RainerSeiner

Privates von Rainer B.


Ein Kommentar

(Landtags-) Wahlhelfer in Braunschweig

Ich habe es wieder getan, war Wahlhelfer bei der Landtagswahl — alle Details sehr ähnlich wie bei der Bundestagswahl. Keinerlei Startprobleme, damit sich das Wahlamt in Ermangelung eines Anrufs von mir keine Sorgen macht habe ich im Vormittags-Verlauf mit vorgeschobener Ahnungslosigkeit („Wo müssen wir heute Abend eigentlich Material + Wahlergebnis abliefern?“) dort angerufen, wurde wegen eines Hörfehler-Zahlendrehers zunächst nach Lamme verwiesen, das klärte sich dann aber schnell.

Mein Sehbehinderten-Arbeitsplatz 😉

Wir waren wieder Statistik-Wahlkreis, aber das kannten wir ja schon, ansonsten keine Aufreger. Na ja, eine kleine Rettungsaktion hatten wir. Wählerin mit Enkelin (die Erstwählerin, durfte wählen, ob sie Bonbon in Geschmacksrichtung „Banane“ oder „Orange“ haben wollte) ging nach der Stimmabgabe noch etwas im Schulgarten spazieren. Und spazierte hin — und her — und hin — und her — nach einer Weile kamen sie ans Fenster und  verrieten den Grund des langen Gartenspaziergangs – sie hatten sich ausgesperrt. Wir mussten sie nicht durch das Fenster hereinziehen, „Raucherausgangs“-Tür öffnen reichte — dann noch ein Bonbon nach der Aufregung.

<😉>Wir hatten den Stress-Wahlbezirk, gegen 11:00 Uhr schon 100 Wähler</😉>. 2 Türen weiter krepelten sie noch bei 50 …

Nachmittags hatte ich frei, nutzte die zeit unter anderem, um mein defektes Fahrradrücklicht auszutauschen. Auf dem Heimweg „nach meiner Schicht“ ging ich noch eben wählen in der OGS Altmühlstraße, da tanzte auch nicht gerade der Bär. Ich hatte die Idee, die Leute dort mit einem von Sissi Perlinger geklautem Gag etwas aufzumuntern: strecke einen Arm mit leerer Toilettenpapier-Papprolle seitlich aus der Wahlkabine ʼraus und rufe kläglich „Toilettenpapier ist alle“ 😉. Aber woher bekommt man so eine Rolle auf die Schnelle, wenn man sie braucht?

Auch nachmittags und bei der Auszählung „keine besonderen Vorkommnisse“ (Na ja, den verschwundenen „Stapel 3“ haben wir schnell wiedergefunden, und wir waren vor aggressiv auftretenden Wahlbeobachtern gewarnt worden). Und na ja, dass die Steckdose an der Wand immer noch ohne Abdeckung war  — und der Zustand des Handwaschbeckens im Raum … .

Bei der Auszählung passte alles  perfekt, ham wa gut gemacht 🙂
Kurz nach halb 20 war ich daheim, wir konnten einen normalen Tatort-Fernseh-Abend verbringen.

Montag belohnte ich mich für die Sonntagsarbeit mit einer Paddeltour nach Watenbüttel, aber das ist dann schon wieder eine ganz andere Geschichte.


Vorläufige Ergebnisse in unserem Wahllokal:

Erststimmen: 
Wahlberechtigte: 1.120
Wahlbeteiligung:  29,7%
Gültige Stimmen: 298
Ungültige Stimmen: 8
Zweitstimmen:
Wahlberechtigte: 1.120
Wahlbeteiligung:  29,7%
Gültige Stimmen: 299
Ungültige Stimmen: 7

 

 

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Zwei Rad Touren

Freitag hatte ich einige Erledigungen zu tun, ich erledigte das trotz Regen und Wind mit dem Fahrrad — Re­zep­ti­o­nis­tin bei einem Kunden konnte sich ein kleines fröhliches Grinsen nicht verkneifen, als ich im Fahrradponcho am Tresen stand, um einen Ordner mit aufgearbeiteten technischen Unterlagen abzugeben 😉

Ich habe die Absperrung nicht leichtfertig ignoriert, sondern wollte dem Kinderwagenschieber helfen

Steht nach Xavier nun arg schräg

Xavier-Folgen hier

Was ist hier falsch?

 

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Und hier die Antwort auf die Rätselfrage: <😉>Die Absperrbaken hätten wie das Umleitungsschild und das Zeichen 260  mit diagonalem orangen Quer-Aufkleber für ungültig erklärt werden müssen, damit Passanten und BMX-Fahrer wissen, dass drüberhüpfen erlaubt ist</😉> — irgendein sinnvoller Absperr-Grund war nicht (mehr) erkennbar, ein Sturmschaden wohl schon behoben. Wollen wir mal nicht so pingelig sein, die Aufräumtrupps hatten sicherlich sehr viel um die Ohren.

Samstag entschied ich, als die Sonne durch die Wolken blinzelte, mein Hometriner-Training ins Freie zu verlegen und etwas durch die Gegend zu stromern. Erst noch kurz „meine“ Patenkastanie inspiziert, dabei eine Absperrung bezüglich unbekannter Gefahr betrachtet und einen alten bekannten wiedergesehen.

 

Auf den ersten Blick etwas schwer verständlich?

Auf den Eselstall, bei dem ich neulich beim Weststadtadeln vorbei kam, hatte Xavier einen Baum geworfen, ich hoffe, die Esel waren vorher schon von der Weide geholt worden. Vorher hatte ich zunächst einige Deutungsschwierigkeiten beim linken Schild an einem Regenrückhalte-Teich in Timmerlah, erst auf den 2.Blick wurde mir klar, dass die Kombination doch kein Unsinn ist.

Nicht nur das Überqueren der Gleise am Übergabebahnhof Gleidingen, auch der Weg zum WIAN bei Geitelde war evtl. in Teilen am Rande des Erlaubten, der Weg auf den Berg, von dem ich hoffte, er sei eine Abkürzung zum Feldweg auf den Steinberg, endete im Nichts.

Weiß blühendes Kraut an der Fahrradkellertreppe

Noch eine Schussfahrt vom Steinberg zur Bahnunterführung, und dann war ich auch schon fast daheim. Ich war schön Frischluft, durchpustet, mein Fahrrad sieht von den diversen Feldweg- und Offroad-Wegstrecken aus wie Sau, ich glaube, ich muss mal einen Kärcher besuchen.

An der Treppe vom Fahrradkeller sah ich noch ein weiß blühendes Kraut, das ich bisher gar nicht bemerkt hatte.


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Patentaten & Patengarten

Wiesenblumen

Es gibt nicht allzu viel zu berichten. Hauptsächlich halten wir den Patengarten Müll-frei, zur Belohnung bequemten sich doch noch ein paar Blümchen aus der Wiesenblumenmischung, die Martina im Frühjahr ausgesät hat, zu blühen. Sonst haben wir wenig Arbeit investiert, mal sehen, ob wir im Frühjahr auch gestalterischen Ehrgeiz entwickeln werden.

Ich komme mehrmals die Woche — hauptsächlich beim Kurzstrecken-Schnellgehen vor dem Frühstück — an meinem „Patenstreifen“ vorbei und sammle hauptsächlich dort und wenn es sich ergibt auf den weiteren gut 100m durch den Park Unrat auf, den ich im Vorbeigehen sehe — grob geschätzt das Äquivalent von mindestens einem Dutzend achtlos weggeworfenen Tempotüchern je Woche. Da kommt im Jahresverlauf ganz schön was zusammen.

Insgesamt wenig Neues.


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(Bundestags-) Wahlhelfer in Braunschweig

Ich habe es wieder getan, war Wahlhelfer bei der Bundestagswahl. Da ich aus den überlassenen Unterlagen schon wusste, dass die Abläufe und Richtlinien für Wahlhelfer bei der Bundestagswahl in vielen Details grundlegend anders als bei Kommunalwahlen geregelt sind, hatte ich in der Woche vor dem Wahlsonntag noch ein Abend-Seminar besucht und ging die Aufgabe also gut vorbereitet an.

Dieses Mal fanden wir unser Wahllokal aufgeschlossen vor, dafür gab es das erste (Schein-) Problem bei der Anlieferung der „Ausrüstung“: irgendwie ließen sich beim besten Willen keine 3 gleichen Stapel aus dem Material, dass ein Paketbote auf Sackkarre anlieferte, auseinanderdividieren. Verwirrung, wir schnappten uns erst mal alles mit Aufkleber „221-23“ und beschlossen, der Angelegenheit im stillen Kämmerlein (unserem Wahlraum) auf den Grund zu gehen. Dort war das Rätsel schnell gelöst, unser Wahlbezirk war für eine Wahlstatistik als repräsentativer Wahlkreis ausgewählt worden, es gibt gekennzeichnete Stimmzettel für männliche und weibliche Wähler, getrennt nach Altersgruppen für unter 25 Jahren, 25 – 34, 35 – 44, 45 – 59, 60 – 69 und 70 Jahre und älter — Stimmzettel A … M. Das erfordert viel Platz und zusätzlichen Kommunikationsbedarf bei der Stimmzettelausgabe, bei gelegentlich höherem Lärmpegel im Wahlraum etwas lästig. Uns hat etwas erstaunt, wie wenige Wähler nachgefragt haben, die überwältigende Mehrheit nahm es klaglos hin, dass sie „personenbezogene“ Stimmzettel erhielten. Nur eine Wählerin schaute, nachdem sie und ihre Tochter (?) unterschiedliche Stimmzettel erhalten hatten, kurz auf ihren Stimmzettel und kommentierte „ah-ha, das geht nach Geburtsjahr …“ ☺. Ob’s etwas nutzen wird?

Zusätzliche kleine Erschwernis war, dass eine Wahlhelferin vorab verabredet hatte, dass sie erst zur Nachmittagsschicht kommen würde (und offenbar ihr Handy zwecks störungsfreien Ausschlafens ausgeschaltet hatte), wovon der kurzfristig als Ersatz eingesprungene Wahlvorsteher nichts wusste, und auch beim Wahlamt keine Notiz auffindbar war … . Konnte mit ein paar Telefonaten geklärt wird.

Der Wahltag brachte wieder einige Überraschungen und Situationen, mit denen wir nicht gerechnet hatten, verlief aber „ohne besondere Vorkommnisse“

Wegen der geringen Wahlbeteiligung hielten wir uns mit Diskussion über zweckmäßige Buchstabiertafeln und mit flauen Witzchen wach, wenn gerade kein Publikum im Raum war. Wenn wir gelegentlich gegen Langeweile zu kämpfen hatten, wie muss das dann in Stiddien mit 175 Wahlberechtigten sein? Erstmals sah ich eine Wahlschablone, die zum Einsatz kam. Ich spielte wieder mit dem Kugelschreiber herum, so dass meine Hände bald noch schlimmer als bei der Landtagswahl neulich aussahen.  Ich überlege, ob wir nächstes mal Wählern, die den Kugelschreiber aus der Wahlkabine mit heraus nehmen, den Kuli als Souvenir überlassen sollten. Wenn wir das öffentlich machen, könnte das vielleicht sogar die Wahlbeteiligung … 😉. Auffällig war die hohe Zahl an Wahlwilligen ohne Wahlbenachrichtigung (62 Wähler, verifiziert über Personalausweis), was bei vielen vielleicht auf hohes Interesse an der Wahl zurückzuführen ist — kamen von irgendwo unterwegs, hatten die Benachrichtigung nicht dabei, wollten doch noch schnell wählen. Ich selbst wählte in der Pause zwischen „Dienstbeginn“ und meiner Nachmittagsschicht auf dem Nachhauseweg in der OGS Altmühlstraße, dort im Wahlraum war man auch dankbar für jeden Kunden dankbar — trotz der etwas besseren Wahlbeteiligung von 54,0%.

Die Auszählung der Stimmen verlief dann fast sensationell fehlerfrei, alle Ergebnisse wurden durch alle Kontrollrechnungen sofort bestätigt, hatten wir alle so noch nicht erlebt — Klasse! Die durch sorgfältige, schnelle Arbeit gewonnene Zeit ging für Wahlvorstand und mich dann bei der Übergabe der Unterlagen an das Wahlamt wieder drauf, einige Teams hatten „einfach so zusammengezählt“, Kontrollrechnungen nicht durchgeführt („müssen Sie uns schon glauben“, was dann deren Übergabe seeeehr in die Länge zog. Sei’s drum, wir gingen mit dem guten Gefühl, gute Arbeit geleistet zu haben, durchaus etwas Stolz nach Hause, wo mich dann ein leckerer Chili-Eintopf als Stärkung erwartete. Man kann verregnete Sonntage auch viel langweiliger verbringen, ich bin bei der Landtagswahl wieder dabei.

Auf den verlinkten Seiten ist zu sehen, wie „unsere“ Wähler (Wahlbeteiligung 45% (+ Briefwähler))  ihre Erststimmen (Gültige Stimmen: 436 Ungültige Stimmen: 14) und Zweitstimmen Gültige Stimmen: 441, Ungültige Stimmen: 9) zugeteilt  haben. Viele weitere Details zur Wahl (auch eine grafische Aufarbeitung) gibt es hier auf dieser Informationsseite des Wahlamts.

Bedrückend finde ich, dass so viele Menschen glauben, dass  Angsthasen für Deutschland eine Alternative für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen seien. Hier ein paar Meinungen der 87% anderen.


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Schwärmerisch-astronomischer Morgenspaziergang

Morgens vor dem Frühstück (05:30 Uhr) spaziere ich zum wach-werden meistens eine schnelle Runde durch den Hochspannungspark, heute mit ein paar astronomischen „Auffälligkeiten“.

Zum einen die geradezu gleißend helle (Magnitude -3,84) Venus am noch schwarzen Osthimmel! Mars und womöglich Merkur waren wohl auch zu sehen (mir kam der Venus-Stand höher vor als aus der Sternkarte ersichtlich), da ich aber erst hinterher auf die Sternkarte geschaut habe wusste ich nichts davon, habe nicht darauf geachtet.

Seit Tagen jammere ich ja schon über das wohl baldige Sommerende, allmählich wird das zur Gewissheit: heute sah ich erstmals nach dem Sommer bewusst (über der Altmühlstraßen-Schule) das Wintersternbild Orion, mit dem hellen Sirius unten links daneben. Auch die Plejaden waren deutlich zu sehen (nicht schlecht für eine Großstadt), auf den Stier habe ich nicht geachtet.

Beim Anblick von Sirius fiel mir dann sofort der große, schwarze, bei Herrchenabwesenheit oft sehr traurige Hund mit Namen Major ein, der seit kurzem schräg über uns wohnt. Wer als erster rät warum hat gewonnen 😉

Sternkarte von heavens-above.com