RainerSeiner

Privates von Rainer B.

Bezirksratssitzung März 2017

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Group Of Blue People Seated And Holding A Meeting At A Large U Shaped Conference Table Clipart Illustration ImageMeistens verlaufen die Sitzungen unspektakulär, ich hatte  das Gefühl,  dass sich die Bezirksratsmitglieder wirklich bemühen, die Arbeit in den Vordergrund zu stellen, nicht Parteipolitik.

Die letzten Male war ich immer unvorbereitet dort, dieses Mal hatte ich die Aktenmappe vorher gelesen, was die Angelegenheit etwas langweiliger macht.

Eine SPD-Rats-Dame echauffierte sich dann sehr unsachlich („Wenn ich vom Balkon gucke fliegen die Autos nur so vorbei“) statt mit Argumenten (eigene Messungen, Anforderung der Messprotokolle, eigene Interpretation, …) darüber, dass eine Unterschriftensammlung für Verkehrsberuhigung nicht zu Maßnahmen führte; vertrat ganz offensichtlich eigene Interessen – schlechter Stil!

Und nachher gingen sich die Ratsmitglieder noch fast gegenseitig an die Gurgel … . Die CDU würde den Sinti-Roma-Wohnwagenstellplatz wohl lieber wegen Illegalität schließen als eine zusätzliche Wasser-/Abwasserleitung zu legen, hatte einige Fragen an den „Fachbereich Soziales“ gestellt – irgendwie wohl nicht zu beanstanden, dass man sich schlau macht, was da läuft. Aber etwas scheinheilig war die Anfrage schon. Kompletter Unsinn aber natürlich die in den Bart gemurmelten Anmerkungen des Bürgermeister-Stellvertreters („Campingplatz … für Campertouristen … illegal … dichtmachen“), wie man leicht in der angesprochenen Satzung über die Benutzungs- und Gebührenordnung für den städt. Wohnwagenaufstellplatz in der Stadt Braunschweig (Wohnwagenplatzsatzung) nachlesen kann. Und warum haben sie nicht nach alternativen gefragt, wo eine „Camperfamilie“ alternativ in Braunschweig für den Gegenwert von 90 DM/Monat wohnen könnte?

Nach dem Verlesen der CDU-Anfrage verlas der SPD-Fraktionsvorsitzende laut unsachliche Anschuldigungen („grenzwertige“ Anfrage – gute Güte), anschließend aufgeregte Wortwechsel („Das nehmen Sie so-fort zurück …“) — Loriot hätte es nicht schöner verzeichentrickfilmen können. Peinliche Minuten!

Und in der Bürgerfragestunde natürlich noch ein Anwohner, der vor dem Fragezeichen („Warum keine Verkehrsberuhigung in unserer Straße?“) zunächst wortreich (vom Blatt abgelesen) von den Napoleonischen Kriegen über die Flucht eines Urahnen vor Rasputin, Stationen seines Lebens in der Weststadt seit Mitte des vorigen Jahrhunderts, Ausrichtung seines Balkons  u.v.a.m. noch den Hintergrund seine Frage erklärte 😉

Wir gehen trotzdem wieder hin!

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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

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