RainerSeiner

Privates von Rainer B.


Hinterlasse einen Kommentar

Sonnenaufgangs-Kitsch

Heute Morgen sah ich etwas unglaublich kitschiges schönes:

Es war noch vor Sonneaufgang, die offene mittelhohe Schichtbewölkung wurde von der Sonne von unten rot angestrahlt und zeigte ein tolles Licht-und Schattenspiel an ihrer Unterseite. Vor dem Bürofenster das Ast- und Zweiggewirr eher als Schattenriss denn als Bäume zu sehen, darin ist der Schattenriss eines Eichhörnchens vor dem roten Wolkenhintergrund mit einigen gewaltigen Sprüngen Richtung Westen unterwegs.

Toll!

Während ich diese Zeilen schreibe inspiziert Hansi gerade 2 verlassene Vogelnester …


2 Kommentare

Wildkaninchen-Massensterben in Braunschweigs Weststadt?

Kaninchen wo man hinschaut

Kaninchen wo man hinschaut(e)

Seit ich in der Weststadt wohne (August 2015) gehört für mich der Anblick der „Weststadt-Ureinwohner“ (oder „Einwanderer“, wie Hermann Löns sie lt. Stadtteil-Blättchen eher unzutreffend nannte) einfach dazu, sie sind hier — besonders in der Gegend des „Hochspannungsparks“ — wie auf dem Photo fast allgegenwärtig. Gärtnernde Nachbarn sehen sie ja eher mit gemischten Gefühlen, da Kaninchen eine ganz andere Vorstellung als diese Menschen von Gartengestaltung haben: das gehört erst mal umgegraben, und da gehören ein paar ordentliche Höhlen hinein. Ich aber freue mich immer, wenn ich sie sehe, wenn sie friedlich auf dem Rasen mümmeln, an den Höhlen arbeiten, herumtoben, sich in der Sonne aalen oder sonst etwas treiben.

Seit einigen Tagen sind die Kaninchen aber weitgehend verschwunden. Während es sonst eher die Ausnahme war, dass man von unserem Balkon aus kein Kaninchen sah (eine Handvoll war fast stets dort, manchmal auch an die 20) oder dass man im Park mal irgendwo hin schaute, wo man gar kein Kaninchen sah, ist es nun eher die Regel. Gesten Nachmittag sah ich unter der Hochspannungstrasse von hier aus (und auf dem Weg von dort zur Lichtenberger Straße) kein einziges Kaninchen. Gut, als ich das Fahrrad aus dem Keller schob warteten 3 vor dem Ausgang, und als ich gegen 18:00 zurück kam waren, so weit ich bei der Dunkelheit erkennen konnte, 8 Kaninchen auf der Wiese hinter dem Haus — fast normal. Insgesamt scheint es mir aber doch so, als wären grob 80% des ursprünglichen Kaninchenbestands „verschwunden“, anscheinend war meine Sorge bezüglich Myxomatose berechtigt.

Auch der Braunschweiger Tierschutzbund spricht ja von einer besonders verheerenden Epidemie 2016. Oder haben wir sogar die Chinaseuche hier?


Hinterlasse einen Kommentar

Eine Kaltfront wie aus dem Lehrbuch …

… genau wie gestern Abend von Claudia angekündigt 😉

Wie es sich für eine Kaltfront gehört kamen gegen 7:00 recht plötzlich dicke tief hängende Wolken mit heftigen Windböen auf, und es regnete wie aus Eimern. Dann ein schneller Temperaturabfall, auf BSWETTER in der Temperaturgrafik gegen 08:00 Uhr schön zu sehen:

2016-11-18_kaltfrontdurchzug

Screenshot von BSWETTER

Und nun höre ich in der Ferne (Feuerwehr-(?)-Sirenen) — irgendetwas überschwemmt? Der Platzregen hat sich derweil schon fast ausgetobt.


4 Kommentare

Braunschweig: ENDLICH auch mobil Schadensmeldungen an die Stadt

Da musste ich denn doch etwas schmunzeln 🙂

Es war ja aber auch wie verhext, da schleppen nun zigtausende Braunschweiger ständig ein Smartphone mit sich herum, aber will man mal einen Schaden melden oder eine Idee loswerden, stehen sie auf dem Schlauch 😉

Nicht dass ich etwas gegen die Android-App (der Braunschweiger Piraten) hätte, ich habe sie mir mal angeschaut, sieht benutzbar aus, einige Ausfüllfelder helfen, eine vollständige Meldung zu erstellen, ohne dass man etwas wichtiges vergisst, und die Standort-Ermittlung per GPS ist zumindest auf den ersten Blick eine gute Idee. Was macht die dann eigentlich, schickt eine Email, füllt ein Formular aus, … ?
Aber leider ist man als iDings-Nutzer aufgeschmissen. Und es gibt durchaus naheliegende

Alternativen:

Einfach anrufen

Manchen Smartphone-Benutzern ist das anscheinend gar nicht mehr bewusst (insbesondere Kindern in meinem Bekanntenkreis), aber es geht wirklich. Wenn man herausgefunden hat, wie man das macht, einfach Telefonnummer 0531 470-3000 (man kann die auch über die Homepage des Ideen- und Beschwerdemanagements herausbekommen) wählen, dem Herrn am anderen Ende erzählen, was man auf dem Herzen hat, fertig! Außerhalb der Dienstzeit hört ein Anrufbeantworter geduldig zu.

Formular benutzen

Wer bei der vorigen Möglichkeit schon auf der Homepage des Ideen- und Beschwerdemanagements ist, kann natürlich dort auch das Formular benutzen.

standort

E-Mail schicken

Auch das ist offenbar nicht mehr jedem Smartphone-Nutzer klar, aber man kann damit auch Emails verschicken, eine entsprechende App gehört bei Android und iOS zum Bordwerkzeug. Und das Verfahren hat für den hier besprochenen Zweck durchaus einige Vorteile. Das Vorgehen:

  1. Email vorbereiten an Ideen-Beschwerden@braunschweig.de
  2. Sachverhalt in Betreffzeile eintragen, für dieses Beispiel also so etwas wie „Im Stadtgebiet  liegen Einkaufswagen in der Oker“
  3. Im Browser openstreetmap.org öffnen, mit der entsprechenden Funktion aus der Werkzeugleiste den Standort ermitteln. Vorsicht, der GPS-Standort (oder Mobilzellenstandort) kann ja bekanntlich auch mal wenige zig Meter neben dem tatsächlichen liegen, also am besten mit der Teilen-Funktion aus der Werkzeugleiste den Kartenmarker aktivieren und den Kartenausschnitt so verschieben, dass der Marker genau am richtigen Ort steht. Nach einem Klick auf [Link] steht in der Zeile darunter der Hyperlink zum sichtbaren Kartenausschnitt (samt Kartenmarker) bereit.
  4. Im Nachrichtentext weitere Details angeben in etwa wie
    Gerade eben sehe ich bei einer Paddeltour 
    im Bereich der Neustadtring-Okerbrüke
    <http://www.openstreetmap.org/?mlat=52.27335&mlon=10.51360#map=17/52.27335/10.51360>
    mehrere Einkaufswagen links und rechts in 
    Ufernähe im Fluss liegen.
    Die Einkaufswagen sollten mit einem Bootshaken oder 
    anderem 1,5m langen ähnlichen Hilfsmittel leicht 
    wieder an das Ufer zu bekommen sein.
    

    Eine höfliche Floskel zum Schluss    Fertig!

Wer aber will kann natürlich gern auch die App benutzen, getestet, ob beim Beschwerdemanagement wirklich eine Nachricht ankommt, habe ich allerdings noch nicht getestet.

Die Einkaufswagen wurden übrigens innerhalb weniger Tage nach meiner Meldung (per Email) tatsächlich von der Stadtentwässerung aus dem Bach gefischt.


Hinterlasse einen Kommentar

Supermond …

… und wir waren dabei, vom Balkon aus war der große Mond hinter den kahlen Bäumen gut zu sehen. Ist nicht so gewaltig, aber ich finde, dass man den Unterschied schon sehen kann. Von „Supermond“ spricht man, wenn der Vollmond bei größter Erdnähe (Perigäum) des Mondes auf seiner elliptischen Umlaufbahn um die Sonne eintritt, dann ist er mit ca. 356.410 km Entfernung von der Erde etwa 14 % näher als am Erd-fernsten Punkt (Apogäum) mit  406.740 km Erdabstand (Quelle: Planetenkunde, ich las auch andere Daten), und dementsprechend erscheint sein Durchmesser dann auch ca 14% größer. Die scheinbar 30% größere Scheibenfläche (1,14*1,14 = 1,30) führt auch zu einer 30% größeren scheinbaren Helligkeit  (Verweis auf den astronomischen Begriff nicht ganz korrekt, und mit entsprechender tatsächlich größeren Beleuchtungswirkung)

Ich finde (anders als im größten Teil der Literatur, dass der scheinbare Größenzuwachs im Perigäum ganz gut sichtbar ist. Er entspricht in etwa dem Größenunterschied zwischen 1-Euro-Münze und 2-Euro-Münze (Quelle: euro.raddos.de), und ich glaube, diesen Unterschied auch ohne direkten Vergleich zu sehen.

Den aktuellen Supermond als „Jahrtausendereignis“ einzustufen ist beim noch jungen Jahrtausend schon etwas reißreisch :-/
Ich hab‘ mich trotzdem über den großen Mond gefreut   🙂

Eine ganz brauchbare Beschreibung gibt es auf spektrum.de, wenngleich auch dort arg schlampig oft nur von „Größe“ ohne genauer Unterscheidung zwischen Durchmesser und Querschnittsfläche die Rede ist.

 


Ein Kommentar

Sonntagsspaziergang

Die Sonne schien so schön, so entschied ich mich nach dem Mittagssnack zu einem kleinen Sonntagsspaziergang.

Ich begutachtete noch einmal den Baum vor unserer Haustür. Am Freitag hatte er wohl noch ¾  seines Laubs drauf, gestern verlor er am ersten „richtigen“ Frosttag an einem Tag fast sein gesamtes verbliebenes Laub. Ein paar Stunden klang es so, als würden 5 Plastikkärtchen je Sekunde aus der Krone zu Boden fallen, dann war der Baum kahl. Ist das nun eine Esche oder nicht?

Unterwegs fielen wir wieder mehrere Sträucher mit rosa Markierungspunkten auf:

keine Ahnung, was die bedeuten.

Dann sah ich noch einen Busch mit auffälligen Blüten und/oder Beeren:

Keine Ahnung, was das für ein Strauch ist, die Google-Bildersuche hilft auch nicht recht weiter. Wer weiß Rat?

Zurück vor dem Grundstück kümmerte ich mich noch um ein verendetes Kaninchen, das uns gestern Abend bereits aufgefallen war – jemand hatte es in das Straßenbegleitgrün gelegt, wohl damit auf dem Gehweg niemand drüber stolpert.

Gestern schien es mir, als hätte es nur oberhalb des linken Auges ein kleines, deutlich sichtbares, aber geschlossenes Geschwür wie auf dem Wikipedia-Bild. Heute bei hellem Tageslicht sah es  ekliger aus, keine Ahnung, ob ich gestern so schlecht hingeguckt habe oder ob inzwischen Katzen an Augen und Nase geknabbert hatten (Polizeiruf 110 – Seher ahnen, warum mir der Gedanke kam). Sieht für mein Laienauge so jedenfalls deutlich nach Myxomatose aus.

Der arme Kleine bekam eine schmucklose Restmüll-Container-Beerdigung, um eine Infektionsquelle zu beseitigen.


Hinterlasse einen Kommentar

Theaterbesuch

Gestern zogen wir mit meiner Schwester ein wenig „um die Häuser“. Erst kutschierten wir in einem repräsentativen 8-Zylinder mit Chauffeur (Martinas Lieblings-Linie 443) in großer Runde durch Braunschweigs Peripherie, zeigten U. einige markante Punkte, dann sahen wir in der

Komödie am Altstadtmarkt: „Gänsehaut“

Im Thriller von Peter Colley (Originaltitel: „I’ll be Back Before Midnight!“) geht es um allerlei mörderische Intrigen in einem abgelegenen Landhaus, in der Aufführung mit allerlei Edgar-Wallace-Krimi-typischen etwas klamottigen „Horror“- Effekten inszeniert (hier Bilder einer anderen Inszenierung). Die Handlung nahm trotz gelegentlicher „Knalleffekte“ nur gelegentlich angemessen Fahrt auf und war nicht so richtig stringent, wir sahen in der Komödie schon in dieser Hinsicht gelungenere Darbietungen.

Michaela Schaffrath spielte das Nervenbündel Jan (die in dieser Inszenierung Jane heißt) „ordentlich dick aufgetragen“, aber doch irgendwie passend, und auch Egon Brennecke (ich verwechselte ihn mit irgendeinem anderen auch aus dem Fernsehen Bekannten Schauspieler — ich komme nicht drauf)  als bräsiger Bauern-Nachbar konnte mit seiner Schauspielerei beim Publikum punkten. Die Rollen des wissenschaftelnden Ehegatten (René Oltmanns) und der Stief-Schwiegermutter (Christiane Rücker) boten wenig Entfaltungsmöglichkeiten, um mit der Darbietung dem Zuschauer in Erinnerung zu bleiben.

Die Handlung nahm tatsächlich einige überraschende Wendungen, ich habe mich trotz der kleinen Schwächen des Stücks gut amüsiert.

Für Nicht-Dabeigewesene  ein Trailer auf Englisch,

der Text ist selbst in Details gut wiederzuerkennen 🙂

Hinterher

ging es noch auf einen Happen zu Essen ins Momo. Anschließend erreichten wir mit einer gewagten Straßenüberquerung gerade noch die etwas komfortablere Linie 5 nach Hause. Nach dem Ausstieg standen wir gefühlt 5 Minuten an der roten Fußgängerampel am Queckenberg, trotz mehrmaligen Drückens des Anforderungsknopfes und fast 0 Autoverkehr. Es wurde uns dann zu blöd und wir reklamierten höheren technischen Notstand für Straßenüberquerung bei rot. Der restliche Heimweg durch die kalte Winternacht verlief problemlos. Wir klönten noch etwas, erörterten technische Möglichkeiten von Satelliten-Radioempfang mit akzeptabler Tonqualität, dann musste Ulrike heim, sie hatte sich für Sonntag allerlei vorgenommen.