RainerSeiner

Privates von Rainer B.


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Südsee-Umrundung ohne Sonnenaufgang 🚴

Kormoran, Bild aus Wikipedia, Autor J.M.Garg Lizenz GNU

Gestern gab es zum Abendessen gebackene Tintenfischringe, und die einzige Möglichkeit, den Fischgeruch wieder aus Haaren und Klamotten zu bekommen, schien mir eine Sonnenaufgangs-Rundfahrt mit dem Fahrrad durch die kalte Morgenluft zu sein. Ist ja momentan auch am Wochenende keine große Leistung mehr, rechtzeitig zum Sonnenaufgang aus dem Bett zu kommen, und 3°C kühler Frühwinter-Wind war genau das Richtige!

Das Sonnensymbol ohne Wölkchen auf wetter.com habe ich gestern wohl gutgläubig überbewertet, mehr Sonnenaufgang als auf dem Bild unten wurde es nicht, auch nicht schlimm. Neben ein paar kleinen Erkundungsschlenkern konnte ich am Südsee auch noch einem Kormoran kurz bei der Jagd zuschauen, schön!

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Rosskastanien-Miniermotten-Bekämpfung in der Weststadt – Tag 1 🌳

Nachdem ich versucht hatte, via Blog (nebenan.de habe ich anscheinend vergessen?)  Mitstreiter zu finden und mir neulich beim NABU auch schon rote Sammelsäcke für die  Kastanienlaub-Sammel-Kampagne geholt hatte, war heute mein erster Einsatz. Da ich noch nicht weiß, wie weit meine Begeisterung trägt, habe ich erst bei Thomas Philipps den billigsten Plastik-Laubrechen (4,99 €), den sie hatten, erstanden, und heute Nachmittag zog ich dann mit 15 Sammelbeuteln im Rucksack und dem Rechen los zu meiner Patenkastanie.

Es ist ziemlich verrückt, obwohl sie als einzige richtige Rosskastanie in der Gegend (Baum 310) tatsächlich den deutlich stärksten Befall zeigte, ist sie nun der Baum mit noch dem meisten (braunen) Laub. Aber es lag auch schon eine Menge Laub unten, und man kann ja auch nicht sortenrein sammeln, es gelangte auch jede Menge Ahorn- und sonstiges -Laub in meine zusammengefegten Haufen.

Die Anstrengung habe ich deutlich unterschätzt, nachdem ich (allein) das lose Laub (es liegt auch eine Menge auf der Baumscheibe, aber man bekommt es nicht mit erträglicher Anstrengung dort ʼraus)  in 3 Säcke gepackt hatte, war ich ganz schön nassgeschwitzt. Ein Problem ist auch, dass man dann dort mit seinen 3 blöden Säcken steht, unglaublich, wie sich 400m ziehen, wenn man einen Rechen und 3 volle Laubsäcke tragen muss.

Pilze im Garten

Dann erfreute ich mich noch kurz an der Pilzfamilie im Garten, anschließen Füßehochlegen!

Mal sehen, wann ich wieder Lust zu weiterer Miniermotten-Bekämpfung habe.


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Test: Öffentlicher Grillplatz am Heidbergsee

Ich hatte mal wieder eine gemeinsame Weststädter-Unternehmung angeregt, und heute war es so weit. Ich machte mich mit 2 Grilladen aus der Weststadt und einer Flasche Pils aus Wernigerode mit dem Fahrrad auf, um mal den Öffentlichen Grillplatz am Heidbergsee anzuschauen und auszuprobieren. Mein Interesse war bei der letzten Bezirksratssitzung geweckt worden, wo wir erfuhren, dass im Westmark ein weiterer öffentlicher Grillplatz eingerichtet werden soll.

Der Grillplatz in der Ferne

Da ich keine Ahnung hatte, wie man dort hin gelangt (mein Orientierungssinn …), hatte ich einfach einen Wegpunkt mit den Heidbergsee-Koordinaten in meinem GPS-Tracker eingerichtet, ein Richtungspfeil wies mir den Weg, ich hab’s gefunden. Wohl auch wegen des suboptimalen Wetters war der Platz frei, die Einrichtung in gut benutzbarem Zustand und sauber.

In der Blechwanne für die Holzkohle stand eine kleine Pfütze, aber es war noch reichlich trockener Platz für meine Mini-Grillung. Die Technik ist simpel, trotzdem brauchte ich eine Weile, um zu bemerken, dass das mit der Luftfächelei einfacher geht, wenn man den Grillrost ganz hochzieht. Mit der Kohle war ich zu geizig, so dass das dann eher eine Niedertemperatur-Garung wurde. Der Grillrost kann nicht so weit abgesenkt werden, wie man es von seinem heimatlichen Grill gewöhnt ist, man benötigt heißere Glut. An der großen Auflagefläche des Grillrosts bleibt das Grillgut leichter hängen als bei üblichen verchromten Privatgrill-Rost-„Drähten“, nächstes mal bringe ich ein Fläschchen Hochtemperatur-geeignetes Speiseöl mit, mal sehen, ob das besser funktioniert. Mein Grillgut wirkte auf dem großen Grill etwas verloren, da geht natürlich auch mehr. Mit etwas Geduld bekam ich meine Bratwurst und das Nackensteak auch gar, schmeckte gut zum kühlen Pils. Etwas nervig war, dass 2 Motorradfahrer auf dem nahen Parkplatz offensichtlich lärmende Fahrübungen veranstalteten (Wheelie?) , bald waren die beiden glücklicher Weise wieder verschwunden. Man sitzt ganz nett dort, hat Aussicht auf die Freizeitaktivitäten der übrigen Heidbergsee-Besucher, eine Kindergruppe mit Bollerwagen kam in der Nähe vorbei. Und das Wetter spielte auch mit.

 

Etwas unklar war mir, was ich mit der noch glühenden Kohle tun sollte, ich wollte sie nicht einfach liegen lassen, aber einen Abfalleimer-Brand mochte ich auch nicht riskieren. Abwarten, bis sie völlig abgebrannt ist? Für die zu erwartende Wartezeit hatte ich nicht genug Bier mit 😉. Die kleine Pfütze in der Blechwanne reichte nicht, um die Kohle vollständig zu löschen. Schließlich wickelte ich die Kohlereste in Zeitungspapier (mit einem Schäufelchen wäre das einfacher gewesen), packte das zum übrigen Müll in eine Tüte und ging dann zum See, wo ich die Tüte 1x mit Wasser füllte, um die Kohle zu löschen; anschließend konnte ich alles bedenkenlos in einen der Abfalleimer am Platz werfen. Für größere Müllmengen steht noch ein mehrere Kubikmeter fassender Müllgehälter gut 50m in Richtung See dort. Ich muss bei OSM mal nachforschen, ob es auch eine treffendere Bezeichnung als „Mülleimer“ gibt.

Die gebührenpflichtige Toilette habe ich nicht ausprobiert, es ist aber für längere Aktionen auf jeden Fall gut, dass es sie gibt.

Als „Gute Tat“ sammelte ich noch ein paar Dutzend Kronkorken auf und steckte eine Pfandflasche, die dort herum lag, ein, dann machte ich mich auf den Weg nach Hause. Später am Abend regnete es wieder — Glück gehabt!

Alles in allem eine feine Sache, dieser Grillplatz. Dass es keine Unterstellmöglichkeit für den Regenschauer-Fall gibt muss man wissen, die Frage der korrekten Kohlereste-Entsorgung sollte vielleicht noch einmal überdacht werden. Vielleicht reicht ja einfach eine kleine Bedienungsanleitung, die die Problemlösung anbietet, auf die ich nicht kam? Mir ist jedenfalls nicht klar geworden, welches der auf der Infoseite erwähnte „für Grillkohlereste …  gesonderte Behälter“ sein soll. Ich glaube, nächstes mal nehme ich einfach einen 3-Liter-Gefrierbeutel mit und hole damit Löschwasser aus dem See — obwohl das bestimmt eine Heidensauerei wird :-/

Spannend wird es natürlich, wenn man mit einem Dutzend Leuten und Grillausrüstung auf einem Bollerwagen dort anrückt, um festzustellen, dass der Grillplatz schon mit einer Busladung von Leuten belegt ist; einfach zum Dowesee laufen und schauen, ob da noch Platz ist ❔😉.

Mache ich mal wieder, vielleicht finde ich ja sogar geselligere Leute.


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Patentaten & Patengarten

Wiesenblumen

Es gibt nicht allzu viel zu berichten. Hauptsächlich halten wir den Patengarten Müll-frei, zur Belohnung bequemten sich doch noch ein paar Blümchen aus der Wiesenblumenmischung, die Martina im Frühjahr ausgesät hat, zu blühen. Sonst haben wir wenig Arbeit investiert, mal sehen, ob wir im Frühjahr auch gestalterischen Ehrgeiz entwickeln werden.

Ich komme mehrmals die Woche — hauptsächlich beim Kurzstrecken-Schnellgehen vor dem Frühstück — an meinem „Patenstreifen“ vorbei und sammle hauptsächlich dort und wenn es sich ergibt auf den weiteren gut 100m durch den Park Unrat auf, den ich im Vorbeigehen sehe — grob geschätzt das Äquivalent von mindestens einem Dutzend achtlos weggeworfenen Tempotüchern je Woche. Da kommt im Jahresverlauf ganz schön was zusammen.

Insgesamt wenig Neues.


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Freude über eine gute Tat

Gestern ein schönes Erlebnis auf dem Fußweg zwischen Lechstraße und Illerstraße im Hochspannungspark: Eine Frau und ein Mann kamen mir entgegen, unterhielten sich angeregt (auf polnisch, würde ich vermuten), als die Frau unvermittelt zur Hecke auf der Westseite des Wegs ging, eine leere Plastikflasche aufhob und den Abfalleimer  warf.

Ich freute mich, eine Gleichgesinnte gesehen zu haben, und sagte ihr das.
Sie freute sich, dass ich mich freute, oder dass ich ihr gesagt hatte, dass ich mich freue.
Was mich freute.


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Jeden Tag eine Gute Tat – der Umwelt zuliebe.

Vorbereitetes Müllsammeltütchen …

Seit ich mich nun zum Thema schlau gelesen habe, weiß ich, dass täglich eine Gute Tat zu tun tatsächlich ein Pfadfinderversprechen ist. Aber geht das überhaupt? So viele hilflose alte Damen an Ampeln mit zu kurzer Grünphase für die breite Straße gibt es doch gar nicht, dass alle Guttäter … . Und nicht immer ist der mit einer guten Tat beschenkte begeistert, sondern fühlt sich möglicherweise veräppelt, möchte sich nicht zu irgendeiner Gegenleistung verpflichtet sehen, ist aus einem anderen Grund abgeneigt. Trotzdem ist sicherlich die beste gute Tat eine die direkt einem anderen Menschen gilt. Aber wenn man nicht allzu banales in den Gute-Taten-Katalog aufnimmt werden sich die meisten wohl schwer tun, im Soll zu bleiben.

Was tun?

Wie wäre es, einfach jeden Tag ein klein wenig Unrat aufzuheben? Ist eigentlich ganz einfach, jedenfalls für jeden, der wenigstens gelegentlich etwas frisches Obst oder Gemüse einkauft. Das wird ja meistens in ganz dünnen kleineren Plastiktüten (zum Abwiegen)  verkauft, und die werden benötigt.

Vorbereitung

  1. … im praktischen Vorratsbeutelchen für die Jackentasche

    Plastiktüten zu kleinen Knäueln zusammenlegen und mit einem Gummiring das Knäuel sichern

  2. Am besten einige von diesen vorbereiteten Tütchenknäueln in geeignetes (verschließbares) Tütchen packen und in eine Jacken- oder Manteltasche stecken

Die Tat

Einfach wenn man unterwegs eine der üblichen Zigarettenschachteln, Getränketüten oder was auch immer sieht:

  • Plastiktütchen vom Gummiring befreien und auseinander falten
  • (links herum) über die Hand stülpen — wer gleich mehrere Kleinteile aufheben möchte kann die Tüte mit dem Gummiring am Handgelenk sichern, damit sie nicht wegrutscht
  • Als „Schutzhandschuh“ über die Hand stülpen …

    Tüte so als Einmal-Schutzhandschuh benutzen und „Zielobjekt(e)“ aufheben / in der Hand sammeln

  • Tüte über die festgehaltenen aufgesammelten Gegenstände zurückstülpen — so hat man die aufgesammelten Gegenstände handlich in einem Tütchen zum Tragen verpackt
  • Tüte in den nächsten öffentlichen Abfalleimer werfen;
    • wenn gerade kein Abfalleimer in der Nähe ist knote ich die Tüte oben fest zu, so dass sie dicht ist, packe die Tüte sicherheitshalber noch in eine 2. Tüte, die ich wieder verknote, und trage die Kleinteile dann in Jackentasche oder Rucksack mit mir ˊrum, bis ich endlich an einem Abfalleimer vorbei komme. Eine mitten im Wald aufgesammelte Bierdose wird man so schnell nicht los …

Das klingt erst mal recht aufwendig, tatsächlich ist das aber nur ein Zeitaufwand von vielleicht einer Minute am Tag, das sollte doch nicht zu viel verlangt sein?

Wenn nur 1% der Menschen oberhalb des Kleinkindalters in unserer Stadt mitmachen würden wären wir in Braunschweig 2000 „Sammler“, in der Weststadt immerhin über 200.  Das würde man schon deutlich merken — denke ich.

… und Unrat aufheben.

Leider kann ich mich nicht erinnern, jemals jemandem mit gleicher „Mission“ in Braunschweig begegnet zu sein, so dass mein Einzelkämpfer-Erfolg für das Stadtbild eher gering ist. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Ich habe mir vorgenommen, zukünftig Leute, die mich dabei ratlos anstarren oder gar ansprechen, zum Mitmachen einzuladen.

Ausbaumöglichkeiten

Gelegentlich mal eine Problemstelle besonders gründlich reinigen,  so ein Vorher-Nachher-Eindruck entschädigt einen doch für die kleine Mühe 🙂

Und wer mal richtig ʼreinhauen möchte (klar, steter Tropfen höhlt den Stein, aber gelegentlich ist doch auch mal ein Eimer Wasser nötig …) hat in Braunschweig am 24.3. und 25.3. beim Braunschweiger Stadtputz Gelegenheit dazu.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Man könnte ja mal die Patenschaft für ein besonders belastetes Eckchen — vorzugsweise so gelegen, dass man dort regelmäßig vorbei kommt — übernehmen. Ich hatte mir beispielsweise beim letzten Stadtputz vorgenommen, eine bestimmte Verkehrsinsel am Donauknoten regelmäßig „abzugrasen“, ist aber Ende letzten Jahres doch etwas in Vergessenheit geraten. Nach einer neuen Grundreinigung beim Stadtputz werde ich den Gedanken wieder aufgreifen.

Und Leute ansprechen, die sich wundern, was man da tut — vielleicht gewinnt man ja einen Mitstreiter?

Lädierte Polstersitzbank

Lädierte Polstersitzbank

Augen offen halten und Behörden über Unrat, den man selbst nicht wegräumen kann oder darf, informieren. In Braunschweig geht das über die einheitliche Behörden-Rufnummer 115, Email, Kontaktformular (oder Schadensmeldung) des Ideen- und Beschwerdemanagements, die Piraten haben sogar eine App (für Braunschweig)  programmiert.

Fahrrad-Leiche

Ich melde mich da gelegentlich, wenn ich eine Fahrradleiche bemerke (es wird erst mal überprüft, ob das Fahrrad vielleicht gestohlen ist),  ich einen in der Oker liegenden Einkaufswagen sehe, ein verwahrlostes Sofa irgendwo in der Landschaft steht … .

Oder, wie schon oben vorgeschlagen,  gar Stadtputzer werden — am 24. und  25. März 2017 ist es wieder so weit.

Mehr (über) gute Taten: