RainerSeiner

Privates von Rainer B.


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Patentaten & Patengarten

Wiesenblumen

Es gibt nicht allzu viel zu berichten. Hauptsächlich halten wir den Patengarten Müll-frei, zur Belohnung bequemten sich doch noch ein paar Blümchen aus der Wiesenblumenmischung, die Martina im Frühjahr ausgesät hat, zu blühen. Sonst haben wir wenig Arbeit investiert, mal sehen, ob wir im Frühjahr auch gestalterischen Ehrgeiz entwickeln werden.

Ich komme mehrmals die Woche — hauptsächlich beim Kurzstrecken-Schnellgehen vor dem Frühstück — an meinem „Patenstreifen“ vorbei und sammle hauptsächlich dort und wenn es sich ergibt auf den weiteren gut 100m durch den Park Unrat auf, den ich im Vorbeigehen sehe — grob geschätzt das Äquivalent von mindestens einem Dutzend achtlos weggeworfenen Tempotüchern je Woche. Da kommt im Jahresverlauf ganz schön was zusammen.

Insgesamt wenig Neues.

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(Bundestags-) Wahlhelfer in Braunschweig

Ich habe es wieder getan, war Wahlhelfer bei der Bundestagswahl. Da ich aus den überlassenen Unterlagen schon wusste, dass die Abläufe und Richtlinien für Wahlhelfer bei der Bundestagswahl in vielen Details grundlegend anders als bei Kommunalwahlen geregelt sind, hatte ich in der Woche vor dem Wahlsonntag noch ein Abend-Seminar besucht und ging die Aufgabe also gut vorbereitet an.

Dieses Mal fanden wir unser Wahllokal aufgeschlossen vor, dafür gab es das erste (Schein-) Problem bei der Anlieferung der „Ausrüstung“: irgendwie ließen sich beim besten Willen keine 3 gleichen Stapel aus dem Material, dass ein Paketbote auf Sackkarre anlieferte, auseinanderdividieren. Verwirrung, wir schnappten uns erst mal alles mit Aufkleber „221-23“ und beschlossen, der Angelegenheit im stillen Kämmerlein (unserem Wahlraum) auf den Grund zu gehen. Dort war das Rätsel schnell gelöst, unser Wahlbezirk war für eine Wahlstatistik als repräsentativer Wahlkreis ausgewählt worden, es gibt gekennzeichnete Stimmzettel für männliche und weibliche Wähler, getrennt nach Altersgruppen für unter 25 Jahren, 25 – 34, 35 – 44, 45 – 59, 60 – 69 und 70 Jahre und älter — Stimmzettel A … M. Das erfordert viel Platz und zusätzlichen Kommunikationsbedarf bei der Stimmzettelausgabe, bei gelegentlich höherem Lärmpegel im Wahlraum etwas lästig. Uns hat etwas erstaunt, wie wenige Wähler nachgefragt haben, die überwältigende Mehrheit nahm es klaglos hin, dass sie „personenbezogene“ Stimmzettel erhielten. Nur eine Wählerin schaute, nachdem sie und ihre Tochter (?) unterschiedliche Stimmzettel erhalten hatten, kurz auf ihren Stimmzettel und kommentierte „ah-ha, das geht nach Geburtsjahr …“ ☺. Ob’s etwas nutzen wird?

Zusätzliche kleine Erschwernis war, dass eine Wahlhelferin vorab verabredet hatte, dass sie erst zur Nachmittagsschicht kommen würde (und offenbar ihr Handy zwecks störungsfreien Ausschlafens ausgeschaltet hatte), wovon der kurzfristig als Ersatz eingesprungene Wahlvorsteher nichts wusste, und auch beim Wahlamt keine Notiz auffindbar war … . Konnte mit ein paar Telefonaten geklärt wird.

Der Wahltag brachte wieder einige Überraschungen und Situationen, mit denen wir nicht gerechnet hatten, verlief aber „ohne besondere Vorkommnisse“

Wegen der geringen Wahlbeteiligung hielten wir uns mit Diskussion über zweckmäßige Buchstabiertafeln und mit flauen Witzchen wach, wenn gerade kein Publikum im Raum war. Wenn wir gelegentlich gegen Langeweile zu kämpfen hatten, wie muss das dann in Stiddien mit 175 Wahlberechtigten sein? Erstmals sah ich eine Wahlschablone, die zum Einsatz kam. Ich spielte wieder mit dem Kugelschreiber herum, so dass meine Hände bald noch schlimmer als bei der Landtagswahl neulich aussahen.  Ich überlege, ob wir nächstes mal Wählern, die den Kugelschreiber aus der Wahlkabine mit heraus nehmen, den Kuli als Souvenir überlassen sollten. Wenn wir das öffentlich machen, könnte das vielleicht sogar die Wahlbeteiligung … 😉. Auffällig war die hohe Zahl an Wahlwilligen ohne Wahlbenachrichtigung (62 Wähler, verifiziert über Personalausweis), was bei vielen vielleicht auf hohes Interesse an der Wahl zurückzuführen ist — kamen von irgendwo unterwegs, hatten die Benachrichtigung nicht dabei, wollten doch noch schnell wählen. Ich selbst wählte in der Pause zwischen „Dienstbeginn“ und meiner Nachmittagsschicht auf dem Nachhauseweg in der OGS Altmühlstraße, dort im Wahlraum war man auch dankbar für jeden Kunden dankbar — trotz der etwas besseren Wahlbeteiligung von 54,0%.

Die Auszählung der Stimmen verlief dann fast sensationell fehlerfrei, alle Ergebnisse wurden durch alle Kontrollrechnungen sofort bestätigt, hatten wir alle so noch nicht erlebt — Klasse! Die durch sorgfältige, schnelle Arbeit gewonnene Zeit ging für Wahlvorstand und mich dann bei der Übergabe der Unterlagen an das Wahlamt wieder drauf, einige Teams hatten „einfach so zusammengezählt“, Kontrollrechnungen nicht durchgeführt („müssen Sie uns schon glauben“, was dann deren Übergabe seeeehr in die Länge zog. Sei’s drum, wir gingen mit dem guten Gefühl, gute Arbeit geleistet zu haben, durchaus etwas Stolz nach Hause, wo mich dann ein leckerer Chili-Eintopf als Stärkung erwartete. Man kann verregnete Sonntage auch viel langweiliger verbringen, ich bin bei der Landtagswahl wieder dabei.

Auf den verlinkten Seiten ist zu sehen, wie „unsere“ Wähler (Wahlbeteiligung 45% (+ Briefwähler))  ihre Erststimmen (Gültige Stimmen: 436 Ungültige Stimmen: 14) und Zweitstimmen Gültige Stimmen: 441, Ungültige Stimmen: 9) zugeteilt  haben. Viele weitere Details zur Wahl (auch eine grafische Aufarbeitung) gibt es hier auf dieser Informationsseite des Wahlamts.

Bedrückend finde ich, dass so viele Menschen glauben, dass  Angsthasen für Deutschland eine Alternative für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen seien. Hier ein paar Meinungen der 87% anderen.


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Fehlende Information im Wahl-O-Mat

Pro kg Kaffee fallen 2,19 € Kaffeesteuer an. Im Unterschied zur MwSt. hängt sie nicht vom Preis ab, sondern von der Kaffeemenge, d.h. der Kaffeepreis kann nicht unter 2,45 €/kg fallen, denn auf die Kaffeesteuer zahlt man noch MwSt. oben drauf.

Quelle: Kaffeesteuer | Demystifikation

Für Martina wäre ein Abschaffungsversprechen ein Argument, glaube ich 😉


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Schwärmerisch-astronomischer Morgenspaziergang

Morgens vor dem Frühstück (05:30 Uhr) spaziere ich zum wach-werden meistens eine schnelle Runde durch den Hochspannungspark, heute mit ein paar astronomischen „Auffälligkeiten“.

Zum einen die geradezu gleißend helle (Magnitude -3,84) Venus am noch schwarzen Osthimmel! Mars und womöglich Merkur waren wohl auch zu sehen (mir kam der Venus-Stand höher vor als aus der Sternkarte ersichtlich), da ich aber erst hinterher auf die Sternkarte geschaut habe wusste ich nichts davon, habe nicht darauf geachtet.

Seit Tagen jammere ich ja schon über das wohl baldige Sommerende, allmählich wird das zur Gewissheit: heute sah ich erstmals nach dem Sommer bewusst (über der Altmühlstraßen-Schule) das Wintersternbild Orion, mit dem hellen Sirius unten links daneben. Auch die Plejaden waren deutlich zu sehen (nicht schlecht für eine Großstadt), auf den Stier habe ich nicht geachtet.

Beim Anblick von Sirius fiel mir dann sofort der große, schwarze, bei Herrchenabwesenheit oft sehr traurige Hund mit Namen Major ein, der seit kurzem schräg über uns wohnt. Wer als erster rät warum hat gewonnen 😉

Sternkarte von heavens-above.com