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Privates von Rainer B.

Heimatkundliche Radtour entlang des Ringgleises

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Tourankündigung im Internet

Am Dienstag Abend habe ich erstmals eine Radtour des „Bürgervereins Weststadt“  mitgemacht, um Braunschweig besser kennen zu lernen. Zum Treffpunkt am Alsterplatz sind es von hier aus ja nur 5 Minuten fahrt, vorher musste ich noch am Fahrrad basteln um die lautesten Klappergeräusche abzustellen, nicht dass ich ‚rausfliege, weil man bei dem Geschepper den Tourguide nicht mehr versteht.

Am Treffpunkt war ich einer der jüngsten der 24 Radler, nach kurzer Diskussion über Wetteraussichten und Vorstellung der Veranstalter ging’s los, Thema der Fahrt war, wie ich dort erfuhr, das Ringgleis. Vorab-Zusammenfassung: der bei weitem überwiegende Teil der Route war bisher für mich Terra incognita, obwohl ich nun schon 35 Jahre in Braunschweig wohne. Aber ein älterer Mitradler beruhigte mich, er wohne nun schon über 80 Jahre in Braunschweig und sehe auch auf jeder Tour viel neues 😉

So eine Fahrt durch die Stadt ist nicht ganz einfach, sicher die meisten haben keine wirkliche Erfahrung im Kolonnefahren, die STVO-Grundlage ist unklar (sind wir nun ein Verband nach § 27 STVO,  dürfen womöglich Sonderrechte nach § 35 STVO in Anspruch nehmen, wer ist der Führer des Verbandes …?).  Unsere Kolonne neigte zu Longitudinalschwingungen, eben hängen noch alle im Pulk zusammen, und 2 Minuten später sind wir ein 300m langer Lindwurm mit größeren Lücken, der so bei Ampelüberquerung für andere Verkehrsteilnehmer sicher nicht ohne weiteres als Verband  erkennbar wäre. Tatsächlich ging uns an einer Ampel sogar mal ein kleiner Pulk verloren, der sich dann verfuhr, … . Handykommunikation zwecks Wiedereinfangung war auch nicht möglich, ich musste schmunzeln, als sich ein wohl ca.  80-jähriger Teilnehmer über diese Leute, die dauern ihr Handy zu hause liegen lassen, ärgerte  — in meiner Versandschaft ist es ja diese Altersgruppe, die bestenfalls bei Krieg oder Weltuntergang die Möglichkeit einer gewissen Notwendigkeit für Unterwegs-Telekommunikation anerkennen würden, ansonsten das Handy aber lieber zu Hause liegen lassen.

Einige Tour-Details:

Ich glaube hier sahen wir Wandmalereien / Graffiti mit Eisenbahn- und anderen Motiven, ein paar hundert Meter weiter links eine Wand mit vielen Motiven und jeweils dem Wort „Toleranz“ in vielen Sprachen.

Etwas weiter ein Fitness-Parcours, die Oker-Marina-Baustelle ruht weiterhin, die Altvorderen wussten, dass es hier früher eine richtige Brücke über die Oker gab (bald soll es eine neue geben), und wir alle hätten den vorbeirasenden Mountainbikern einen Sturz in den Bach gewünscht (klammheimlich).

Ein gutes Stück weiter sahen wir vor dem Westbahnhof einen Jugendspielplatz, und den echten Jödebrunnen (wann habe ich nur früher mal etwas über die Pipenbrüder erzählt bekommen, ich bin fest überzeugt, das war nicht weit von dort bei irgendeiner Führung, Martina glaubt, ich bilde mir das nur ein).

Wir besichtigten viele sauteure Brücken, wo der Ringgleisweg momentan aber noch im Nichts endet, fuhren über Feldwege, von denen ich die meisten noch nicht kannte, durch eine sehr enge Kehre  (das wäre etwas für eine Tandem-Tour), an der alten Broitzemer Badeanstalt vorbei zum Ende der geführten Tour. Wer mochte konnte sich wie bei den Touren üblich noch in einem Restaurant stärken, ich fuhr — wie die meisten — nach Hause.

Das war schon ganz interessant, tatsächlich gab es viel mehr zu sehen, als ich hier stichwortartig aufgeführt habe. Wenn ich es einrichten kann bin ich das nächste Mal wieder mit dabei.

 

Und hier der GPS-Track zur Tour!

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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

8 Kommentare zu “Heimatkundliche Radtour entlang des Ringgleises

  1. Mist, gestern Nachmittag hatte ich einen beruflichen Notfalleinsatz, so dass ich leider nicht wie geplant mitfahren Konnte 😦

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