RainerSeiner

Privates von Rainer B.

40 Jahre Abi — Stadtführung

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Samstag, 04.06.2016

Meine Schwester wollte in die Stadt zum Markt und nahm mich mit in die Stadt.

Die „traditionelle“ (jedenfalls war ich zum 35. auch dabei) Abi-Jubiläumstreffen-Stadführung hatte dieses mal das Motto „Viechereien“, Thema waren also aktuelle (Irgendjemandes derzeitige Katze) oder historische Tiere (oder Fabelwesen) mit besonderem Bezug zu Northeim.

Es war in der Sonne brü-tend-warm, bei der Begrüßung vor „Sankt Blasien“ rückten wir Zuhörer unauffällig im spärlichen Schatten zusammen. Wir lernten viel über Agrarbürgertum, den Unterschied zwischen heraldischen Löwen (gucken einen an) und Leoparden (schauen zur Seite), die mittelalterliche Stadt und damalige innerstädtische Tierhaltung,  Zünfte, Brutalismus, Kamelspringbrunnen, Northeimer Schwänepopulation, einen ungekrönten Reichsadler und mutmaßliche Speisefischfleisch-Qualität im Bereich des Tourlaviller Walls, kirchliche Symbolik (im hohen Gewölbe der St.-Sixti-Kirche brauchte ich mein Fernglas) , warum ein gemalter Pelikan in einer Kirche auch mal wie eine Gans aussehen könnte, Sünde und Büßertum, tausend andere interessante Details mehr. Nur warum am Adolf-Hueg-Wall ein kleiner Beton-Elefant steht blieb im Dunkeln — ich bin beim 45. trotzdem wieder dabei 😉

Am Ende verabredeten wir uns zur Führung durch das „Alte Corvi“, ich schaute noch kurz per klimatisiertem Stadtbus und hochsommerlichem Aufstieg zur Lortzingstraße kurz bei meiner Schwester ‚rein, dann musste ich mich schon wieder beeilen, rechtzeitig zum Treffpunkt zu kommen.

Führung durch das alte Corvi war aufschlussreich (keine Kletter-Wand und -Stangen mehr in der Turnhalle), ich konnte mich an weniges (Blumenfenster), Joachim sich an viel erinnern, falls Jügen S. noch etwas aus dem Kunstunterricht dort hat liegen lassen, zu spät, der alte Kunstraum ist jetzt ein ganz normales Klassenzimmer). Insgesamt wäre ein Besuch im neuen Corvi für mich wohl interessanter gewesen, hatte ich optional für Sonntag Morgen gebucht, aber dann doch „geschwänzt“.

Für mich war damit das Abi-Jubiläums-Porgramm für dieses mal beendet, die übrige zeit hatte ich mir für eventuelle Gemeinschafts-Aktivitäten außerhalb des offiziellen Programms (Ralf-W.-Gedächtnis-Grillen im Mandelbecker Forst oder so …) frei gehalten, da hatte sich aber nichts ergeben, also verbrachte ich den Rest des Tages bei meiner Schwester. Ich beobachtet fasziniert die Reiherkolonie am Waldrand, wir stellten fest, dass Ulrike — unfreiwillig und ohne es zu wissen — einen Vodafone-WLAN-Hotspot betreibt, ich bereitete mich per Karten- und Unterlagenstudium etwas auf meine Paddeltour am nächsten Tag vor, Wir grillten etwas Fleisch und aßen dazu Unmengen Fladenbrot mit köstlichem selbstgemachten Knoblauch-Schmand, wunderten uns, was da aus dem Tal heraus knattert (Lanz Bulldog? Harley mit Auspuffschaden oder Spätzündung?), fragten uns, warum von der A7 kaum etwas zu sehen war, und, und, und.

Track zur Stadtführung

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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

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