RainerSeiner

Privates von Rainer B.

Schlesische Wurstspezialitäten und anderes

3 Kommentare

Es ist erst Mittag, und ich habe schon viel erlebt.

Gegen 10:30 erreicht uns beide auf dem Sofa  entferntes Sturmklingeln –  Martina erinnert sich (mich), dass ich doch schon immer mal schlesische Wurspezialitäten vom fahrenden Händler ausprobieren wollte. Also schnell noch den Biomüll geschnappt und los zur Straße. Vor dem Haus rutschte ich noch auf dem nassen Laub mit irgendeiner weichen Zusatzschmiere aus (ich hoffe, es war keine Hunde-K….) und verstreute allerlei benutze Kaffeefilter, Kartoffelschalen und ähnliches auf dem Rasen – schnell wieder eingesammelt und weiter.

Bei Golly’s (schlesischer Genitiv)  schlesischen Spezialitäten musste ich mich an eine längere Schlange zumeist polnisch sprechender Kunden anstellen, es gibt dort auch polnische Zeitungen und alles was man sonst so in der Diaspora braucht. Die Rentner dort sind aus einem anderen Holz geschnitzt als die im Östlichen Ringgebiet. Während dort zerbrechliche Omas halbe Bierschinkenscheiben kauften (Nee, ich nehme lieber doch die kleinere Hälfte …“), lauteten am Stand die Bestellungen „15 Frankfurter, eine große Bauernleberwurst, 10 Krakauer zum Kochen, …). Ich erstand ein Endstück Bauernleberwurst (schau’n wir mal) und eine „kleine milde Krakauer, bestens geeignet zum Sofortessen“ (schon gekostet).

Anschließend besichtigte ich noch den Kindergarten nebenan, der Häcksel-Haufen lässt den Sägen- und Maschinenlärm der letzten Tage erahnen.

Der Häckselhaufen roch m. E. nach Birkenholz. Und das Eichhörnchen musste sich auch erst mal orientieren. Etwas verblüfft hörte ich eine ältere Dame 20 m weiter verzückt ausrufen „Ein Eichhörnchen – Hansi, wie niedlich!“. Leider konnte ich mir auch diesmal nicht erklären lassen, woher der offenbar weit verbreitete Eichhörnchen-Spitzname kommt. Ich hatte das immer als Spontan-Idee meiner kleinen Nichte,  auf die ich vor vielen Jahren eine Zeit lang 1x die Woche aufzupassen hatte (und wo bei den gemeinsamen Erkundungen der Besuch einer Eichhörnchen-„Fütterungsstelle“ eine beliebte Attraktion war) , gehalten . Ich wollte nicht einfach zur Dame ‚rüberflitzen und meinen Gesprächspartner — einen entfernten Nachbarn —  einfach stehen lassen. Nachdem wir uns verabschiedet hatten war die Dame verschwunden.

Ein andermal vielleicht!

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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

3 Kommentare zu “Schlesische Wurstspezialitäten und anderes

  1. Die Krakauer ist lecker, nehme ich nächstes mal gleich eine für den Rückweg auf die Faust. Die Bauernleberwurst sagt uns nicht so zu, scheint mir eher fettig mit irgendeinem strengen, dominanten Gewürz.

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