RainerSeiner

Privates von Rainer B.


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Gegenwind-Fahrt nach Lengede mit dem 🚴

… Radfahrer: 2,5 km

Autofahrer: 1 km nach Lengede, …

Das Wetter war weniger sonnig als erhofft, aber zumindest war bis Mittag Regenfreiheit versprochen, also machte ich mich auf die angekündigte Fahrt durch den kalten Winter-Wind nach Lengede. Am Treffpunkt wartete erwartungsgemäß niemand, also gleich weiter!

Der kalte (3°C), stetige Südwestwind zwang mich auch an kleineren Steigungen herunter in den 1. Gang (3-Gang Nabe), aber es ging. Außer als ich das Fahrrad aus dem Keller schob (2 Minuten) sah ich auf der Hinfahrt Sonnenschein nur ringsum in der Ferne. Der Seilbahnberg war eine schöne Navigationshilfe. Kurz vor dem Ziel sah ich die putzige Fahrradweg-Abkürzung rechts.

3 Finger breit Schnaps waren noch da. Eigentlich hätte ich das ausschütten sollen, Kinderspielplatz direkt daneben, hatte ich da aber nicht dran gedacht.

Navigationshilfe ganz fern

Ich umrundete den Seilbahnberg auf dem Fahrrad, trank hier meine Buttermilch (dank Thermosflaschentransport nicht zu sehr ausgekühlt), verwarf einen Aufstieg an der Treppe nach kurzem Anlauf, da nicht klar erkennbar war, ob das irgendwo bis oben weiter geht (außerdem: die Knie, die Regenwolken am Horizont, …), verschmähte am Ende der Umrundung den von Zechern zurückgelassenen Wodka-Rest und machte mich wieder auf die Heimfahrt.

Rund um den Berg sah ich mehrfach (auch größere) Gänseschwärme, die aber nur so umher zu fliegen schienen, kein Zug gen Süden.

Der Sonnenschein hielt nicht lange, im Gegenteil, die dunklen Wolken wurden immer bedrohlicher. Aber das Pedelec-Gefühl mit 25 … 30 km/h ohne viel zu strampeln war auch mit schnellem Streckengewinn verbunden.

… wäre das auch keine Katastrophe – Sonntags gegen 11 Uhr

Falls das Fahrrad gerade hier auseinander fiele …

In Wierte checkte ich noch mal meine Optionen für ein Worst Case Szenario.

2 Stunden und gut 27 km später war ich wieder daheim. Ein herrliches Gefühl, auf dem Sofa den großen Becher Hühnerbrühe zwischen den Füßen zu halten und zu spüren, wie die wieder auftauen 😁.

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Sonnenaufgangs-Radrundfahrt 🚴

Letzten Samstag sahen wir beim Frühstück durchʼs Küchenfenster einen bombastischen Sonnenaufgang, so das ich mich spontan zu einer kleinen Sonnenaufgangs-Radfahrt entschloss; da sich so kurzfristig keine Mitfahrer fanden „Freies Stromern, immer der Nase nach“.

Sonnenaufgang mit Fernsehturm

Aus Rund um den Fernsehturm wurde eine  Feldweg-Sackgassen-Erkundungstour in der Geitelder Gegend. Der weitere Sonnenaufgang unterwegs war dann weniger spektakulär, als der Blick aus dem Küchenfenster versprochen hatte, und es war recht frisch, aber schön, und ich hatte dieses Mal Handschuhe an.

Sackgasse?

Ende für PKW und KRAD

In Geitelde sah ich dann diese Schilderkombination, und es ist eine kleine Obsession von mir, zu prüfen, ob das Sackgassenschild wirklich noch korrekt ist oder nicht eigentlich Zeichen 357-50 (für Radverkehr und Fußgänger durchlässige Sackgasse) oder doch eher Zeichen 357-51 oder Zeichen 357-52 korrekt wäre — dass es aus dem Tausend-Hektar-Terrain hinter dem Sackgassenschild kein Entkommen für Fußgänger geben sollte erschien mir doch arg unwahrscheinlich 🤔.

Track-Screenshot

Gefahren der Energiewende

Zunächst ging die Wertung aber 2:0 für die Schilderaufsteller aus, weder am Übergababahnhof Beddingen noch am Windpark kam ich weiter. Erst mein dritter Ausbruchsversuch, in Richtung Süden und dann große Schleife zurück nach Geitelde, war erfolgreich.

Ich hatte Lust, noch etwas mehr herumzustromern, also fuhr ich für den Rückweg noch eine Schleife durch das Geitelder Holz. Dort drin hatten die beiden schweren Stürme der letzten Zeit verheerend gewütet, die Fahrt durch den Wald entpuppte sich als Hindernis-Parcours, ich hätte 2 weitere Spezial-Fahrräder gebraucht: Ein Trialbike für die Überwindung der Baumhindernisse und ein Fatbike für die großen Modderpfützen.

Trotz aller Hindernisse, es war wie im Film: Rainer kam durch.

Auf dem letzten Stück des Rückwegs bestaunte ich noch den Andrang bei Frerichs Backstube („Schlange bis halb nach Geitelde“) und die Verschlafenheit der Leute am mittleren Samstag-Vormittag: Niemand vor mir hatte das weiße A4- Schild mit Bildzeitungs-Titel-großen Lettern „Derzeit keine EC-Kartenzahlung möglich“ gesehen. Verzweifeltes Kleingeldkramen, hoffentlich war keiner von denen mit dem Auto … .

 


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Wanderung bei Bad Salzdetfurth 🚶

Mit etwas Verspätung kam ich am Mitfahr-Treffpunkt an, schnell alle Ausrüstung im Wagen verstaut, und los ging es. Carsten’s Navi behauptete unterwegs mit sonorer Stimme, wir würden gerade den Luftkurort Bad Deckenstedt passieren, führte uns ansonsten aber souverän ans Ziel, dem Kulturbahnhof in Bad Salzdetfurth. Wir kamen trotz der Dauerbaustelle auf der A39 mit reichlich Zeitreserve dort an.  Auf den letzten Kilometern bekamen wir anlässlich des Nieselregens Wetterbedenken, die sich für den Vormittag aber als weitgehend unbegründet erweisen sollten.

Die übrigen trudelten auch bald ein, und nach kurzer Diskussion an der Info-Tafel entschieden wir uns für Rundweg 8.

Der mutete uns gleich zu Anfang seine Steigungsetappe zu, ich litt offenbar unter Höhen-Sauerstoffmangel, faselte von einem Ort bei Braunschweig mit „O“, wo man zum Paddeln in die Schunter  steigen und vorzügliche Pizza bestellen kann … . Wir alle sahen aus Stein gemeißelte Widder, die sich dann doch plötzlich bewegten. Auf dem Weg zum ersten Päuschen bei er Schutzhütte an der MatsenbornQuelle, die den Gehlenbach speist (oder war es doch hinterher), begegnete uns ein bergauffahrender Mountainbike-Fahrer, der irgendetwas von Hunde-Leinenpflicht (so halb an uns, halb vor sich hin) quatschte, ich widerstand der Versuchung, ihn auf Mountainbikefahrer-Maulkorb-Pflicht anzusprechen.

Wir kamen auch an vielen Esskastanien vorbei, Arnulf machte mir 2 Navigations-Apps (eine davon Wanderrouten-tauglich, die andere mit Offline-Kartenmaterial)  schmackhaft, die Pilzsammler schauten interessiert links und rechts in den Wald.

Dann war es auch schon Zeit für einen Mittagssnack, in der Hoffnung auf etwas Sonnenschein verließen wir den Rundweg ein Stück und ließen uns am Parkplatz nahe des Söhrer Forsthauses nieder. Die einen mümmelten einfach ein vorbereitetes Pausenbrot, Detrins Frischtheke wurde aufgebaut, Arnulf und Moni studierten die Gegend, blickten zum Rottsberg.

Obwohl wir frisch gestärkt waren, gelang es uns auf dem weiteren Weg nur mit Mühe, einen Wanderer am Rollator zu überholen, und auch das wohl nur, weil sein luftbereifter Gelände-Rollator noch in Arbeit ist. Weitere Steilanstiege blieben uns erspart, dafür mussten wir bei immer stärker werdendem Regen einige Wilderness Challenge Geländehindernisse (Pfützen, von Reitern und wohl auch Mointainbikern liebevoll gestaltet) überwinden, so dass wir  uns beim Verlassen des Waldes wieder ein Päuschen verdient hatten.

Wegen des nun doch schon etwas lästigen Regens warf ich den Regenponcho über, bevor es weiter ging. Einige von uns (ich) hatten zunächst einige Orientierungsprobleme, bevor wir uns auf der Wanderkarte am Parkplatz wieder ortskundig gemacht hatten. Auf dem Weg über das freie Feld sahen wir eine Gedenksäule zu irgendeinem Landtags-Ereignis im 13. Jahrhundert, im Internet konnte ich nichts darüber finden, habe sie trotzdem schon mal bei OSM eingetragen.

Dank der durchgehend sehr guten Weg-Ausschilderung fanden wir Bad Salzdetfurth problemlos wieder, entschlossen uns dort, doch noch mal einzukehren.

Dort waren wir

Katrin bat, während des Essens nicht fotografiert zu werden, so das ihr Gesichtsausdruck beim Anblick der bestellten Erbsensuppe der Nachwelt nicht als Photo erhalten ist, ich versuche es mal mit einer Beschreibung: „😀🤗😂😃😍😄😋“! Wir waren alle zufrieden, das Café hat ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis.

Drinnen war es — dem Rentner-Kurort geschuldet — mollig warm, anschließend war ich jedenfalls ordentlich träge. Kurz vor dem Kulturbahnhof verabschiedeten wir uns und fuhren in verschiedene Himmelsrichtungen wieder heimwärts.

Als wir bei Tina und Carsten ankahmen regnete es mal wieder etwas mehr, ich hatte aber keine Lust, den Poncho noch mal herauszukramen, radelte die 3 km ohne Regenschutz nach Hause.

Track – Screenshot

Das war schön. Der Wanderweg ist — besonders jetzt im Herbst und bei eher trüben Wetter — ohne besondere Reize und Sehenswürdigkeiten, aber für einen halbwegs unanstrengenden Rund-Spaziergang war er prima. Ein Vorteil der Gegend ist die sehr gute Ausschilderung der Wege, und dass es dort sehr viele Wanderwege gibt, man kann leicht eine Extraschleife einfügen oder eine Abkürzung wählen. Und der Weg ist mir gut bekommen, die Woche über hatten mich die Knie etwas geplagt, nach der Wanderung sind die Schmerzen erst mal wieder wie weggeblasen. Nächstes mal gehen wir dann wieder irgendeinen Kammweg mit elephantastischer Aussicht.

Track zur Tour: 15,60 km — Gesamtzeit 5:11:40 h — 3 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit (incl. Pausen).

 

 


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Zwei Rad Touren

Freitag hatte ich einige Erledigungen zu tun, ich erledigte das trotz Regen und Wind mit dem Fahrrad — Re­zep­ti­o­nis­tin bei einem Kunden konnte sich ein kleines fröhliches Grinsen nicht verkneifen, als ich im Fahrradponcho am Tresen stand, um einen Ordner mit aufgearbeiteten technischen Unterlagen abzugeben 😉

Ich habe die Absperrung nicht leichtfertig ignoriert, sondern wollte dem Kinderwagenschieber helfen

Steht nach Xavier nun arg schräg

Xavier-Folgen hier

Was ist hier falsch?

 

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Und hier die Antwort auf die Rätselfrage: <😉>Die Absperrbaken hätten wie das Umleitungsschild und das Zeichen 260  mit diagonalem orangen Quer-Aufkleber für ungültig erklärt werden müssen, damit Passanten und BMX-Fahrer wissen, dass drüberhüpfen erlaubt ist</😉> — irgendein sinnvoller Absperr-Grund war nicht (mehr) erkennbar, ein Sturmschaden wohl schon behoben. Wollen wir mal nicht so pingelig sein, die Aufräumtrupps hatten sicherlich sehr viel um die Ohren.

Samstag entschied ich, als die Sonne durch die Wolken blinzelte, mein Hometriner-Training ins Freie zu verlegen und etwas durch die Gegend zu stromern. Erst noch kurz „meine“ Patenkastanie inspiziert, dabei eine Absperrung bezüglich unbekannter Gefahr betrachtet und einen alten bekannten wiedergesehen.

 

Auf den ersten Blick etwas schwer verständlich?

Auf den Eselstall, bei dem ich neulich beim Weststadtadeln vorbei kam, hatte Xavier einen Baum geworfen, ich hoffe, die Esel waren vorher schon von der Weide geholt worden. Vorher hatte ich zunächst einige Deutungsschwierigkeiten beim linken Schild an einem Regenrückhalte-Teich in Timmerlah, erst auf den 2.Blick wurde mir klar, dass die Kombination doch kein Unsinn ist.

Nicht nur das Überqueren der Gleise am Übergabebahnhof Gleidingen, auch der Weg zum WIAN bei Geitelde war evtl. in Teilen am Rande des Erlaubten, der Weg auf den Berg, von dem ich hoffte, er sei eine Abkürzung zum Feldweg auf den Steinberg, endete im Nichts.

Weiß blühendes Kraut an der Fahrradkellertreppe

Noch eine Schussfahrt vom Steinberg zur Bahnunterführung, und dann war ich auch schon fast daheim. Ich war schön Frischluft, durchpustet, mein Fahrrad sieht von den diversen Feldweg- und Offroad-Wegstrecken aus wie Sau, ich glaube, ich muss mal einen Kärcher besuchen.

An der Treppe vom Fahrradkeller sah ich noch ein weiß blühendes Kraut, das ich bisher gar nicht bemerkt hatte.


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Fahrradtour nach Thiede

Ich will 3x die Woche ein Sportpensum, das 30km auf dem Hometrainer entspricht, in der Natur „leisten“, als flotter Hundespaziergang, mit dem Fahrrad durch die Gegend stromern, oder so ähnlich.

Samstag hatte ich mir das hier als Idee ausgeguckt, und diese Tour ist beim Versuch, das auf möglichst vielen Feldwegen nachzufahren, heraus gekommen.

Los ging es im viel zu kleinen Fahrradkeller, sofort Spießrutenlauf durch den Mückenschwarm hinter der Ausgangstür, weiter auf zunächst bekannten Pfaden.

(Zu) Wenig Platz im Fahrradkeller

Brücke über den …

… ganz schön zugewachsenen …

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Wohin geht das?

Habe ich nun Dunkelheit oder Wintereinbruch verpasst? Diese Tür hier war abgeschlossen

Lebensgefahr …

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… auf Weiden und einer urwüchsigen Kräuterwiese. Endstation!

… vorbei an einem Regenrückhaltebecken

Den abgerissenen Leitpfosten habe ich auf mitreden.de gemeldet.

Irgend wo dort habe ich auch zwei wohl noch nicht ganz reife Äpfel von einem Baum an der Straße gepflückt und für Zuhause eingepackt — ob Martina die mitisst? Nach einer Runde durch den Ort ging es weiter Richtung Thiede, wobei mehr als einmal ein zunächst gut ausgebauter Feld-Fahrweg als morastige Wiesensackgasse endete. Ich hatte mir als Schnapsidee-Ziel Gemüsekauf bei Netto (ich fragte mich durch) und Genuss einer dort erstandenen Buttermilch beim alten Bekannten Deti ausgedacht, der war aber nicht zu Hause. Also gab es die Buttermilch auf einem dicken Holzpfosten auf der Verkehrsinselwiese, und dann ging es zurück nach Hause.

Hatte ich noch nie vorher von gehört.

Eigentlich wollte ich eine unterwegs gefundene Straße zur Rückkehr über Geitelde benutzen, fand ich aber nicht wieder, also erst mal nach Rüningen, dann auf bekanntem Hundespazierweg durch das Geitelder Holz (dort war es nach den Regenfällen der letzten Wochen noch ganz schön morastig) zurück zur Lechstraße. Der Tracker zeigte 30,2 km, schöne Tour, mein Nachmittags-Pflaumenkuchenstück (mit Sahne) hatte ich mir redlich verdient. Aber das ist dann schon wieder eine ganz andere Geschichte.

 


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Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 4 🏕

Montag, 07.08.2017 — Tag 4

Mit dem Twist nach Celle! Die Fahrt ist unspektakulär, aber die Ruhe während der Fahrt phantastisch. Aufbruch-Impressionen von Martina:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und meine Bilder:

 

Für das Wehr Osterloh müssten der Twist und ich noch etwas zusammen üben, durchfahrt verboten.

In Celle ist dann am Torplatz-Wehr der Fluss „mit Brettern zugenagelt“ (siehe GPX-Track), ich beendete die Paddeltour dort. Die ÖPNV-Rückfahrt war dann ein echter Hit! Ich klärte telefonisch von der Ausstiegsstelle schon mal die Bürgerbus-Fahrmöglichkeiten, der Herr am anderen Ende verstand zunächst nicht, dass ich erst mal von Celle zu einer Bürgerbushaltestelle kommen müsste, konnte mir dann aber den Tipp „Celle-Schlossplatz — Linie 500 — Wienhausen am Kiosk in den Bürgerbus“ geben. Auf der Brücke sprach ich einen Passanten auf mein Rückreiseproblem an, der gab zu, vom örtlichen ÖPNV keine Ahnung zu haben, konnte mir aber den Weg zum Schlossplatz sagen — Katzensprung! Boot eingepackt, losgegangen, am Schlossplatz 7 Minuten Wartezeit auf die Linie 500, endlose, aber interessante Sightseeing-Jökelei rund um Celle, direkt Anschluss zum Bürgerbus in Wienhausen (Kioskhaltestelle muss man erst mal finden, ist von CeBus-Endstation aus nicht sichtbar). Ich habe da aber auch ein Talent 🙂 Hätte ichʼs gewusst hätte ich sogar in Celle eine Fahrkarte für die ganze Fahrt lösen können. Hier der GPX-Track! Der Bus fuhr noch in die Einfahrt zum Campingplatz, der Fahrer erkundigte sich, ob der Tender Donau noch in Dienst sei (wg. meiner Schirmmütze), wozu ich zunächst keine Auskunft geben konnte

Pünktlich zum Kaffeetrinken war ich wieder auf dem Zeltplatz.

Nachmittags wollten wir in Wienhausen Grilladen für den Abend beim Fleischer und ein frisches Brot für den nächsten Tag beim Bäcker kaufen — beide haben Montag-Nachmittag geschlossen. Den 2. Fleischer scheint es nicht mehr zu geben, Schaufenster leer. Martina war geknickt.

Der Edeka-Laden ist witzig: Post, Lottoannahme, Getränkemarkt, erweitertes Warenprogramm mit allem was man so braucht, womöglich gar Landmaschinen 😉

Abends wieder das übliche Programm, nach Penny-Steaks Feierabendbierchen, Abendrot, Fledermäuse und Myriaden von Mücken.

 


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Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 2 🏕

Samstag, 05.08.2017

Flüchtlinge? Hier?

Morgens beim Frühstück erst mal eine merkwürdige Begegnung (siehe Bild rechts)! Außerdem hörte ich mehrfach einen Vogel,dessen Gesang wie „Katze der man auf den Schwanz tritt“ klang — gut-Amsel groß, sehr scheu, Amselweibchen-mit grün-gepudert-Farbe — keine Ahnung! Außerdem einen sehr großen Greifvogel! Unser „Kühlschrank“-Thermometer zeigte auf dem Kühlbox-Boden 2,5°C an. Kaffeewasser mit unserem alten Wasserkocher (1,2 kW, Campingstrom-tauglich) gebrüht — dekadent! Ein versuchter Wespen-Suizid im Kaffeebecher brachte Martina etwas aus der Fassung. Die neulich von Ulrike „geerbten“ kleinen Schraubverschluss-Gläschen waren prima für Marmeladen und Leberwurst in Campingwochen-Portionen.

Dann musste ich natürlich mal zu einer Bootsgasse fahren, ich entschied mich für die oberhalb des Platzes, um ein paar Proberutschen zu fahren. Der „Aufstieg“ war doch etwas zeitraubend, die stärkere Strömung wegen des Aller-Hochwassers schien mir noch spürbar, auch wenn der „Flutberg“ (Pegel Langlingen) weitgehend abgelaufen war.

Oberhalb des Wehrs begegnete mir eine Gruppe sturzbetrunkener Kanuten. In jedem Canadier ein mehr oder weniger vollständig geleerter Bierkasten und ein stark dezimierter Spirituosenvorrat. Die Leute waren zu betrunken, um aufrecht im Boot zu sitzen, ein Canadier lag (voll Wasser) tief im Wasser, wurde von einem Schwimmer gezogen, während ein zweiter ehemaliger Insasse nebenher schwamm. Ein 2. Canadier kippte 30m vor dem Steg in völlig ruhigem Wasser „einfach so“ um — hatten sich alle Insassen zur gleichen Seite zum Kotzen über die Bordwand gelehnt? Ich schaute erst hin, als ich es planschen hörte. Was für ein Bootsverleih lässt das denn zu, dass vor der Abfahrt solche Mengen Alkoholika ins Boot geladen werden? Auch auf dem Wasser gilt eine Promillegrenze, ist auf Gewässern und in Bundesländern unterschiedlich geregelt, aber stets an STVO angelehnt. Verantwortungslos! Die Truppe begegnete mir später noch wieder — die feierten vom Nachmittag bis tief in die Nacht nebenan lautstark einen Junggesellenabschied.

Meine 3 Abfahrten machten mir Spaß, die Schaummengen auf der Aller fand ich doch etwas verdächtig. Meistens sind das allerdings nur „zerkloppte“ Kleinstlebewesen, deren Reste dann mit (am Wehr bei Hochwasserströmung vermehrt ins Wasser eingetragenen) Sauerstoff reagieren und diese Schaumberge bilden. Dazu kommt oft ein „irgendwie fäkaler“ Geruch.

Wer aus dem Boot fällt …

… nimmt ein unfreiwilliges Schaumbad

Ich war pünktlich zum Mittagssnack wieder am Zeltplatz, anschließend nutzten wir Regenschauer-bedingte Zwantspause für ein Mittagsnickerchen im Zelt. Zum Um-Die-Ecke-Denken sind wir nicht gekommen.

Abendessen: Miracoli  (252g Nudeleinwaage) mit vorgewärmten Wasser aus dem elektrischen Wasserkocher!