RainerSeiner

Privates von Rainer B.


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Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 6 🏕

Mittwoch, 08.08.2017 (Abreise)

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage verschlechterte sich weiter, und so entschlossen wir uns, doch am Mittwoch (bis dahin hatten wir schon bezahlt) nach Hause zu fahren und bei Gelegenheit und besserem Wetter noch mal ein paar Tage Urlaub zu machen. Vorher natürlich noch mal „Stehen im Twist“ probiert, dieses Mal ohne Anker — kankelig! Nach dem Mittagssnack fingen wir gemächlich an zu packen. Höllenlärm aus der Nachbarschaft von Benzin-getriebenen Heckenscheren, sollte man verbieten 😠! Da ist überall Strom, und eine viel leisere elektrische Heckenschere zieht nur die halbe Leistung unseres Wasserkochers.

Heckenscherenlärm hatte mich gänzlich die Uhrzeit vergessen lassen, um 14:55 Uhr standen wir tatsächlich vor wg. Mittagsruhe geschlossener Schranke. War aber nicht abgeschlossen, ich gab den Schrankenwärter.

Heimfahrt Stau-frei, Auto-Entladen dank Rollpalette wenig anstrengend. Was hat uns nur zu dem Schwachsinn verleitet, beim Beladen alle Teile einzeln zum Wagen zu tragen?

Weitere Details

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Die neue 25l-Mobicool Kühlbox (230V~/12V=)

Versah ihren Dienst problemlos, wurde allerdings aufgrund der kühlen Nächte (Temperatur ging bis auf 10°C ʼrunter) und selten wirklich warmen Tage nicht wirklich geprüft. Deshalb waren wir auch nicht allzu sorgfältig bei der Wahl der Aufstellorte, in den Brennesseln am Wäldchen-Rand wäre es immer noch 2°C … 3°C kälter gewesen als hinter dem Busch an der Steckdose. Aber wir hatten auch so unser 7°C-Pilschen 🙂

Natürlich auch wegen der extrem feuchten Witterung fiel eine Menge Kondenswasser in der Box an, Baumwollhandtuch auf dem Boden hat sich nicht bewährt: alles steht extra-wackelig, zum Auswringen muss man die ganze Box leer räumen, und man bekommt ein Baumwoll-Handtuch einfach nicht gut genug ausgewrungen. Nächstes Mal probieren wir, die Box mit einem Viskoseschwamm trocken zu halten.

Das Ding lärmt! Auch 5m weit weg hört man ein beständiges Summen, da es auf dem Campingplatz auch sehr still sein kann ist das schon lästig. Betrieb im Zelt (Wetterschutz!) ist nicht denkbar. Da die Truhe eigentlich nicht für den Betrieb im Freien geeignet ist haben wir sie nachts lieber ins Auto gestellt, 2m nebenan ist das Lüftergeräusch nervtötend. Mit dem ECO-Dreknopf kann man die Lüfterleistung bei Wechselstrombetrieb reduzieren, aber dann kühlt das Gerät natürlich auch (viel) schlechter.

Der Stromverbrauch war bei voller Leistung nach unserer Messung mit 67W deutlich höher als die auf dem Typenschild angegebenen 55W bei Wechselstrombetrieb. Müsste mal beim Messgerät nachschauen, ob das Wirk- oder Scheinleistung misst.

Die Skala beim ECO-Drehknopf verspricht mehr, als das Gerät halten kann. Der ECO-Schriftzug ist in etwa in der Mitte, in der Stellung laufen die Lüfter gerade so eben an, und die Leistungsaufnahme ist von 67W auf 5W gesunken. Man ahnt, wie viel Kühlleistung das Peltier-Element dann noch bringt … . Mag sein, dass bei lüfterlosem Betrieb bei  noch geringerer Einstellung noch eine messbare Kühlleistung vorliegt, aber ganz sicher keine nutzbare.

Etwas lästig beim Beladen ist, dass das Kühlaggregat vom Deckel ganz schön weit in die Kühlbox hinein hängt, es ist schwer zu schätzen, wie hoch man die Box beladen kann, ohne dass der Deckel aufsetzt. Konstruktion ist so wohl unvermeidbar, aber eine Belademarke auf der Innenseite wäre praktisch.

Die CEE-Adapterleitung

Wir hatten den Adapter gekauft, um zukünftig auf Campingplätzen, die nicht den Service anbieten, Kühlakkus einzufrieren, unsere neue Elektro-Kühlbox betreiben zu können. Der blaue Stecker ist aber mit knapp 15cm zu lang, ich konnte ihn deshalb nur schräg verkantet angesetzt mit roher Gewalt in die Anschlussbox und so in die Steckdose ‚reindreschen. Eventuell aber unsere Schuld, wir hätten wohl lieber diese Adapterleitung kaufen sollen. Ein wenig vielleicht auch meine Schuld, ich habe halt einfach die billigste Leitung gekauft, nicht darauf geachtet, ob der Stecker evtl zu lang sein könnte. Die Beschreibung auf der Seite sagt „CEE-Adapterleitung Camping“, rechne ich doch dann nicht mit, dass der Stecker nicht passen könnte. Rückfrage beim Großhänder ergab, dass die Leitung von Mennekes und hundertausendfach im Einsatz sei .

Bürgerbus 🚏

Tolle Einrichtung, aber der Fahrplan nicht nur für Urlauber kaum zu verstehen. Ich hatte mich am Vortag meiner Celle-Paddeltour mit der Hofladenbetreiberin unterhalten und auch gefragt, wie ich mit ÖPNV von Celle wieder nach Schwachhausen käme. Sie erzählte, dass das auch im Ort nur die Wenigsten verstehen, und ihr unausgesprochener Rat ging in die Richtung „kaufen Sie sich in Celle einen günstigen Gebrauchtwagen“.

Meine tatsächliche Fahrt am Montag, 13:50 Uhr ab Celle / Schlossplatz mit der Linie 500 nach Wienhausen, von dort mit dem Bürgerbus (14:18 Uhr?) weiter nach Schwachhausen, ist so nicht nachzuvollziehen. Und gerade DAS wäre ja für einen Urlauber (Paddler) interessant. Leider hilft auch EFA nicht weiter, der Bürgerbus ist dort nicht oder nur unvollständig aufgenommen (?). Und auch die Homepage gibt kein Praxisbeispiel für Fahrten zwischen Schwachhausen und Celle oder Schwachhausen und Gifhorn an. Ich würde ja gern mal mit dem Bus nach Müden und mit dem Twist auf der Aller zurück fahren, aber die Busfahrt ist doch arg lang … . Ich versuche die Tage mal, mit den Bürgerbus-Leuten ein paar Praxisbeispiele zu erarbeiten. Und es gibt ja auch noch andere Tour-Möglichkeiten.

Der Regen-Unterstand

Campingplatz

Hat was! Einerseits abgelegener Platz ohne Komfort (keine Rezeption, kein Lädchen, gar nix), Sanitäranlagen haben ihre beste Zeit hinter sich (sind aber sauber), Brötchen gibt es erst 2 Orte weiter. Aber auf der Flussabwärts-Zeltwiese gibt es Strom, Aussicht auf den Fluss und auch vieeeel weiter, Wäldchen direkt nebenan mit kühlem Waldrand für die Kühlbox, Eichhörnchen „bellen“ aus dem Wald, wenige Meter bis zur Aller, Unterstand mit Grill und Festzelt-Garnituren für den Regenfall (Dach haben wir öfters genutzt), einfach nur toll.

Spuren vom Vortag (Junggesellenabschied)

Leider hatten wir auch immer wieder vernehmlichen Lärm vom „Flepi-Bauwagen“ nebenan, der gern von der (überwiegend männlichen) Dorfjugend genutzt wird. Samstag Junggesellenabschied mit drönenden Ballermann-Hits und Betrunkenengegröhle vom Nachmittag bis in die Nacht. Der Campinglpatzbesitzer versicherte uns, die dürften nur bis 22:00 Uhr, und er kümmerte sich offenbar nachts noch um die Beendigung des lärmenden Teils der Veranstaltung. Aber „Nachtruhe“ bekomme ich auch mit Ohropax, viel störender finde ich den Lärm tagsüber. Auch am Montag Nachmittag gab es einigen Lärm von dort, Kettensäge, Vorschlaghammer, lautstarke Kommunikation zwischen „Badesprungturm“ und Wagen — sonst ist ja nix zu verstehen bei den lauten Ballermann-Hits. An mehreren anderen Tagen geringeren, aber immer noch auffälliger Lärm von dort, leider ein echtes Manko. Am anderen Ende auf der anderen Zeltwiese hat man die Allerbrücke mit (nicht nur) Landmaschinenverkehr  direkt nebenan, dafür aber keinen Unterstand. Und mittendrauf wäre es zwar ruhiger, aber da fehlen dann Allerzugang, tolle Aussicht, v.a.m.

Natur

Toll! Na gut, auf die Mückenplage (trotz Sarazen und Autan) hätten wir verzichten können. Und die ekligen Nacktschnecken an allem, was man ins Gras gelegt hat … Aber sonst gibt es direkt am Platz viel zu beobachten:

  • Pflanzen: Viele Wiesenblumen!
  • Säugetiere:
    • Eichhörnchen, Fledermäuse, keine Kaninchen. Eine Maus, von der Martina erzählte, sie läge halb tot am Wegrand zum Sanitärhäuschen, ich überlegte, sie nach dem Duschen mit dem Schäufelchen von ihren Qualen zu erlösen — war aber inzwischen weg.
  • Vogelwelt:
    • Riesige Starenschwärme! Einen „Sammelbaum“ von Staren machte ich per „akkustischer Triangulation“ (😉 — zunächst hörte ich die Vögel nur lärmen) aus. Nach Richtungsschätzung von 2 ca. 100m voneinander entfernten Uferpunkten war ich mir sehr sicher, die richtige Baumgruppe ausgemacht zu haben, aus der ein Schwarm mit ca. 200 Stare dann wenige Minuten später auch „wie auf Kommando“ aufflog.
    • Pirol gehört! Zu Himmlefahrt bestimmende Wacholderdrosseln völlig stumm. Enten, Teichhühner, wenige Gänse, viele Graureiher, Milane, sonstige Greifvögel, Grünspechte (waren wieder am Lachen), viieeele Rauchschwalben bei Akrobatik direkt über der Aller-Wasseroberfläche, Mehlschwalben 1 Etage höher, Sperlinge auch am Sanitärhäuschen, verschiedene Meisen, …
    • Pilze sahen wir auch
  • Insekten: Neben lästigem auch schöne Libellen, Schmetterlinge, …

Lohnt sich!

Wir fahren da sicherlich mal wieder hin.

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Camping-Urlaub Schwachhausen — Tag 2 🏕

Samstag, 05.08.2017

Flüchtlinge? Hier?

Morgens beim Frühstück erst mal eine merkwürdige Begegnung (siehe Bild rechts)! Außerdem hörte ich mehrfach einen Vogel,dessen Gesang wie „Katze der man auf den Schwanz tritt“ klang — gut-Amsel groß, sehr scheu, Amselweibchen-mit grün-gepudert-Farbe — keine Ahnung! Außerdem einen sehr großen Greifvogel! Unser „Kühlschrank“-Thermometer zeigte auf dem Kühlbox-Boden 2,5°C an. Kaffeewasser mit unserem alten Wasserkocher (1,2 kW, Campingstrom-tauglich) gebrüht — dekadent! Ein versuchter Wespen-Suizid im Kaffeebecher brachte Martina etwas aus der Fassung. Die neulich von Ulrike „geerbten“ kleinen Schraubverschluss-Gläschen waren prima für Marmeladen und Leberwurst in Campingwochen-Portionen.

Dann musste ich natürlich mal zu einer Bootsgasse fahren, ich entschied mich für die oberhalb des Platzes, um ein paar Proberutschen zu fahren. Der „Aufstieg“ war doch etwas zeitraubend, die stärkere Strömung wegen des Aller-Hochwassers schien mir noch spürbar, auch wenn der „Flutberg“ (Pegel Langlingen) weitgehend abgelaufen war.

Oberhalb des Wehrs begegnete mir eine Gruppe sturzbetrunkener Kanuten. In jedem Canadier ein mehr oder weniger vollständig geleerter Bierkasten und ein stark dezimierter Spirituosenvorrat. Die Leute waren zu betrunken, um aufrecht im Boot zu sitzen, ein Canadier lag (voll Wasser) tief im Wasser, wurde von einem Schwimmer gezogen, während ein zweiter ehemaliger Insasse nebenher schwamm. Ein 2. Canadier kippte 30m vor dem Steg in völlig ruhigem Wasser „einfach so“ um — hatten sich alle Insassen zur gleichen Seite zum Kotzen über die Bordwand gelehnt? Ich schaute erst hin, als ich es planschen hörte. Was für ein Bootsverleih lässt das denn zu, dass vor der Abfahrt solche Mengen Alkoholika ins Boot geladen werden? Auch auf dem Wasser gilt eine Promillegrenze, ist auf Gewässern und in Bundesländern unterschiedlich geregelt, aber stets an STVO angelehnt. Verantwortungslos! Die Truppe begegnete mir später noch wieder — die feierten vom Nachmittag bis tief in die Nacht nebenan lautstark einen Junggesellenabschied.

Meine 3 Abfahrten machten mir Spaß, die Schaummengen auf der Aller fand ich doch etwas verdächtig. Meistens sind das allerdings nur „zerkloppte“ Kleinstlebewesen, deren Reste dann mit (am Wehr bei Hochwasserströmung vermehrt ins Wasser eingetragenen) Sauerstoff reagieren und diese Schaumberge bilden. Dazu kommt oft ein „irgendwie fäkaler“ Geruch.

Wer aus dem Boot fällt …

… nimmt ein unfreiwilliges Schaumbad

Ich war pünktlich zum Mittagssnack wieder am Zeltplatz, anschließend nutzten wir Regenschauer-bedingte Zwantspause für ein Mittagsnickerchen im Zelt. Zum Um-Die-Ecke-Denken sind wir nicht gekommen.

Abendessen: Miracoli  (252g Nudeleinwaage) mit vorgewärmten Wasser aus dem elektrischen Wasserkocher!

 


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Kaum noch Fluginsekten? 🦋

… wimmelt es noch.

Im Treppenhaus ….

Wenn wir auf Feuerwanzen achten (und auf die Ameisen im Treppenhaus) scheint es weiterhin wimmelnde Insektenmassen zu geben. Aber gestern am späten Abend fiel es mir wieder auf, das um keine der Straßenlaternen, die ich in der Dunkelheit sah, Insekten kreisten. Gut, es war relativ kühl, ich muss darauf noch mal systematischer in warmen Sommernächten achten, aber ich habe doch deutlich das Gefühl, dass das war früher anders war. In meiner Erinnerung war damals — nicht nur im „Sonnigen Süden“ — jede Straßenlaterne und Lampe am Haus von einer dichten Wolke flatternder Insekten umgeben, und wenn man ein Fenster nur wenige Minuten unvorsichtig weit geöffnet ließ, hatte man sofort, ein paar Falter, Mücken, sonstige Insekten im Raum. Heutzutage ist es eher eine Ausnahme, dass uns mal ein Insekt in die Wohnung schlüpft, obwohl wir Schlafzimmerfenster und Balkontür oft weit geöffnet haben. Und die Straßenlaternen ohne Insektenschwarm (was natürlich auch daran liegen könnte, dass denen das Licht moderner Leuchtmittel nicht mehr so behagt, sie früher gar nicht vom Licht, sondern von der Wärme angezogen wurden, …). Und ich fahre auch weniger km/Jahr mit dem Auto, aber dass so fast gar-keine Insekten auf Windschutzscheibe und Scheinwerfern mehr kleben ist schon komisch. An Tankstellen findet sich im Eimer mit der schmutzigbraunne Scheibenwachsauce jedenfalls nur noch der Gummilippenabzieher mit Schwamm, aber eigentlich nie ein Insektenschwamm … .

Rein egoistisch bin ich ganz froh, von den Plagegeistern nicht mehr so intensiv heimgesucht zu werden. Aber die Meisen, Spechte, Igel, Eichhörnchen, Spitzmäuse, Fledermäuse, Pflanzen (die vergeblich auf Bestäubung warten), …

Und bei uns wird einfach unser „Waldrand“ abrasiert, obwohl gerade Waldränder als Übergang zwischen Wald und offener Landschaft ein wichtiger Lebensraum, auch für Insekten, ist.


Weitere Informationen:
Dramatische Insekten-Verluste in NRW (NABU)
Der Schwund der Sechsbeiner (Spektrum der Wissenschaften)
SZ
schrotundkorn.de
insektenschwund.com, ein Blog zum Thema
FAZ

 


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Hansi ist wieder da ☺

Nach dem Kahlschlag vor meinem vor meinem Fenster hatten sich die Eichhörnchen dort ja rar gemacht, trotz meiner Kletterhilfe und einer Verlockungs-Walnuss habe ich in dem Jahr seit der Baumfällung nur noch 1 Mal ein Eichhörnchen auf der Büro-Fensterbank gesehen.

Und heute nach dem verdienten Kaffee nach einer Katzenrettung in der Familie — aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte — saß ein Eichhörnchen auf der Fensterbank, als ich ins Büro kam, und hatte auch schon die Walnuss geknackt. Da die wohl schon ½ Jahr dort liegt dürfte der „Genuss“ wohl eher abschreckend gewesen sein?! Um mich bei dem Kleinen einzuschleimen legte ich gleich eine neue Nuss durch Fenster und Fliegengitter ins Schälchen, aber das war wohl zu viel für Hansis Nerven. Er verschwand (wie und wohin habe ich nicht mitbekommen), aber schon nach einer Minute war das Eichhörnchen wieder da und mümmelte seine Nuss.

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Habe mir gleich eine Walnuss unter den Bildschirm gestellt, damit ich nicht vergesse, ihm heute Abend noch eine neue auf die Fensterbank ins Schälchen zu legen. Eine Freundschaft braucht Pflege.

 

 


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Angepaddelt istʼs 🛶

Entweder war das Wetter schlecht oder ich musste arbeiten, mal war ich von Martina zum Eselchenstreicheln nach Essehof eingeladen, mal war ich zu faul – irgendetwas stand einer ersten Paddeltour bisher immer im Weg. Dann las ich etwas über eine Auszeit auf der Wupper-Talsperre und nahm mir vor (versprach?), endlich auch den Twist wieder aus dem Winterschlaf zu holen.

Dienstag war das Wetter dann doch sehr unsicher, also Mittwoch morgen stilecht mit dem Bus Linie 443 von der Havelstraße (300m vor der Haustür) zur Haltestelle Goslarsche Straße (gut 50m vorm „Bach“).

Wie gewohnt saß ich keine viertel Stunde nach der Ankunft im Boot, und los ging es, einmal im Uhrzeigersinn auf der Oker rund um Braunschweig. Richtig aufregendes gibt es nicht zu berichten, höchstens

  • Üblicher Okerromantik-Kitsch
    • Entenmütter mit vielen winzig kleinen Küken
    • Ein Gänseclan mit schon halbstarkem Nachwuchs — wobei „Gänseclan“ ja die braunschweiger Aussprache für eine Art Gänsegeschnetzeltes ist  😉
    • Blüte bei Kastanien, Goldregen, Bärlauch, Rosen
    • ein Eichhörnchen nimmt einen Schluck Okerwasser
    • Teichhühner hüpfen am Ufer entlang.

Und was man sonst auch immer wieder zu sehen bekommt. Einfach nur toll und schön!

Nennenswerte Strömung gab es nur zwischen den Wehren, der Wasserstand war wohl 10 … 20 cm unter Normal.

Der Einstieg an der lästig hohen Wand klappte schon mal prima, ich nahm mir auf dieser Fahrt trotzdem viel Zeit, über den Winter evtl. eingerostete Fähigkeiten wieder zu trainieren: ein- und aussteigen (ʼrausrollen, aufstehen und aussteigen, nach links, nach rechts, wieder einsteigen),  durch herabhängende Baumkronen genau da entlang fahren wo ich will, ohne mich mit den Paddeln zu verhaken — wer weiß, wann manʼs mal braucht. Die Örtze lockt 🙂

Noch mal Umtragen am Petriwehr, wir sollen dort eine kombinierte Fischtreppe und Bootsgasse bekommen. Umtragung Wendenwehr sind 600 m, kein Problem mit dem leichten Twist. Aber gleich dahinter die sehr niedrige Brücke, da ist mein Bauch immer sehr im Weg … .

Unter einigen Brücken roch es unschön.

Und weiter ging es.

Ende der Tour — Ausstieg!

Bei uns gibtʼs ja praktisch ausschließlich Ringeltauben, an einer Brücke in der Innenstadt sah ich auch mal andere hocken. Stadt-, Feld-, Sonstwas-Tauben? Ich kann Nicht-Ringeltauben nur schwer auseinanderhalten.

Auf dem Anlegesteg vor dem Steigenberger Hotel rastete eine Mädchen-Truppe mit 2 Kajaks vom Bootsverleih Kurt Schumacher Straße und wollte wissen, wie weit sie es denn noch hätten auf ihrer Braunschweig-Umrundung. Ich konnte nur „noch ziemlich“ sagen und ihnen Mut für die Wendenwehr-Umtragung machen — sie hatten schon 2/9 der Strecke auf der Karte geschafft. Ich hatte sie aber bei meinem Päuschen auf der Bank vorbeifahren sehen, um die Tour richtig auszukosten(?) fuhren sie ordentlich Zick-Zack, werden am Ziel wohl deutlich mehr als 9km „auf dem Tacho“ haben.

Ich ließ etwas Wasser aus dem Boot laufen, bevor ich es verpackte (richtig trocknen lassen ist hoffnungslos), während ich packte fuhr einer der halbstündlichen 443er-Busse Richtung Heimat vorbei. Statt mit Fahrt zum Rathaus zu tricksen in der Hoffnung, dort gleich in eine 5er-StraBa nach Hause umsteigen zu können, setzte ich mich noch eine Weile an die Bushaltestelle, wartete auf die nächste 443, trank meinen Rest-Tee und sah einer Blinden-Lauflernschulung zu. Thema der Schulung: Zurechtfinden und eindeutiges Verhalten im Straßenverkehr. Gar nicht uninteressant!

Dann kam meine Direktverbindung, ab nach Hause zum Mittagssnack!

Hier zum Schluss noch der GPS-Track zur Tour“

Während ich gestern Abend anfing zu schreiben zog draußen ein recht heftiges Gewitter durch. Eines der 2 verbliebenen Kaninchenkinder mümmelt seelenruhig vor der Haustür – hat schon Schlimeres erlebt 😉

Das


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Die Mauersegler sind da!

Meine Vogel-Beobachtungsstation

Krähenkampf

Nach mehreren Schwalbensichtungen heute vom Vogelobservatorium aus die ersten Mauersegler gesichtet, ich schätze mal 5 … 10.

Vorher sah ich bei einem kleinen Verdauungsspaziergang (wir waren Vormittags zum Schwägerinnen-Geburtstagsbrunch) einen sehr heftigen Kampf von 4 Krähen, eine lag auf dem Rücken und wurde sehr heftig behackt, hauptsächlich von einer der anderen Krähen; ich dachte schon, die würde abgemurkst. Irgendwie legte sich dann aber die Streitlust etwas, und alle 4 flogen lauthals krähend davon.

Auf dem Weg schaute ich mir auch noch mal die Astgabel an, in deren Nähe ein Eichhörnchen vor meinem Spaziergang heftig von Amseln attackiert worden war – dem Anschein nach war in der Astgabel ein Amselnest, das die Vögel gegen den Nesträuber verteidigt hatten – ob erfolgreich konnte ich nicht sehen.

Und nach dem Abendessen dann die Mauersegler, gesichtet vom Balkon aus in Richtung Norden (allzu viel ist nicht zu erkennen):

 


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Kaninchenkinder in Gefahr

So tiefenentspannt wie dieses Amphibium sind unsere 3 kleinen Kinderkaninchen-Racker noch nicht. Ich habe mich zwar gaaaaaanz laaaangsaaaam bewegt, brauchte für die 7 Meter bis zur Bank, von der aus ich fotografieren wollte, wohl ebenso viele Minuten, trotzdem waren die 3 recht misstrauisch, zum Stativaufbau kam ich nicht mehr, die 3 waren vorher im Bau verschwunden. Weiterlesen