RainerSeiner

Privates von Rainer B.

Lichtparcours-Floßfahrt

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160915_004__lichtparcours_bsNachdem unsere letzte Fahrt noch wegen zu kurzfristiger Anmeldung „ins Wasser gefallen ist (alles ausgebucht), hat es gestern geklappt. Es gab Karten, Fahrt fiel nicht aus, Wetter perfekt … .Ulrike kam extra aus Northeim, nach kurzem Zwischenstopp bei uns Aufbruch zum Startpunkt „Floßstation Am Botanischen Garten“. Beim Warten auf die Abfahrt habe ich wohl am GPS-Tracker gespielt, jedenfalls endet die Aufzeichnung dort.

Die Wartezeit unter gespenstisch beleuchteten Bäumen war nur kurz, dann ging es los zu unserer Fahrt ab botanischem Garten. Nichte Marie hatte noch „ihre“ Austauschschülerin aus Kasan mitgebracht, damit hatten wir die Teilnehmerin mit der weitesten Anreise in der Reisegruppe und etwas Aufmerksamkeit für den Moment. Die Familie der Flößerin stammt zwar anscheinend aus Weit Weit Weg, sie selbst ist aber waschechte Braaunschwaaigerin.

Kaum begrüßt, fuhren wir schon an der ersten Attraktion vorbei. Unsere Führerin erzählte viele interessante Details zum Lichtparcours, den einzelnen Objekten und der Braunschweigischen Stadtgeschichte. Außerdem begegneten uns beleuchtete und unbeleuchtete Boote, wir lernten etwas über die Vorfahrtsregeln auf der Oker (die üblichen gelten nicht, Vorfahrt wird bei Bedarf ausdiskutiert, es gibt viele Joker) und Probleme mit Weidenzweigen in der Schraube und mümmelten dazu unsere mitgebrachten Snacks. Die meisten Attraktionen konnten wir am besten in den Bildschirmen der zum Fotografieren hochgehaltenen Smartphones und Tablets betrachten — ob die mehr Erfolg hatten als ich? Meine Hoffnung, mit Vielfachaufnahmen + Maximalempfindlichkeit ab und an einen Zufallstreffer für ein scharfes Bild mit brauchbarer Belichtung zu bekommen erwies sich jedenfalls als Schnapsidee.

Damit Interessierte Bot No One’s Home“ von Kevin Schmidt auch aus der Nähe und von innen bewundern konnten gab es auf der Rückfahrt kurz vor dem Ziel einen Anlegestopp vor dem Kulissenhaus. Die Flößerin hatte sich offenbar etwas verschätzt, versuchte, die Paddler samt Boot am Steg mit dem Ruf „Weg da, ich muss jetzt anlegen“ und unterschwelliger Androhung von kinetischer Energie zu verscheuchen. Wolfgang sinnierte, ob wir gleich eine völlig neue Deutung des Begriffs Faltboot erleben würden … . Die Paddler beeilten sich und brachten ihr Boot rechtzeitig in Sicherheit, die Flößerin unterstrich die Ernsthaftigkeit ihrer Drohung mit einem laut krachenden Anlegemanöver, begleitet von einigen spitzen Angst-Schreien von Fahrgästinnen aus dem Bugbereich.

Ulrike, Martina und ich schauten uns noch das Häuserkunstwerk an, der Rest ging gleich in Richtung Auto. Das Haus war sehr grell bunt mit seeehhhr vielen LEDchen und etwas Hitchcock-Hintergrundmusik, so richtig sagen wollte es mir nichts.

Zurück zum Auto war es nur ein Katzensprung, Ulrike brachte uns freundlicher Weise noch nach Hause — es wird allmählich zur lieben Gewohnheit, dass wir uns von Ihr zu jeder Unternehmung karren lassen 😉

Bei einem schnellen Einschlafbierchen freuten wir uns, eine der letzten möglichen Schönwetter-Lichtparcours-Fahrten noch wahrgenommen zu haben, nun ist nach derzeitiger Planung erst mal bis 2020 keine Gelegenheit mehr.

Epilog:
Die fehlerhafte Schreibweise für eines der Kunstwerke auf der Webseite Okerfahrt – Tour ab Botanischer Garten (auf allen anderen ist sie richtig) habe ich moniert.

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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

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