RainerSeiner

Privates von Rainer B.

Sonnenschein-Rundwanderung bei Bad Harzburg

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Am Samstag also die wohl letzte Wanderung für dieses Jahr!

Der Start schien unter keinem guten Stern zu stehen, ich kam nicht rechtzeitig in die Pötte und kam schon mal (mindestens) 10 Minuten zu spät bei Chauffeurin Irene an. Immerhin, Totalsperrung der A39 blieb uns dieses mal erspart, Irene konnte ein paar Minuten aufholen. Moni und Arnulf wurden sogar von einer unerwartet gesperrten Ausfahrt (Rhüden) zu einiger Harzrand-Jökelei gezwungen, Deti und Co, die mit viel Zeitreserve angereist waren, ertrugen es mit Fassung. Noch eine Verzögerung gab es, weil ich zum Monulf-auf-den-Parkplatz-Winken (wir fast alle fanden die Ausschilderung aus Richtung Stadt etwas verwirrend) ohne Rucksack losgezogen war. Irene war schon mal ein Stückchen vorgegangen, und  unter dem Blumentopf lag bei meiner Rückkehr kein Autoschlüssel …

p1090871_ostkreuzIm Tal in Bad Harzburg war es schattig und kalt, wir erwogen schon, die erste Etappe auf den Burgberg per Seilbahn zu absolvieren, um endlich in die Sonne zu kommen. Nachdem sich die Frühstücksmuffel nahe der Talstation noch mit einem Becher Kaffee gestärkt hatten und allerlei sonstige Vorbereitungen abgeschlossen waren verwarfen wir diesen Gedanken und zogen los. Tatsächlich wurde uns beim flotten Aufstieg schnell warm, und bald hatten wir die Sonnenscheinzone mit angenehmer Temperatur (vielleicht auch wegen Inversionswetterlage) und toller Aussicht (trotz Inversionswetterlage) erreicht. Vorsichtige wetterskeptische Mitwanderer fingen an, ihre vielen Bekleidungsschichten zu verfluchen … .

Die Klärung, was der Säperstelle den Namen gab, stellte ich zurück, auch den Hintergrund zum Kreuz des Deutschen Ostens las ich erst am Sonntag nach. Warum Katrin dieses Mal keine Wanderstempel für die Harzer Wandernadel einsammelte … .

Am Waldgasthaus Rabenklippe wurde unsere Wanderung jäh gestoppt:

BETRIEBSFERIEN VOM 21.11. bis 24.12.2016

Und der Wanderweg geht anscheinend einfach durch das Restaurant durch!?! Na toll! Auf der Suche nach einer Umgehung durch die Klippen verirrten wir uns irgendwie auf die Aussichtsplattform hinter dem Restaurant, und da der Ausgang auch per abgeschlossener Stahlgittertür versperrt war, blieb uns — entkräftet von der Kraxelei —  nichts anderes übrig, als uns an einen der Tische zu setzen und uns erst mal mit unseren Vorräten zu stärken. Es war herrlich, dort in der Sonne zu sitzen, und der Ausblick ist phantastisch.

Nach der Mittagspause gelangten wir — wieder mit etwas Kraxelei — auf den Wanderweg zum Luchsgehege. Wir sahen tatsächlich mehrere Tiere, die kamen dichter heran als im Tierpark (sind größer als ich dachte). Aber richtig zufrieden mit ihrer Situation schienen mir die Luchse nicht, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dass das rastlose Hin-undHer-Getigere ein Anzeichen von Stress ist.

Größe: 10 €-Cent

Größe: 10 €-Cent

Auf dem weiteren Weg beschlossen wir, das Molkehaus links liegen zu lassen und direkt zum Burgberg zurück zu gehen, da wir für das Treffen dort 14:00 Uhr mit Tina & Carsten schon etwas spät dran waren. Glück gehabt, die kamen uns entgegen, wären wir über Molkehaus gegangen hätten wir uns wohl erst mal verpasst.

Mit einem kurzen Schlenker über die Ruine der Harzburg (hatte ich mir größer vorgestellt, die Geschichte der Burg war dort auf einer Tafel zusammengefasst, die wechselvolle Geschichte ihres Erbauers las ich abends daheim nach)  gingen wir zum Aussichtsreich. Trotz des tollen Ausflugswetters fanden wir noch einen rustikalen Tisch für uns alle, das Restaurant ist empfehlenswert. Je nach Bedürfnis stärkten wir uns noch mal mit einem Kaffee oder etwas handfesterem, von oben sahen uns Ballonfahrer in die Suppentassen (ich glaube nicht mehr, dass wir genau den gelben Ballon schon bei der Ankunft sahen, der hatte doch ein ganz schönes Tempo drauf), ich sezierte ein Miniäpfelchen, aß auch zur allgemeinen Beunruhigung eine winzige Probe (schmeckte nach etwas mehligem Apfel) — hatten die Angst, mich vergiftet zur Seilbahn schleppen zu müssen? Wir alle genossen noch mal Aussicht und Sonne,  deren Kraft nun am Spätnachmittag doch etwas nachließ, im T-Shirt wurde es mir auf die Dauer doch zu frisch. 161203_026_aussichtsreichwc_badharzburgBei einem Besuch des Stillen Örtchens kam mir die Idee, dass man auf dem Tür-Hinweisschildchen ja auch noch einen QR-Code unterbringen könnte, um dem interessierten Besucher auch noch weitergehende Informationen  anbieten zu können. Mit einem kleinen Umweg an der Canossasäule vorbei ging es an den Abstieg.

p1090893Auf dem weiteren Weg waren wir uns nicht ganz im Klaren, ob wir nach dem Antoniusplatz nun wieder genau den selben Weg wie für den Aufstieg nahmen – der Track (und neuer Track mit Höhenprofil) zeigt, dass wir mit dieser Annahme auf dem Holzweg waren; aber jedenfalls erinnerten wir uns richtig, sowohl beim Auf- als auch beim Abstieg mehrfach unter der Seilbahn (laut Tina vermutlich kürzeste der Welt) durchgegangen zu sein. Nach einem letzten Blick auf den Brocken verließen wir dann bald die Sonnenscheinzone, unten im Tal — und besonders am Schluss auf dem Parkplatz — war es wieder empfindlich kalt.

Der Baumwipfelpfad (den wir vom Baumwurzelpfad aus sahen) ist ja eine gewaltige Konstruktion. Ich hatte mir einige wackelige Hängebrücken von Baumkrone zu Baumkrone vorgestellt, tatsächlich ist dort eine große Wandelkuppel (ähnlich wie beim Reichstag, nur unverglast) und riesige Stahl-Fachwerkkonstruktionen für breite lange Fußgängerbrücken. Schon irgendwie eine Naturverschandelung, aber Katrin sagte, im Sommer sei’s da oben tatsächlich ganz nett.

Wieder zurück bei den Autos verabschiedeten wir uns kurz und bündig, nach kurzem Scheibenkratzen ging’s wieder heimwärts.

Das war toll!

Vor dem Fahrradkeller empfingen mich eine Handvoll Überlebende 🙂

Etwas später  sah ich noch das prächtige Ensemble aus Venus und Mondsichel vom Balkon aus. Freitag war der Mond noch 1½ Handbreiten rechts von der Venus, Samstag beide übereinander, am Sonntag war der Mond 1½ Handbreiten weiter nach links geeilt. Effekt Qualitativ und Quantitativ im erwarteten Rahmen — nach Daumenpeilung 😉

Nachtrag Montag: Dank Blick auf die Sternkarte wurde ich auch noch auf den Mars rechts unterhalb des Mondes aufmerksam.


Persönlich bekannte Freunde wissen, wo es noch ein paar Bilder gibt (Monis sind besser – teurere Kamera, mehr Geschick, all das?).

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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

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