RainerSeiner

Privates von Rainer B.


Hinterlasse einen Kommentar

Zwei Rad Touren

Freitag hatte ich einige Erledigungen zu tun, ich erledigte das trotz Regen und Wind mit dem Fahrrad — Re­zep­ti­o­nis­tin bei einem Kunden konnte sich ein kleines fröhliches Grinsen nicht verkneifen, als ich im Fahrradponcho am Tresen stand, um einen Ordner mit aufgearbeiteten technischen Unterlagen abzugeben 😉

Ich habe die Absperrung nicht leichtfertig ignoriert, sondern wollte dem Kinderwagenschieber helfen

Steht nach Xavier nun arg schräg

Xavier-Folgen hier

Was ist hier falsch?

 

___________________________________________________________________________

Und hier die Antwort auf die Rätselfrage: <😉>Die Absperrbaken hätten wie das Umleitungsschild und das Zeichen 260  mit diagonalem orangen Quer-Aufkleber für ungültig erklärt werden müssen, damit Passanten und BMX-Fahrer wissen, dass drüberhüpfen erlaubt ist</😉> — irgendein sinnvoller Absperr-Grund war nicht (mehr) erkennbar, ein Sturmschaden wohl schon behoben. Wollen wir mal nicht so pingelig sein, die Aufräumtrupps hatten sicherlich sehr viel um die Ohren.

Samstag entschied ich, als die Sonne durch die Wolken blinzelte, mein Hometriner-Training ins Freie zu verlegen und etwas durch die Gegend zu stromern. Erst noch kurz „meine“ Patenkastanie inspiziert, dabei eine Absperrung bezüglich unbekannter Gefahr betrachtet und einen alten bekannten wiedergesehen.

 

Auf den ersten Blick etwas schwer verständlich?

Auf den Eselstall, bei dem ich neulich beim Weststadtadeln vorbei kam, hatte Xavier einen Baum geworfen, ich hoffe, die Esel waren vorher schon von der Weide geholt worden. Vorher hatte ich zunächst einige Deutungsschwierigkeiten beim linken Schild an einem Regenrückhalte-Teich in Timmerlah, erst auf den 2.Blick wurde mir klar, dass die Kombination doch kein Unsinn ist.

Nicht nur das Überqueren der Gleise am Übergabebahnhof Gleidingen, auch der Weg zum WIAN bei Geitelde war evtl. in Teilen am Rande des Erlaubten, der Weg auf den Berg, von dem ich hoffte, er sei eine Abkürzung zum Feldweg auf den Steinberg, endete im Nichts.

Weiß blühendes Kraut an der Fahrradkellertreppe

Noch eine Schussfahrt vom Steinberg zur Bahnunterführung, und dann war ich auch schon fast daheim. Ich war schön Frischluft, durchpustet, mein Fahrrad sieht von den diversen Feldweg- und Offroad-Wegstrecken aus wie Sau, ich glaube, ich muss mal einen Kärcher besuchen.

An der Treppe vom Fahrradkeller sah ich noch ein weiß blühendes Kraut, das ich bisher gar nicht bemerkt hatte.

Advertisements


3 Kommentare

Fake News: Bäckerei Kretzschmar in Timmerlah

<😉>Man liest viel über Fake News, und wie bereitwillig die Leute darauf hereinfallen. Neulich geriet ich beim Versuch, eine solche Fehlinformation zu platzieren, aber an die Falschen.

Ich hatte mir das Geschichtchen ausgedacht, in Timmerlah habe am Ortsausgang in Richtung Rüningen eine neue Filiale der Bäckerei Kretzschmar — direkt neben einer (natürlich ebenfalls erfundenen) Netto-Filiale — eröffnet. Diese Story versuchte ich, bei golocal.de zu plazieren. Hatte sogar noch eine Bewertung angekündigt, um den Anschein der Glaubwürdigkeit zu verstärken. Aber die sind nicht drauf ʼreingefallen, schon bald erhielt ich per Email die Nachricht „Unsere Datenredaktion hat geprüft und geprüft – aber wir konnten keinen Hinweis finden, dass diese Location tatsächlich existiert“.

„Beweis“-Photo

Ich wollte mich nicht gleich geschlagen geben, schob noch ein paar fadenscheinige „Beweise“ für die Existenz der „Location“ nach. So beispielsweise das Photo rechts, mit Netto und spiegelverkehrtem „Kretzschmar“. Und einen Link auf einen Zeitungsbericht, der behauptet, in Timmerlah solle es demnächst eine Netto-Filiale geben. Und einen Kartenlink, aber das war denn doch zu plump, die Kartendetails hatte ich ja selbst gefälscht. Und noch einen Link auf einen Zeitungsartikel. Und einen Link mit den Kontaktdaten der Fa. Kretzschmar; ich hatte gehofft, die würden da mal anrufen, und dann würde ihnen der Mitarbeiter (der natürlich mit mir unter einer Decke steckt) schon weismachen, es gäbe in Timmerlah eine solche Bäckereifiliale. Aber der Schuss ging nach hinten los, die Filial-Information der Webseite (2013 ©) sagt klar, dass es in Timmerlah keine Kretzschmar-Filiale gibt.

Auch wenn die Leute bei golocal.de vielleicht nicht ganz so gewitzt sind, wie meine bisherigen Ausführungen vermuten lassen könnten (die nicht auf der Filial-Information aufgeführten Fake-Filialen „Schild 1“ und „Mittelweg“ wurden noch nicht wieder aus dem Bewertungsportal entfernt), war mir klar, wenn ich die täuschen will, muss ich schwerere Geschütze auffahren.

Also, hier eine bessere „Beweis“-Story:

Am 23.09 kehrte ich auf einer kleinen Fahrradtour durch das westliche Braunschweiger Umland noch kurz in der neuen Kretzschmar-Filiale in Timmerlah ein, um mir ein Bild zu machen, ob wir uns dort vielleicht einmal mit unserm Team Weststadtradeln auf ein belegte Brötchen oder eine andere Stärkung treffen könnten:

Das hat gedauert, die Bilder so Photo-täuschend echt hinzubekommen … . Obwohl das so eigentlich schon „Beweis“ genug sein sollte, habe ich auch noch eine Kretzschmar-Anzeige für die Filiale in der Oktober-Weststad Aktuell (Seite 7) geschaltet — für Geld … . Ich hoffe, das golocal.de kommt auf den Gedanken, die in der Anzeige genannte Telefonnummer anzurufen – dort sitzt jemand, den ich „geimpft“ habe, der also mein Geschichtchen von der Bäckereifiliale in Timmerlah bestätigen wird.

Wenn mir dieser Coup gelingt, versuche ich mal etwas richtig Dreistes – eine Bewertung des Hochsee-Fischereihafens in Bielefeld.</😉>

 


Hinterlasse einen Kommentar

Patentaten & Patengarten

Wiesenblumen

Es gibt nicht allzu viel zu berichten. Hauptsächlich halten wir den Patengarten Müll-frei, zur Belohnung bequemten sich doch noch ein paar Blümchen aus der Wiesenblumenmischung, die Martina im Frühjahr ausgesät hat, zu blühen. Sonst haben wir wenig Arbeit investiert, mal sehen, ob wir im Frühjahr auch gestalterischen Ehrgeiz entwickeln werden.

Ich komme mehrmals die Woche — hauptsächlich beim Kurzstrecken-Schnellgehen vor dem Frühstück — an meinem „Patenstreifen“ vorbei und sammle hauptsächlich dort und wenn es sich ergibt auf den weiteren gut 100m durch den Park Unrat auf, den ich im Vorbeigehen sehe — grob geschätzt das Äquivalent von mindestens einem Dutzend achtlos weggeworfenen Tempotüchern je Woche. Da kommt im Jahresverlauf ganz schön was zusammen.

Insgesamt wenig Neues.


Ein Kommentar

Mein Erster Einsatz für den Lastenlöwen 🚴

Kaum hatte ich davon gehört, buchte ich einen Tag lang den Lastenlöwen Heinrich II am Standort Bürger-Beratungs-Zentrum (BüBZ Frankfurter Str. 226). Die Nutzung ist kostenlos, Maximale Buchungsdauer 3 Tage in einem Rutsch, Abholung und Abgabe zwischen 10:00 und 16:00 Uhr! Ich bin mir sehr sicher, schon frühere Buchungen auf der Buchungsseite gesehen zu haben, an diesem Standort war ich aber (vom „Personal“ bestätigt) der erste Nutzer. Unterlagenbox musste erst eine Weile gesucht werden, Spendendose mit 0 Cent darin (ich stiftete ein 2-€-Stück, die Leute hinter dem Tresen wirkten recht unsicher, was für Formalitäten alles zu erledigen wären. Ich fühlte mich als Pionier.

Da ich einige Bierkästen mit leeren Flaschen gegen solche mit vollen umtauschen wollte, hieß es also erst mal wieder 2,5 km zurück nach Hause, Leergut einsammeln. Mit 4 Leergutkästen + ca. 20 leeren Flaschen dann 4 km zu real (Otto-von-Guericke-Straße, ich fuhr „zum Kennenlernen“ einen kleinen Umweg), Leergut ʼraus, Einkäufe erledigen, 2 frische Kästen, 5 kg Mehl, 3 Buttermilch und allerlei Kleinkram in der Lademulde verstaut, 3 km auf (fast) direktem Weg nach Hause. Weitere Einsätze gab es nicht, also zur Rückgabe gegen 15:30 Uhr wieder 2,5 km zum „Stützpunkt“, das Lastentier abgeben. Insgesamt heute 18,5 km Weststadtradeln! ☺

Meine allgemeinen Eindrücke:

Schöne Sache, aber für den Bierkauf in der derzeitigen Form zu umständlich. Sonst packe ich mir 4-5 leeren Kästen in den Kofferraum, fahre auf meiner Tour (in der Regel Dienst-Einsatz) eben zum Getränkemarkt, tausche die 5 leeren gegen 5 volle Kästen um, das sind maximal 20 Minuten extra. Wegen der Extra-Leergutabholung dauerte hier allein Holen vom und Bringen zum Stützpunkt insgesamt 1 Stunde. Und 5 volle Kästen fände ich doch etwas bedenklich in der Lademulde.

Fahreindrücke:

  • Für einen halbwegs geübten Radfahrer ist das Fahren mit dem Lastenlöwen kein großes Problem.
  • Man muss sich aber schon etwas an das Gerät gewöhnen, schon beim Leerguttransport wirkte der Rahmen beim langsamen Rangieren etwas labil. Man muss halt hektische Lenkbewegungen vermeiden.
  • An den großen Wendekreis und das etwas andere Ansprechen der Lenkung muss man sich gewöhnen, geht aber.
  • Fährt man mit unbeladenem Lastenlöwen einen nicht abgesenkten Bordstein hoch (oder meistert ein ähnliches Hindernis), springt das Vorderrad unangenehm hoch, aufpassen!
  • Die 8-Gang Nabenschaltung ist darauf ausgelegt, auch mit Schwerlast steile Berge hoch zu kommen. Im ersten Gang kann man wie blöd Strampeln und bekommt trotzdem kaum mehr Fahrt drauf, als man benötigt, um halbwegs sicher nicht umzukippen 😉
  • Das fahren mit dem Lastenrad war für mich anstrengender als erwartet. Das könnte aber auch daran gelegen haben, dass ich versuchte, meine Normalgeschwindigkeit zu fahren, das schaffen aber wohl nur sehr trainierte Radler. Sonst cruist man halt mehr LKW-mäßig langsam umher.
  • Straßenüberquerungen an Radfahrerampeln haben mit dem Gerät gelegentlich kleine Tücken. Ist man nah genug an den Bedarfstaster heran gefahren, steht das Vorderrad schon halb auf der Fahrbahn, und muss man in der Straßenmitte auf einer Verkehrsinsel erst noch auf grün warten, ist das Fahrrad evtl. zu lang; dieses Problem hat man auch beim Tandemfahren.
  • Beim Aufbocken überfuhr der Lastenlöwe gern die „Aufbockstellung“, wenn man dann gedankenlos loslässt … .

Fazit

Tolle Einrichtung, und das auch noch gratis. Aber ein Standort in der Nähe würde die Einsatzmöglichkeiten schon verbessern, ich glaube nicht, dass ich den Lastenlöwen noch mal für einen schnöden Bierkauf buche.

Transport-Impressionen


Hinterlasse einen Kommentar

Fahrradtour nach Thiede

Ich will 3x die Woche ein Sportpensum, das 30km auf dem Hometrainer entspricht, in der Natur „leisten“, als flotter Hundespaziergang, mit dem Fahrrad durch die Gegend stromern, oder so ähnlich.

Samstag hatte ich mir das hier als Idee ausgeguckt, und diese Tour ist beim Versuch, das auf möglichst vielen Feldwegen nachzufahren, heraus gekommen.

Los ging es im viel zu kleinen Fahrradkeller, sofort Spießrutenlauf durch den Mückenschwarm hinter der Ausgangstür, weiter auf zunächst bekannten Pfaden.

(Zu) Wenig Platz im Fahrradkeller

Brücke über den …

… ganz schön zugewachsenen …

___________________________________________________________________

Wohin geht das?

Habe ich nun Dunkelheit oder Wintereinbruch verpasst? Diese Tür hier war abgeschlossen

Lebensgefahr …

________________________________________________________________________

… auf Weiden und einer urwüchsigen Kräuterwiese. Endstation!

… vorbei an einem Regenrückhaltebecken

Den abgerissenen Leitpfosten habe ich auf mitreden.de gemeldet.

Irgend wo dort habe ich auch zwei wohl noch nicht ganz reife Äpfel von einem Baum an der Straße gepflückt und für Zuhause eingepackt — ob Martina die mitisst? Nach einer Runde durch den Ort ging es weiter Richtung Thiede, wobei mehr als einmal ein zunächst gut ausgebauter Feld-Fahrweg als morastige Wiesensackgasse endete. Ich hatte mir als Schnapsidee-Ziel Gemüsekauf bei Netto (ich fragte mich durch) und Genuss einer dort erstandenen Buttermilch beim alten Bekannten Deti ausgedacht, der war aber nicht zu Hause. Also gab es die Buttermilch auf einem dicken Holzpfosten auf der Verkehrsinselwiese, und dann ging es zurück nach Hause.

Hatte ich noch nie vorher von gehört.

Eigentlich wollte ich eine unterwegs gefundene Straße zur Rückkehr über Geitelde benutzen, fand ich aber nicht wieder, also erst mal nach Rüningen, dann auf bekanntem Hundespazierweg durch das Geitelder Holz (dort war es nach den Regenfällen der letzten Wochen noch ganz schön morastig) zurück zur Lechstraße. Der Tracker zeigte 30,2 km, schöne Tour, mein Nachmittags-Pflaumenkuchenstück (mit Sahne) hatte ich mir redlich verdient. Aber das ist dann schon wieder eine ganz andere Geschichte.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 6 🏕

Mittwoch, 08.08.2017 (Abreise)

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage verschlechterte sich weiter, und so entschlossen wir uns, doch am Mittwoch (bis dahin hatten wir schon bezahlt) nach Hause zu fahren und bei Gelegenheit und besserem Wetter noch mal ein paar Tage Urlaub zu machen. Vorher natürlich noch mal „Stehen im Twist“ probiert, dieses Mal ohne Anker — kankelig! Nach dem Mittagssnack fingen wir gemächlich an zu packen. Höllenlärm aus der Nachbarschaft von Benzin-getriebenen Heckenscheren, sollte man verbieten 😠! Da ist überall Strom, und eine viel leisere elektrische Heckenschere zieht nur die halbe Leistung unseres Wasserkochers.

Heckenscherenlärm hatte mich gänzlich die Uhrzeit vergessen lassen, um 14:55 Uhr standen wir tatsächlich vor wg. Mittagsruhe geschlossener Schranke. War aber nicht abgeschlossen, ich gab den Schrankenwärter.

Heimfahrt Stau-frei, Auto-Entladen dank Rollpalette wenig anstrengend. Was hat uns nur zu dem Schwachsinn verleitet, beim Beladen alle Teile einzeln zum Wagen zu tragen?

Weitere Details

Anklicken für Thermometeransicht!

Die neue 25l-Mobicool Kühlbox (230V~/12V=)

Versah ihren Dienst problemlos, wurde allerdings aufgrund der kühlen Nächte (Temperatur ging bis auf 10°C ʼrunter) und selten wirklich warmen Tage nicht wirklich geprüft. Deshalb waren wir auch nicht allzu sorgfältig bei der Wahl der Aufstellorte, in den Brennesseln am Wäldchen-Rand wäre es immer noch 2°C … 3°C kälter gewesen als hinter dem Busch an der Steckdose. Aber wir hatten auch so unser 7°C-Pilschen 🙂

Natürlich auch wegen der extrem feuchten Witterung fiel eine Menge Kondenswasser in der Box an, Baumwollhandtuch auf dem Boden hat sich nicht bewährt: alles steht extra-wackelig, zum Auswringen muss man die ganze Box leer räumen, und man bekommt ein Baumwoll-Handtuch einfach nicht gut genug ausgewrungen. Nächstes Mal probieren wir, die Box mit einem Viskoseschwamm trocken zu halten.

Das Ding lärmt! Auch 5m weit weg hört man ein beständiges Summen, da es auf dem Campingplatz auch sehr still sein kann ist das schon lästig. Betrieb im Zelt (Wetterschutz!) ist nicht denkbar. Da die Truhe eigentlich nicht für den Betrieb im Freien geeignet ist haben wir sie nachts lieber ins Auto gestellt, 2m nebenan ist das Lüftergeräusch nervtötend. Mit dem ECO-Dreknopf kann man die Lüfterleistung bei Wechselstrombetrieb reduzieren, aber dann kühlt das Gerät natürlich auch (viel) schlechter.

Der Stromverbrauch war bei voller Leistung nach unserer Messung mit 67W deutlich höher als die auf dem Typenschild angegebenen 55W bei Wechselstrombetrieb. Müsste mal beim Messgerät nachschauen, ob das Wirk- oder Scheinleistung misst.

Die Skala beim ECO-Drehknopf verspricht mehr, als das Gerät halten kann. Der ECO-Schriftzug ist in etwa in der Mitte, in der Stellung laufen die Lüfter gerade so eben an, und die Leistungsaufnahme ist von 67W auf 5W gesunken. Man ahnt, wie viel Kühlleistung das Peltier-Element dann noch bringt … . Mag sein, dass bei lüfterlosem Betrieb bei  noch geringerer Einstellung noch eine messbare Kühlleistung vorliegt, aber ganz sicher keine nutzbare.

Etwas lästig beim Beladen ist, dass das Kühlaggregat vom Deckel ganz schön weit in die Kühlbox hinein hängt, es ist schwer zu schätzen, wie hoch man die Box beladen kann, ohne dass der Deckel aufsetzt. Konstruktion ist so wohl unvermeidbar, aber eine Belademarke auf der Innenseite wäre praktisch.

Die CEE-Adapterleitung

Wir hatten den Adapter gekauft, um zukünftig auf Campingplätzen, die nicht den Service anbieten, Kühlakkus einzufrieren, unsere neue Elektro-Kühlbox betreiben zu können. Der blaue Stecker ist aber mit knapp 15cm zu lang, ich konnte ihn deshalb nur schräg verkantet angesetzt mit roher Gewalt in die Anschlussbox und so in die Steckdose ‚reindreschen. Eventuell aber unsere Schuld, wir hätten wohl lieber diese Adapterleitung kaufen sollen. Ein wenig vielleicht auch meine Schuld, ich habe halt einfach die billigste Leitung gekauft, nicht darauf geachtet, ob der Stecker evtl zu lang sein könnte. Die Beschreibung auf der Seite sagt „CEE-Adapterleitung Camping“, rechne ich doch dann nicht mit, dass der Stecker nicht passen könnte. Rückfrage beim Großhänder ergab, dass die Leitung von Mennekes und hundertausendfach im Einsatz sei .

Bürgerbus 🚏

Tolle Einrichtung, aber der Fahrplan nicht nur für Urlauber kaum zu verstehen. Ich hatte mich am Vortag meiner Celle-Paddeltour mit der Hofladenbetreiberin unterhalten und auch gefragt, wie ich mit ÖPNV von Celle wieder nach Schwachhausen käme. Sie erzählte, dass das auch im Ort nur die Wenigsten verstehen, und ihr unausgesprochener Rat ging in die Richtung „kaufen Sie sich in Celle einen günstigen Gebrauchtwagen“.

Meine tatsächliche Fahrt am Montag, 13:50 Uhr ab Celle / Schlossplatz mit der Linie 500 nach Wienhausen, von dort mit dem Bürgerbus (14:18 Uhr?) weiter nach Schwachhausen, ist so nicht nachzuvollziehen. Und gerade DAS wäre ja für einen Urlauber (Paddler) interessant. Leider hilft auch EFA nicht weiter, der Bürgerbus ist dort nicht oder nur unvollständig aufgenommen (?). Und auch die Homepage gibt kein Praxisbeispiel für Fahrten zwischen Schwachhausen und Celle oder Schwachhausen und Gifhorn an. Ich würde ja gern mal mit dem Bus nach Müden und mit dem Twist auf der Aller zurück fahren, aber die Busfahrt ist doch arg lang … . Ich versuche die Tage mal, mit den Bürgerbus-Leuten ein paar Praxisbeispiele zu erarbeiten. Und es gibt ja auch noch andere Tour-Möglichkeiten.

Der Regen-Unterstand

Campingplatz

Hat was! Einerseits abgelegener Platz ohne Komfort (keine Rezeption, kein Lädchen, gar nix), Sanitäranlagen haben ihre beste Zeit hinter sich (sind aber sauber), Brötchen gibt es erst 2 Orte weiter. Aber auf der Flussabwärts-Zeltwiese gibt es Strom, Aussicht auf den Fluss und auch vieeeel weiter, Wäldchen direkt nebenan mit kühlem Waldrand für die Kühlbox, Eichhörnchen „bellen“ aus dem Wald, wenige Meter bis zur Aller, Unterstand mit Grill und Festzelt-Garnituren für den Regenfall (Dach haben wir öfters genutzt), einfach nur toll.

Spuren vom Vortag (Junggesellenabschied)

Leider hatten wir auch immer wieder vernehmlichen Lärm vom „Flepi-Bauwagen“ nebenan, der gern von der (überwiegend männlichen) Dorfjugend genutzt wird. Samstag Junggesellenabschied mit drönenden Ballermann-Hits und Betrunkenengegröhle vom Nachmittag bis in die Nacht. Der Campinglpatzbesitzer versicherte uns, die dürften nur bis 22:00 Uhr, und er kümmerte sich offenbar nachts noch um die Beendigung des lärmenden Teils der Veranstaltung. Aber „Nachtruhe“ bekomme ich auch mit Ohropax, viel störender finde ich den Lärm tagsüber. Auch am Montag Nachmittag gab es einigen Lärm von dort, Kettensäge, Vorschlaghammer, lautstarke Kommunikation zwischen „Badesprungturm“ und Wagen — sonst ist ja nix zu verstehen bei den lauten Ballermann-Hits. An mehreren anderen Tagen geringeren, aber immer noch auffälliger Lärm von dort, leider ein echtes Manko. Am anderen Ende auf der anderen Zeltwiese hat man die Allerbrücke mit (nicht nur) Landmaschinenverkehr  direkt nebenan, dafür aber keinen Unterstand. Und mittendrauf wäre es zwar ruhiger, aber da fehlen dann Allerzugang, tolle Aussicht, v.a.m.

Natur

Toll! Na gut, auf die Mückenplage (trotz Sarazen und Autan) hätten wir verzichten können. Und die ekligen Nacktschnecken an allem, was man ins Gras gelegt hat … Aber sonst gibt es direkt am Platz viel zu beobachten:

  • Pflanzen: Viele Wiesenblumen!
  • Säugetiere:
    • Eichhörnchen, Fledermäuse, keine Kaninchen. Eine Maus, von der Martina erzählte, sie läge halb tot am Wegrand zum Sanitärhäuschen, ich überlegte, sie nach dem Duschen mit dem Schäufelchen von ihren Qualen zu erlösen — war aber inzwischen weg.
  • Vogelwelt:
    • Riesige Starenschwärme! Einen „Sammelbaum“ von Staren machte ich per „akkustischer Triangulation“ (😉 — zunächst hörte ich die Vögel nur lärmen) aus. Nach Richtungsschätzung von 2 ca. 100m voneinander entfernten Uferpunkten war ich mir sehr sicher, die richtige Baumgruppe ausgemacht zu haben, aus der ein Schwarm mit ca. 200 Stare dann wenige Minuten später auch „wie auf Kommando“ aufflog.
    • Pirol gehört! Zu Himmlefahrt bestimmende Wacholderdrosseln völlig stumm. Enten, Teichhühner, wenige Gänse, viele Graureiher, Milane, sonstige Greifvögel, Grünspechte (waren wieder am Lachen), viieeele Rauchschwalben bei Akrobatik direkt über der Aller-Wasseroberfläche, Mehlschwalben 1 Etage höher, Sperlinge auch am Sanitärhäuschen, verschiedene Meisen, …
    • Pilze sahen wir auch
  • Insekten: Neben lästigem auch schöne Libellen, Schmetterlinge, …

Lohnt sich!

Wir fahren da sicherlich mal wieder hin.