steg der Teichrallen-Unterschlupf

Ich sammelte als Tages-gute-Tat 2 Getränkedosen aus der Oker, die ich an der Okercabana kurz entsorgte. Eine Teichrallen-Mutter mit einigen winzigen Küken war wenig begeistert, fühlte sich von mir gestört.

Auf dem weiteren Weg sah ich eine gründliche Baustellen-Ausschilderung an der Drachenbrücke. Ob das so ganz mit der Binnenschifffahrtsverordnung konform geht weiß ich nicht, aber mir war der Fall klar; Photos weiter unten!

Robinie …

… mit Blüten

Ein Phänomen, dass ich nach meiner Erinnerung noch nie so wahrgenommen habe waren die „Summenden Bäume“. Viele Robinien blühen gerade prächtig an der Oker, und schon auf wenige zig Meter Entfernung hörte ich das Insekten-Summen aus den Baumkronen.Ich ließ mich in der Nähe des Café Klio eine Weile treiben und lauschte dem Summen. Dabei lag ich im Boot, was einige Kinder am Ufer zu launigen Anmerkungen veranlasste.

Kurz vorher eine etwas traurige Begegnung: ein noch sehr kleines Entenküken überquerte ganz allein die Oker umher, suchte am steinigen Ufer eine Stelle, an der es aus dem Wasser kommt. Ich hätte es ja einfangen und an einer günstigeren Stelle aussetzen können, aber was würde ihm das ohne „Familie“ helfen? Das kleine schaffte es tatsächlich aus dem Wasser, ich drücke ihm die Daumen.

Mein Twist war eine Attraktion für Kinder im Kindergartenalter, eins fragten gleich die Eltern, ob es da auch mal mitfahren dürfe, andere kriegten sich vor lauter Winken und Hallo-rufen gar nicht mehr ein 🙂

Kurz vor der Wendentorbrücke machte ich auf der lauschigen Europaletten-Bank unterhalb der Modellbauwerkstatt der TU-Braunschweig eine kurze Pause.

Etwas südlich der Magnitorbrücke, wo ich bisher gelegentlich den schräg gewachsenen Baum als Ausstieg benutzte, gibt es nun einen Anleger —  die Oker wird immer Anfänger-tauglicher. Und der System-Schnellgastronie-Verpackungsmüll, insbesonder von BURGER KING, geht mir zunehmend auf den Keks.

 

Ich erforschte am Wendenwehr noch einmal die Möglichkeiten, die lange Umtragung zu vermeiden, aber das wäre (außer man geht dreist über die Anrainergrundstücke am rechten Ufer) doch eine sehr akrobatische Übung.

Die Zufahrt aufwärts zum Petriwehr ist ein wenig schwierig geworden, der Fluss ist dort sehr flach, Wasserpflanzen behindern, und da, wo das Wasser (am linken Ufer) ausreichend tief wäre, liegt ein Baum im Wasser.

Auf dem weiteren weg begegneten mir einige Wassersportler, die andere nicht grüßen, ich versuchte vergeblich, ein eindrucksvolles Photo vom eindrucksvollen (Pappel-) Samenflug zu schießen, sah nicht mehr benutzte Wasserfahrzeuge.

caching

Geo-

Und dann sah ich noch einige Leute unter eine Brücke an merkwürdigen, aufgehängten Handgranaten(?) unter einer Brücke hantieren. Terroristen? Nein, die Sache erwies sich bei genauerer Nachforschung als harmlos.

Ich war so vertieft in die Landschaft, dass ich fast am Ausstieg vorbei gefahren wäre. Das Boot war schnell verpackt, und fast pünktlich um viertel nach 12 war ich zum Mittags-Snack auf dem Balkon wieder zu hause.

Das war schön!

 


Ein Kommentar

Urban Wildnis-Packrafting BS — Watenbüttel — BS 🛶

neudeutsch vollständig -🚏🛶🧗🛶🧗🛶🚏🚋 — Paddeltour wird dem komplexen Geschehen nicht wirklich gerecht  😉

Schöne Fahrt war das! Aber dass ich am nächsten Tag einen Muskelkater in den Beinen hatte … .

Jedenfalls empfahl mir Martina am Sonntag Abend der Landtagswahl, mich für die gute Arbeit als Wahlhelfer am folgenden Tag mit einer Schönwetter-Paddeltour (Die letzten Schönen Tage im Herbst) zu belohnen. Ich entschied mich für eine Sonnenaufgangsfahrt von Braunschweig nach Watenbüttel, 06:24 Uhr saß ich in der Buslinie 443 zur Hohetorbrücke, pumpte bei Stockefinsternis unter spektakulärem Sternhimmel den Twist auf, und so grob mit Beginn der Bürgerlichen Dämmerung schob ich den Twist ins Wasser.

Der Sonnenaufgang auf dem Wasser war dann weniger spektakulär als erhofft, wohl auch, weil man im Boot auf dem Bach recht tief sitzt und den Horizont nicht im Blick hat. Toll war es trotzdem.

Im folgenden Bildergalerie ohne Extra-Erläuterung, in der Regel folgt auf ein Hindernis-Photo ein Photo mit den Koordinaten des Hindernisses. Ich habe aber bei weitem nicht alle fotografiert, ich schätze, ich musste 15 … 20 Hindernisse meistern; drunter durch, drüber weg, mittendurch, selten seitlich vorbei — 2x mit Umtragung. Meistens musste ich mit dem Boot über den Baum (gar durch die Baumkrone) kraxeln, man kommt meistens nicht ohne weiteres aus dem Bach. Das Ufer ist steil und glitschig oder bröckelig, oben warten mannshohe Brennnesseln und/oder Dornenbüsche auf einen … .

Chronologische Ansicht der Galerie im Betrachter: nach rechts klicken:

Für Otto Durchschnittserbauungspaddler ist das jedenfalls nichts, ich hatte eine Strecke von ca. 100m, auf der ein baum nach dem anderen direkt hintereinander in der Oker lag. Der Abschnitt zwischen Ölper und Watenbüttel ist seit Sturm Xavier eher unpassierbar. Aber mit dem Twist war es auch ein toller Spaß.

Nach der Fahrt Boot wieder verpackt, zum Bus gegangen, 5 Minuten gewartet, und ab ging’s per ÖPNV heimwärts.

Ich habe richtig lust, dieses Jahr noch einmal (mindestens) zu Paddeln — dann aber vielleicht doch eine weniger anstrengende Tour. Wird ja auch schon früh Dunkel 🙂

 


Hinterlasse einen Kommentar

Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 5 🏕

Dienstag, 07.08.2017

Habe geübt, im Twist aufrecht zu stehen. Geht, aber so richtig tiefenentspannt ist das noch nicht, sowie ich versuche, zur Seite zu gucken, wird die Chose wackelig. Und das war noch die einfachere Variante mit „Anker draußen“, der mildert die Neigung des Twist, nach vorn oder hinten auszubüchsen. Viel gerätselt — wer kommt den auf Edentaten und ähnliche Lösungen … .

Außerdem noch erstmals meinen schon 1 Jahr alten neuen Drachen steigen lassen — man kommt ja auch zu nix. Den leichten Linksdrall konnte ich ihm leicht abgewöhnen, bisher aber nicht die Unart, gelegentlich Nase voran senkrecht abzustürzen. 1x konnte ich ihn ovn der Aller-Oberfläche durchstarten, beim 2. Mal nicht. Da ist eine Mörder-Kraft drauf, wenn die Strömung auf die volle Drachenfläche wirkt. Also Leineaufwickler im Gras festgebunden, zurück zum anderen Ufer auf den Campingplatz, Twist zu Wasser gelassen, am Busch (unter dem der Drachen im Wasser fest hing)  festgemacht, Drachen ans Boot geholt, Leine abgeknotet, Drachen ins Boot und dann auf den Steg am Campingplatz gelegt, zurück zum gegenüberliegenden Ufer, an einem Baum am steilen, glatten Ufer ʼrausgeklettert, Leine geborgen, wieder ins Boot, zurück zum Campingplatz! Ein Heiden-Spaß!

 


Hinterlasse einen Kommentar

Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 4 🏕

Montag, 07.08.2017 — Tag 4

Mit dem Twist nach Celle! Die Fahrt ist unspektakulär, aber die Ruhe während der Fahrt phantastisch. Aufbruch-Impressionen von Martina:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und meine Bilder:

 

Für das Wehr Osterloh müssten der Twist und ich noch etwas zusammen üben, durchfahrt verboten.

In Celle ist dann am Torplatz-Wehr der Fluss „mit Brettern zugenagelt“ (siehe GPX-Track), ich beendete die Paddeltour dort. Die ÖPNV-Rückfahrt war dann ein echter Hit! Ich klärte telefonisch von der Ausstiegsstelle schon mal die Bürgerbus-Fahrmöglichkeiten, der Herr am anderen Ende verstand zunächst nicht, dass ich erst mal von Celle zu einer Bürgerbushaltestelle kommen müsste, konnte mir dann aber den Tipp „Celle-Schlossplatz — Linie 500 — Wienhausen am Kiosk in den Bürgerbus“ geben. Auf der Brücke sprach ich einen Passanten auf mein Rückreiseproblem an, der gab zu, vom örtlichen ÖPNV keine Ahnung zu haben, konnte mir aber den Weg zum Schlossplatz sagen — Katzensprung! Boot eingepackt, losgegangen, am Schlossplatz 7 Minuten Wartezeit auf die Linie 500, endlose, aber interessante Sightseeing-Jökelei rund um Celle, direkt Anschluss zum Bürgerbus in Wienhausen (Kioskhaltestelle muss man erst mal finden, ist von CeBus-Endstation aus nicht sichtbar). Ich habe da aber auch ein Talent 🙂 Hätte ichʼs gewusst hätte ich sogar in Celle eine Fahrkarte für die ganze Fahrt lösen können. Hier der GPX-Track! Der Bus fuhr noch in die Einfahrt zum Campingplatz, der Fahrer erkundigte sich, ob der Tender Donau noch in Dienst sei (wg. meiner Schirmmütze), wozu ich zunächst keine Auskunft geben konnte

Pünktlich zum Kaffeetrinken war ich wieder auf dem Zeltplatz.

Nachmittags wollten wir in Wienhausen Grilladen für den Abend beim Fleischer und ein frisches Brot für den nächsten Tag beim Bäcker kaufen — beide haben Montag-Nachmittag geschlossen. Den 2. Fleischer scheint es nicht mehr zu geben, Schaufenster leer. Martina war geknickt.

Der Edeka-Laden ist witzig: Post, Lottoannahme, Getränkemarkt, erweitertes Warenprogramm mit allem was man so braucht, womöglich gar Landmaschinen 😉

Abends wieder das übliche Programm, nach Penny-Steaks Feierabendbierchen, Abendrot, Fledermäuse und Myriaden von Mücken.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 3 🏕

Sonntag, 06.08.2017

Morgenspaziergang nach Offensen vor dem Frühstück, ich sah

Der Hausbesitzer war erst etwas misstrauisch, als ich seine Wetterstation am Haus photographierte: „Was machen sie denn da?“ mit etwas drohendem Unterton. Gab sich mit meiner Erklärung „Urlaubswetterdokumentation“ zufrieden.

 

Später dann ein Test im Twist. Lineares Denken hatte mich zu der Annahme verleitet, im Twist könne man kein Nickerchen machen, da zu unbequem, keine gescheite Liegefläche, kein Kopfkissen … . Dann fiel mir ein, dass die Fußstütze ein passables Kopfkissen abgibt, wenn man sich einfach anders herum ʼreinlegt. Anker eingepackt, ʼraus auf den Bach, geankert, ausprobiert. Martina hielt den historischen Augenblick im Film fest:

Dann noch: