RainerSeiner

Privates von Rainer B.

Himmelfahrts-Ancampen 2017 – Tag 3

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Freitag, 26.05.2017

Als Langschläfer habe ichʼs immer gut, Frühstückstisch ist schon gedeckt, wenn ich aufstehe 🙂

Martina wollte mal so richtig „Einen Ruhigen machen“. Tina und Carsten fuhren zum Shoppen nach Celle fahren. Haupt-Anlass: wir hatten zwar ihre Elektro-Kühlbox, aber keinen passenden Camping-Strom-Adapter – wir sind ja so  naiv. Die beiden hatten die Kühlbox zunächst angeschafft, da sie der Tauglichkeit von Ferienwohnungs-Kühlschränken misstrauten, und wir alle haben uns für rasieren, Handy-Laden oder für was man gelegentlich sonst noch Strom brauchen könnte, immer bei Susanne und Michael eingeklinkt.

Mein Bootsfahrprogramm für den Tag: Bootsgassen-fahren-üben! Der Gumotex Twist wird in der Basisversion ohne Geradeauslauf (auch bei Fahrt mit Finne) geliefert – das muss durch Fahrer-Können kompensiert werden. Und ich möchte nicht  noch mal so unelegant durch eine Bootsgasse rauschen wie gestern. Also auf zum Wehr am  Kanu-Club Flotwedel! Auf der Fahrt dorthin duftete es von den Wiesen am linken Ufer intensiv nach frisch gemähtem Gras.

Dort sah es nach dem gestrigen Vatertag aus wie Sau:

Ich schaute mir die Bootsgasse zur Vorbereitung noch mal an, unterhielt mich mit einem Kanuten-Paar, das mir am Vortag bereits am Wehr oberhalb des Campingplatzes begegnet war. Ich gestand, dass ich dort gekniffen hatte, er, dass er vor einigen Jahren dort schon mal gekentert ist. Wir fachsimpelten noch etwas überʼs Bootsgassenfahren, dann machten sich die beiden auf den Weg, legten die Messlatte hoch:

Regungslos …

… in der Mitte der Bootsgasse …

… auf geradem Kurs wie ein Pfeil.

Während meiner Vorbereitungen hatte ein Canadier voller junger, offensichtlich völlig Kanu-unerfahrener Männer, abgelegt; die  machten ernsthaft Anstalten, die Bootsgasse herunterzufahren. So ist das oft, die Leute gucken jemandem zu, der es kann, bei dem sieht es einfach aus, und das ist dann Anlass für sie, anzunehmen, dass sie das auch können müssen. Nach kurzem probieren wurde ihnen aber wohl die Aussichtslosigkeit des Unterfangens klar, bis auf Steuermann und 1 Mitfahrer verließen alle wieder das Boot und gingen zu Fuß nach unten. Der Steuermann behauptete, mit dem Boot schon mehrere Bootsgassen hinunter gefahren zu sein, vermutlich allerdings als Fracht 😉 — erst hätte er den Canadier vor der Einfahrt fast quer gestellt, dann wären sie beim Von-Hand-Abstoßen an den Wänden vor der Abfahrt fast gekentert. Irgendwie schafften sie es doch heil nach unten – jungejunge!

Mein erster Versuch war zwar gelungener als meine gestrigen Bemühungen, aber noch weit von der Eleganz der beiden Kajaker entfernt. Auf dem Weg abwärts (immer noch etwas „schlängelig“) gerieten mir 2 Zahnputzbecher Wasser ins Boot, unten hinter der Bootsgasse noch 2 weitere, da ich aus der Strömung und in ein paar hohe „stehende Wellen“ geriet. Also noch mal das Ganze!

Der 2. Versuch geriet schon sehr viel besser (und verlief vollkommen trocken), die Fahrten 3, 4, und 5 gelangen mir perfekt:

Merkwürdiges Verkehrszeichen

Schwertlilie „am Wegrand“

Schnurgerade durch die Gasse, unten leicht nach rechts abgebogen, um in der Hauptströmung zu bleiben, dann in elegantem Bogen zum anvisierten Klampen, Boot festgemacht, ʼrausgehüpft und auf ein Neues! Warum ich immer „außen ʼrum“ über die Straßenbrücke zum Steg oberhalb des Wehrs lief, statt auf der Rampe unter der Brücke durch, habe ich vergessen 😉

Nach diesem erfolgreichen Training fuhr ich wieder heimwärts.

Beim Mittagssnack-Grillen führte Carsten seine neueste Errungenschaft vor, einen Grillkohleglutpusterix mit Energieeffizienzklasse A++++ (Handkurbelbetrieb). Dank des neuen Adapters gab es zum Imbisswürstchen perfekt gekühltes Pils aus der E-Kühlbox.

Den weiteren Tag verbrachten wir mit in der Sonne sitzen, Um-Die-Ecke-Denken, Nichtstun, was man im Urlaub halt so macht.

Abendessen gab es beim Klosterwirt in Wienhausen, eine Pollenflug-Episode verschaffte mir einen Nießanfall und Martina für den Rest des Abends ein tränendes Auge.

Weitere Beschäftigung: was man … ! Wir unterhielten uns auch über die Lottozahlen und verpasste Möglichkeiten:

Symbolbild aus dem Postillon

Ich fragte mich, ob es am Wehr nach dem Muttertag wohl auch so verheerend aussah? Ein Beitrag im Postillon lässt das vermuten 😉

Während ich mir das kitschige Abendrot anschaute beobachtete ich einige Fledermäuse, die für ein paar Minuten immer wieder über die spiegelglatte Aller flogen. Jedes mal gab es ein leises Plätschergeräusch und die jeweilige Fledermaus hinterließ eine kurze Kräuselspur. Keine Ahnung, ob sie etwas tranken oder Wasserläufer von der Oberfläche fischten …

Ich schlief wieder „wie ein Murmeltier“.

 


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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

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