RainerSeiner

Privates von Rainer B.


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Kunst: Weststadt-Collagen

Angereist waren wir zur Ausstellung standesgemäß mit dem Stretch-Bike (Tandem), mit dem wir morgen mal einige der Ansichten, die wir im KPW sahen, abklappern, bevor wir Nachmittags die Mehrgenerationen-Radtour machen.

 

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Es muss nicht immer Goethe sein …

Heinz-Dieter Vonau und Karl W. Haak mit „Neues und noch nicht Gehörtes …“ im Kulturpunkt West

Am letzten Sonntag (14.01.18) besuchten wir die oben genannte Veranstaltung, da uns die vorangegangene aus der Reihe (Papiertheater Fabula: Mathemärchen am 10.12.17) sehr gut gefallen hatte.

Von Heinz-Dieter Vonau hatte ich ehrlich gesagt noch nie vorher gehört.

Karl W. Haak kenne noch aus der Zeit, als er die eine Hälfte des Duos Twice war — zumindest einigen Hörern von Radio Okerwelle dürfte das etwas sagen, da werden gelegentlich Titel der beiden gespielt („You’re Gonna Make Me Lonesome When You Go“ von Bob Dylan, „Circle“ von  Edie Brickell & New Bohemians (wenn ich mich recht erinnere) …). Auch wenn er jetzt allein spielt wirkt sein Gitarren-Spiel noch mit demselben Zauber auf mich: nach wenigen Augenblicken überkommt mich eine wohlige Ruhe und Gelassenheit, es ist einfach schön.

Heinz-Dieter Vonaus Geschichtchen passten gut in den fast (Groß-) familiären Rahmen des KPW. Es hatte fast etwas wie bei einer Familienfeier, wenn einer der Verwandten etwas vorträgt. Nein, nicht der, bei dessen Auftritt man vor lauter Fremdschämen nicht weiß, wohin man schauen soll, sondern der, auf dessen „Auftritt“ man sich zu recht schon lange vorher gefreut hat. Es war ein buntes Potpourri mit Geschichtchen wie aus dem Leben, natürlich etwas überspitzt. Bei manchen glucksten alle im Saal vor Lachen, mit manchen konnte ich wenig anfangen, andere machten nachdenklich, einige schienen nicht nur mich an Situationen zu erinnern, die man fast genau so selbst schon erlebt hat. Wir fanden es hinreißend.

Leider hatte die Familiäre Atmosphäre und der Aufbau des Zuschauerbereichs mit Stühlen und Tischchen auch Nachteile. Besonders nach der Pause verspeisten Zuschauer unter vernehmlichen Besteckklappern Kuchen oder Krakauer-Würstchen, unterhielten sich gar darüber, ob nun letztere oder die auf dem letzten Weihnachtsmarkt schmackhafter waren — lästig! Auch, dass manche Zuschauer die Musik-Einlagen für Pausen-Hintergrundgeklimper zu halten schienen und die Zeit für Toilettengang, Geschirr-Zusammenstellen oder ein kleines Schwätzchen nutzten, hat mich sehr gestört.

Lieber so – oder doch die Tischchen beibehalten?

Obwohl wir beide von der Veranstaltung einigermaßen begeistert waren bleibt so doch leider auch ein wenig Verdrießlichkeit. Martina fände eine klassische Zuschauer-Reihenanordnung wie im Kino —  ohne Tische — als Problemlösung besser, während ich die Zwanglosigkeit der gewählte Anordnung mit Tischen im Raum schon schöner finde — es gibt wohl keine Patentlösung.

Wir gehen auf jeden Fall wieder hin, wenn es im KPW wieder heißt: „Es muss nicht immer Goethe sein“.

 

 


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Auf der Intensivstation (nur zu Besuch)

Der Ort des Geschehens

Martina und ich haben so viel Zeit zusammen auf Intensivstationen verbracht – aber nun sind wir nur noch zu Besuch „dort“ — genauer gesagt bei (Radio-) Aufzeichnungen der NDR-Info-Intensivstation.

Ende 2015 besuchten wir eine Aufzeichnung in Braunschweig in der Brunsviga, diesmal waren wir in Peine im Kultur-Forum. Wir hatten vielleicht ein Glück: hunderte Besucher, und wir finden einen Parkplatz direkt vor dem Eingang.

Die „Fast-Livesendung“ wird immer wenige Tage vorher aufgezeichnet und dann montags abends ausgestrahlt. Gestern gab es gleich 2 Sendungs-Aufzeichnungen, zusätzlich den Jahresrückblick. Diese Rundfunkaufzeichnungen haben einen ganz eigenen Charme, ich muss mir noch mal eine Aufnahme anhören, ob das so lustig ist, wie dabei zu sein  — ich glaube nicht. Und um zu horchen, ob meine „Zugabe“-Rufe noch „drin“ sind 😉

Es gibt immer ein paar Extras (auch vorweg), die es wohl nicht in die Sendung schaffen. Hier war es (unter vielen anderen) die besorgt Nachfrage des  „Conferenciers“ Axel Naumer  nach dem Verbleib der Inhaber zweier nun leerer Sitzplätze in der ersten Reihe, die zum 2. Teil der Aufzeichnung fehlten: „Etwas passiert? Hoffentlich nicht zu Tode gelangweilt?“. Antwort aus dem Publikum: „Nee, wohl eher krankgelacht“. A. N. war beruhigt 🙂

Ein toller Abend, machen wir mal wieder.

 


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Theaterbesuch

Gestern zogen wir mit meiner Schwester ein wenig „um die Häuser“. Erst kutschierten wir in einem repräsentativen 8-Zylinder mit Chauffeur (Martinas Lieblings-Linie 443) in großer Runde durch Braunschweigs Peripherie, zeigten U. einige markante Punkte, dann sahen wir in der

Komödie am Altstadtmarkt: „Gänsehaut“

Im Thriller von Peter Colley (Originaltitel: „I’ll be Back Before Midnight!“) geht es um allerlei mörderische Intrigen in einem abgelegenen Landhaus, in der Aufführung mit allerlei Edgar-Wallace-Krimi-typischen etwas klamottigen „Horror“- Effekten inszeniert (hier Bilder einer anderen Inszenierung). Die Handlung nahm trotz gelegentlicher „Knalleffekte“ nur gelegentlich angemessen Fahrt auf und war nicht so richtig stringent, wir sahen in der Komödie schon in dieser Hinsicht gelungenere Darbietungen.

Michaela Schaffrath spielte das Nervenbündel Jan (die in dieser Inszenierung Jane heißt) „ordentlich dick aufgetragen“, aber doch irgendwie passend, und auch Egon Brennecke (ich verwechselte ihn mit irgendeinem anderen auch aus dem Fernsehen Bekannten Schauspieler — ich komme nicht drauf)  als bräsiger Bauern-Nachbar konnte mit seiner Schauspielerei beim Publikum punkten. Die Rollen des wissenschaftelnden Ehegatten (René Oltmanns) und der Stief-Schwiegermutter (Christiane Rücker) boten wenig Entfaltungsmöglichkeiten, um mit der Darbietung dem Zuschauer in Erinnerung zu bleiben.

Die Handlung nahm tatsächlich einige überraschende Wendungen, ich habe mich trotz der kleinen Schwächen des Stücks gut amüsiert.

Für Nicht-Dabeigewesene  ein Trailer auf Englisch,

der Text ist selbst in Details gut wiederzuerkennen 🙂

Hinterher

ging es noch auf einen Happen zu Essen ins Momo. Anschließend erreichten wir mit einer gewagten Straßenüberquerung gerade noch die etwas komfortablere Linie 5 nach Hause. Nach dem Ausstieg standen wir gefühlt 5 Minuten an der roten Fußgängerampel am Queckenberg, trotz mehrmaligen Drückens des Anforderungsknopfes und fast 0 Autoverkehr. Es wurde uns dann zu blöd und wir reklamierten höheren technischen Notstand für Straßenüberquerung bei rot. Der restliche Heimweg durch die kalte Winternacht verlief problemlos. Wir klönten noch etwas, erörterten technische Möglichkeiten von Satelliten-Radioempfang mit akzeptabler Tonqualität, dann musste Ulrike heim, sie hatte sich für Sonntag allerlei vorgenommen.

 


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Lichtparcours-Floßfahrt

160915_004__lichtparcours_bsNachdem unsere letzte Fahrt noch wegen zu kurzfristiger Anmeldung „ins Wasser gefallen ist (alles ausgebucht), hat es gestern geklappt. Es gab Karten, Fahrt fiel nicht aus, Wetter perfekt … .Ulrike kam extra aus Northeim, nach kurzem Zwischenstopp bei uns Aufbruch zum Startpunkt „Floßstation Am Botanischen Garten“. Beim Warten auf die Abfahrt habe ich wohl am GPS-Tracker gespielt, jedenfalls endet die Aufzeichnung dort.

Die Wartezeit unter gespenstisch beleuchteten Bäumen war nur kurz, dann ging es los zu unserer Fahrt ab botanischem Garten. Nichte Marie hatte noch „ihre“ Austauschschülerin aus Kasan mitgebracht, damit hatten wir die Teilnehmerin mit der weitesten Anreise in der Reisegruppe und etwas Aufmerksamkeit für den Moment. Die Familie der Flößerin stammt zwar anscheinend aus Weit Weit Weg, sie selbst ist aber waschechte Braaunschwaaigerin.

Kaum begrüßt, fuhren wir schon an der ersten Attraktion vorbei. Unsere Führerin erzählte viele interessante Details zum Lichtparcours, den einzelnen Objekten und der Braunschweigischen Stadtgeschichte. Außerdem begegneten uns beleuchtete und unbeleuchtete Boote, wir lernten etwas über die Vorfahrtsregeln auf der Oker (die üblichen gelten nicht, Vorfahrt wird bei Bedarf ausdiskutiert, es gibt viele Joker) und Probleme mit Weidenzweigen in der Schraube und mümmelten dazu unsere mitgebrachten Snacks. Die meisten Attraktionen konnten wir am besten in den Bildschirmen der zum Fotografieren hochgehaltenen Smartphones und Tablets betrachten — ob die mehr Erfolg hatten als ich? Meine Hoffnung, mit Vielfachaufnahmen + Maximalempfindlichkeit ab und an einen Zufallstreffer für ein scharfes Bild mit brauchbarer Belichtung zu bekommen erwies sich jedenfalls als Schnapsidee.

Damit Interessierte Bot No One’s Home“ von Kevin Schmidt auch aus der Nähe und von innen bewundern konnten gab es auf der Rückfahrt kurz vor dem Ziel einen Anlegestopp vor dem Kulissenhaus. Die Flößerin hatte sich offenbar etwas verschätzt, versuchte, die Paddler samt Boot am Steg mit dem Ruf „Weg da, ich muss jetzt anlegen“ und unterschwelliger Androhung von kinetischer Energie zu verscheuchen. Wolfgang sinnierte, ob wir gleich eine völlig neue Deutung des Begriffs Faltboot erleben würden … . Die Paddler beeilten sich und brachten ihr Boot rechtzeitig in Sicherheit, die Flößerin unterstrich die Ernsthaftigkeit ihrer Drohung mit einem laut krachenden Anlegemanöver, begleitet von einigen spitzen Angst-Schreien von Fahrgästinnen aus dem Bugbereich.

Ulrike, Martina und ich schauten uns noch das Häuserkunstwerk an, der Rest ging gleich in Richtung Auto. Das Haus war sehr grell bunt mit seeehhhr vielen LEDchen und etwas Hitchcock-Hintergrundmusik, so richtig sagen wollte es mir nichts.

Zurück zum Auto war es nur ein Katzensprung, Ulrike brachte uns freundlicher Weise noch nach Hause — es wird allmählich zur lieben Gewohnheit, dass wir uns von Ihr zu jeder Unternehmung karren lassen 😉

Bei einem schnellen Einschlafbierchen freuten wir uns, eine der letzten möglichen Schönwetter-Lichtparcours-Fahrten noch wahrgenommen zu haben, nun ist nach derzeitiger Planung erst mal bis 2020 keine Gelegenheit mehr.

Epilog:
Die fehlerhafte Schreibweise für eines der Kunstwerke auf der Webseite Okerfahrt – Tour ab Botanischer Garten (auf allen anderen ist sie richtig) habe ich moniert.