RainerSeiner

Privates von Rainer B.

Busfahrt mit digitaler Fahrkarte

Ein Kommentar

Mit selbstgedruckten DB-Fahrkarten aus deren Onlineshop fahre ich ja schon seit vielen Jahren, aber gestern wollten Martina und ich es wissen und mal mit einer „Fahrkarte auffem Handy“ fahren – Martina schickte mich als Tester für eine 2er-Tageskarte vor.

face-angry Martina erhielt die Info, die App gäbe es nur ab iOS 7. Nun stehe ich der Entwicklung, dass man für jeden Furz eine gesonderte App braucht, obwohl sich derselbe Vorgang auch seit Jahrzehnten bequem in einem Browser erledigen ließ, eh ablehnend gegenüber. Und so wird ein Anreiz (oder gar Zwang) geliefert, ein eigentlich noch gut funktionierendes Gerät auf den Müll zu werfen, weil es für Alltagstätigkeiten nicht mehr zu gebrauchen ist.

face-smile Aber für Android 4 (auf meinem Tablet) gibt es eine App – ausprobiert habe ich sie noch nicht.

face-smileUnd das alles soll auch im Browser funktionieren. Also in meinem SeaMonkey frohgemut die Kontoeröffnung per Kartenkaufversuch gestartet.

face-plainDie Kontoeinrichtung finde ich in manchen Details nicht richtig geglückt, man kann (wenn ich nichts übersehen habe) nicht gleich alle Angaben wie beispielsweise bevorzugte Zahlungsweise vollständig hinterlegen, Kreditkartennummer etc. wird erst beim ersten Kartenkauf abgefragt. Rechtsklick auf Hyperlink funktioniert oft nicht, man muss ein Popup öffnen, und wer weiß, ob alle Blocker damit umgehen können, …

face-plainDer Bestellvorgang selbst ist nicht allzu kompliziert, allerdings gibt es immer wieder unklare Formulierungen und Funktionen, beispielsweise hatte ich schon „Download/Email“ gewählt, wurde an anderer Stelle aber nach Postversand hierhin oder woandershin (per Radio-Buttons) gefragt, was dann doch wieder Zweifel weckt, ob das wirklich mit dem Email-Versand klappen wird. Auch in der endgültigen Bestellung steht dann ein Dwonload/Email an eine Postanschrift — seltsame Sache.

face-angryDen versprochenen Email-Versand gibt es nicht (oder er ist so gut versteckt, dass ich ihn nicht fand). Und das war schon etwas verhängnisvoll, da mein SeaMonkey bei Klick auf Fahrkarte drucken ein Download startete und eine Datei security2.php auf die Festplatte schaufelte. Spätere Klärung zeigte, dass die heruntergeladene Datei eine „%PDF-1.3“ ist und nach Umbenennung einfach mit Adobe-Reader geöffnet werden kann. Aber wenn in 5 Minuten der letzte Bus kommt fehlt einem etwas die Ruhe für solche Nachforschungen … . Dasselbe Problem bestand auch im Firefox unter Android 4, und da weiß ich als Gelegenheitsnutzer nicht einmal, wie ich eine Dateinamenserweiterung ändere, damit Android kapiert, dass die Datei als PDF geöffnet werden soll. Um solchen Schwierigkeiten von vornherein aus dem Weg zu gehen wäre ein simple PDF-als-Email-Versand sicher sinnvoll — Ich schlage das mal vor.

face-sadIm übrigen ist Fahrkarte drucken keine besonders glückliche Formulierung für die tatsächlich vorgesehene Funktion Fahrkarte im Browser anzeigen.

Wie man sieht hätte ich mit dem Zeitaufwand für diesen Erstkauf (Ersparnis gegenüber 4 Fahrkarten vom 10er-Streifen: in diesem Fall 0,70 €) locker die 700m zum Kiosk und zurück spazieren können, aber wir wollen ja gewappnet sein.

Und hier ist unser Erstling:

security2

Wir sahen niemand anderen per Handyvorzeigen seine Fahrberechtigung nachweisen und fühlten uns cool 😉

Meine Jungfernfahrt in Buslinie 443 mit dem kürzesten Anmarsch (ab Lechstraße) aller ÖPNV-Verbindungen hier brachte noch 2 Erkenntnisse:

  1. Martina schimpft immer über die lauten und rücksichtslosen Schüler vormittags, aber die abendliche Rentnertruppe war auch  nicht ohne. Die meisten schon ein wenig schwerhörig(?), brüllten sie ihre Unterhaltung(en) quer durch den Bus, als wenn sie allein auf der Welt wären,  und wenn zusätzlich zur Lautstärke noch Nähe für die Verständigung nötig war, stellte sich auch gern einer der Gesprächspartner in den Mittelgang  —  dezente Bitten um Durchlass neuer Passagiere konnten sie bei dem Höllenlärm natürlich nicht wahrnehmen.
  2. Die 443 fährt ja bei meinem „Mit Boot-und-Fahrrad-zum-Fluss-und-dann-lospaddel-Einstieg“ vorbei. Das eröffnet völlig neue Paddelmöglichkeiten, gegenüber meinem Standard-Einstieg-mit-StraBa-Anfahrt am Botanischen Garten hat der an der Hohetorbrücke einige Vorteile, beispielsweise gesparte Wendenwehrumtragung bei Fahrten nach Norden.

Auch sonst war der Abend nett.

@Irene: das mit der Werkstattrückfahrt-ÖPNV-Verbindung habe ich leider letzten Sonntag vergessen.

 

 

 

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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

Ein Kommentar zu “Busfahrt mit digitaler Fahrkarte

  1. Das SeaMonkey-Problem konnte ich mit Hilfe der User auf de.comm.software.mozilla.browser (Thread: SM: will eine security2.php – Datei herunterladen statt das Script(?) auszuführen) lösen, ich musste eine Einstellungskleinigkeit ändern, damit klappte es zwar noch nicht ganz genau so wie vorgesehen, aber immerhin öffnet die Fahrkarte nun im Adoboe-Reader.

    Das Android-Firefox-Problem, dass eine .PHP-Datei statt einer .PDF-Datei im Downloads-Ordner landet, habe ich mit Hilfe des File-Explorers Simple Explorer aus der F-Droid-App-Sammlung gelöst. In „xxx.PDF“ umbenennen, und schon lässt sich die Datei im Document-Viewer anschauen. Damit kann ich nun mit dem Tablet überall, wo ich WLAN habe, eine Vorverkaufs-Fahrkarte erstehen – Problem für mich gelöst!

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